Flood (Produzent)

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Flood, eigentlich Mark Ellis (* 16. August 1960 in Manchester, Großbritannien) ist ein britischer Toningenieur und Musikproduzent, der unter anderem mit Depeche Mode, U2, Erasure und den Nine Inch Nails gearbeitet hat.

Leben[Bearbeiten]

Noch als Bassist der britischen Mod-Band The Lambrettas begann er 1978 in den Londoner Morgan Studios eine Ausbildung zum Toningenieur. Der Name Flood hat seinen Ursprung in dieser Zeit.[1] Ellis war im Studio dafür bekannt, die Künstler und Techniker ständig mit Tee zu versorgen, während sein Kollege dies nicht tat und die beiden daher von Chris Tsangarides bei Aufnahmen für The Cure die Spitznamen Flood = ‚Flut‘ und Drought (drought = ‚Dürre‘) erhielten. Weitere Stationen seiner Ausbildung waren das Marcus Studio und die Trident Studios.[2] Er schloss seine Ausbildung 1981 als Assistenzingenieur des von Martin Hannett für New Order produzierten Albums Movement ab. 1982 betreute er das Debütalbum With Sympathy von Ministry. In der Folge arbeitete er als Toningenieur für das Label Some Bizarre für deren Künstler Soft Cell, Marc and the Mambas, Psychic TV und Cabaret Voltaire, bevor er zum Label Mute wechselte. Für Mute war er als Toningenieur und später auch als Produzent tätig. Zu seinen ersten Arbeiten als Produzent zählen 1985 The Firstborn is Dead für Nick Cave and the Bad Seeds und 1986 Wonderland für Erasure.

1987 erreichte Flood den kommerziellen Durchbruch mit seiner Mitarbeit als Toningenieur an dem Album The Joshua Tree der irischen Band U2 an der Seite des Produzenten Brian Eno. Danach folgten Arbeiten als einer der zahlreichen Produzenten für Nine Inch Nails (Pretty Hate Machine), Depeche Mode (Violator) und Pop Will Eat Itself (This is the Day). 1993 produzierte er an der Seite von Brian Eno das Album Zooropa von U2. Er produzierte eine Vielzahl verschiedener Veröffentlichungen von Bands wie den Nine Inch Nails, Depeche Mode, den Smashing Pumpkins, PJ Harvey, den Sneaker Pimps, a-ha, Placebo, The Killers, Sigur Rós und Glasvegas.

Flood gilt als vielseitiger Produzent ohne auf ein Genre festgelegt zu sein. Er betreute Alben aus den Genres Post Punk, Synthie Pop, Industrial Rock und gilt daher als einer der Wegbereiter des Sounds für Alternative Rock. Neben seinem eigenen Studio The Bedroom betreibt er zusammen mit Alan Moulder seit 2008 das aus den Morgan Studios hervorgegangene Assault & Battery 2 Studio in London.[3]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einige bibliographische Angaben, vor allem aber eine Auswahl der Werke finden sich in englischer Sprache bei:

  •  Dave Thompson: Alternative Rock. Miller Freeman, San Francisco 2000, ISBN 0-87930-607-6., S. 768-69
  •  David N. Howard: Sonic Alchemy – Visionary Music Producers and Their Maverick Recordings. Hal Leonard, Milwaukee 2004, ISBN 0-634-05560-7., Kapitel 9 – The Order of Disorder: Martin Hannett, Flood and Steve Albini

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Richard James Burgess: The Art of Music Production. Omnibus Press, London 2005, ISBN 1-84449-431-4., S. 20
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatPaul Tingen: FLOOD & HOWIE B: Producing U2’s Pop. In: soundonsound.com. Juli 1997, abgerufen am 8. September 2011 (englisch).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMiloco: Assault & Battery 2 insight: Interview with Flood and Alan Moulder. In: miloco.co.uk. August 2008, abgerufen am 8. September 2011 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]