Pretty Hate Machine

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Pretty Hate Machine
Studioalbum von Nine Inch Nails
Veröffentlichung 20. Oktober 1989
Label TVT Records
Format CD, LP
Genre Industrial Rock, Synthie Pop, Elektronische Tanzmusik
Anzahl der Titel 10 (1989) bzw. 11 (2010)

Laufzeit

  • 48 Min. 50 s. (1989)
  • 53 Min. 13 s. (2010)

Besetzung

Produktion Trent Reznor, Flood[1]
Studio Right Track, Cleveland; Blackwing & Roundhouse, London; Unique, New York City; Synchro Sound, Boston
Chronologie
- Pretty Hate Machine The Downward Spiral (1994)

Pretty Hate Machine (auch bekannt als Halo 2) ist das Debütalbum der US-amerikanischen Industrial-Rock-Band Nine Inch Nails aus dem Jahre 1989. Von 1997 bis 2005 war das Album Out of print. Am 20. November des Jahres 2010 wurde ein Remastering veröffentlicht.[3] Das Remaster wurde von Tom Baker in Zusammenarbeit mit Trent Reznor angefertigt.[1]

2005 wurde das Album String Quartet Tribute to Nine Inch Nails von Eric Gorfain veröffentlicht, es enthält alle Songs von Pretty Hate Machine, die Stücke wurden von einem Streichquartett eingespielt und sind der klassischen Musik zuzuordnen.

Entstehung[Bearbeiten]

Trent Reznor, welcher das einzige feste Mitglied der Nine Inch Nails darstellt, arbeitete Ende der 1980er als Hausmeister in dem Studio Down-time, dieses verwendete er dann für eigene Projekte[4].

Reznor spielte, ähnlich wie Prince, alle Instrumente auf dem Album selbst ein. Viele Nine Inch Nails-Songs, wie auch bei diesem Album, gehen auf Gedichte Trent Reznors zurück. Für die Programmierung verwendete Reznor einen Macintosh Plus.[5][4]. Reznor verwendete bei den Aufnahmen den DX7 von der Firma Yamaha. Alle Songs wurden von Reznor geschrieben und komponiert.[4]

Singles & Videos[Bearbeiten]

Aus dem Album wurden drei Singles ausgekoppelt, Down in It (1989), Head Like a Hole (1990) und Sin (1990).

Konzeption, Stil & Cover-Artwork[Bearbeiten]

Das Album ist stark von Synthesizersounds und New Wave geprägt. Das Album hat sehr viele verschiedene musikalische Einflüsse, vor allem Jane's Addiction, Prince und Public Enemy[6]. Die Musik erinnert stark an David Bowie und Kraftwerk. Das Szenario von Pretty Hate Machine beschäftigt sich mit Verlust, Depressionen und Enttäuschungen, weil man zu hohe Erwartungen ans Leben stellt, die leider unerfüllt bleiben[7]. Das Cover-Artwork wurde ebenfalls von Reznor selbst und Gary Talpas gestaltet.[8]

Bei dem Remastering wurde das Cover von Trent Reznor und Rob Sheridan designed, sie wollten dabei bewusst auf die grellen Farben verzichten, welche stark mit der Popmusik der 1980er assoziiert wurden. [9] Sheridan und Reznor waren mit dem Remastering, insbesondere mit dem neuen Coverartwork, sehr zufrieden.[9]

Charterfolg[Bearbeiten]

Album[Bearbeiten]

Jahr Charts Position
1991 US 75 [10]
1991 UK 67 [11]

Singles[Bearbeiten]

Single Jahr Charts Position
Head Like a Hole 1991 UK 49 [11]
Sin 1991 UK 35 [11]

Rezension[Bearbeiten]

Die Kritik fiel meist gut aus, so lobte Michael Azerrad das Album und bezeichnete es als einen gelungen Mix aus Industrial Rock und Popmusik. Ferner sagte er, die Musik höre sich entsetzlich, aber eingängig an.[12]

Auch Robert Mitchum lobte das Album. Er bezeichnete es jedoch als eher schlecht im Vergleich zu den neueren Alben.[13]

Auch Steve Martin lobte das Album, er beschrieb es als eine gelungene Mischung aus Industrial, Pop und Punk.[14]

Im Albumguide des Rolling Stone wurde Pretty Hate Machine als „noch nie da gewesen“ und „einzigartig“ beschrieben.[15]

Im deutschsprachigen Raum erfreute sich das Album auch einiger Beliebtheit, z.B Lukas Hilbert lobte das Album.[16]

Trotz positiver Kritiken stieß das Album bei potenziellen Fans zumeist jedoch auf Ablehnung.[6] Die Band tourte unter anderem mit Skinny Puppy und The Jesus and Mary Chain.

Titel[Bearbeiten]

# Titel Länge Bemerkung
1 Head Like a Hole 4:59 zweite Single-Auskopplung
2 Terrible Lie 4:39
3 Down in It 3:47 erste Single-Auskopplung
4 Sanctified 5:49
5 Something I Can Never Have 5:53
6 Kinda I Want To 4:37
7 Sin 4:02 dritte Single-Auskopplung
8 That’s What I Get 4:30
9 The Only Time 4:47
10 Ringfinger 5:41
11 Get Down Make Love 4:19 Bonustrack der Wiederveröffentlichung
Gesamtspieldauer 53:13

Head Like a Hole[Bearbeiten]

Head Like a Hole ist stilistisch dem Industrial Rock und Synthie Pop zuzuordnen, zu dem Song wurde ein Video produziert, unter der Regie von Eric Zimmermann.[17] Auf MTV wurde der Song häufig gespielt, was den Bekanntheitsgrad der Band erheblich erhöhte. Eine populäre alternative Version des Liedes ist der Live-Auftritt auf dem Lollapalooza Festival mit Body Count.[18][19] Der Song ist neben Kinda I Want to und Thats What I Get der beliebteste Song auf dem Album. Der Song wurde von der Rock-Band AFI und von der Nu-Metal-Band Korn gecovert.

Terrible Lie[Bearbeiten]

Der zweite Track auf Pretty Hate Machine ist Terrible Lie, welcher stilistisch dem Alternative Rock zuzuordnen ist. Der Song wird oft als Openingsong auf Konzerten der Nine Inch Nails gespielt.[20]

Down in It[Bearbeiten]

Down in It war die erste Veröffentlichung der Nine Inch Nails, zu diesem wurde auch ein Musikvideo produziert unter der Regie von Benjamin Stokes und Eric Zimmermann, letzterer führte auch Regie im Video von Head Like a Hole. Das Video wurde in der Downtown von Chicago gedreht, in der Urfassung des Videos zeigte am Ende den Suizid des Protagonisten (gespielt von Trent Reznor), die Szene wurde jedoch nachträglich entfernt, da kein Fernsehsender das Video in der Urfassung spielen wollte.[21] Musikalisch ist der Song dem Synthie Pop und Industrial Rock zuzuordnen. Reznor sagte aus, dass er sich von dem Song Dig It von Skinny Puppy inspirieren ließ. Der Text handelt von einer sexuellen Beziehung zu einer Frau namens Krissy. Der Song bekam vom Rolling Stone eine gute Bewertung, Azerrad:der Song bedient sich einiger Elemente von elektronischer Musik, aber auch von Pop. Er erinnert mich an das Album Mind: The Perpetual Intercourse von Skinny Puppy. Im Großen und Ganzen klingt es aber wie ein Popsong mit ein bisschen Rock, Metal und Hip Hop.[21] [12]

Sanctified[Bearbeiten]

Stilistisch ist der Song dem New Wave zuzuordnen. Den Lyrics nach zu urteilen, geht es in diesem Song um die Ausübung eines sexuellen Aktes. Reznor dementierte dies und sagte, dass der Song von der Beziehung zu einer Crack-Pfeife handle.[2] Der Song war bereits auf der Demo Purest Feeling vorhanden. Das finale Gitarrensolo wurde von Richard Patrick eingespielt.[2] Auf der Demo Purest Feeling hieß der Song noch Slate.

Something I Can Never Have[Bearbeiten]

Der Song ist stilistisch dem Alternative Rock zuzuordnen. Im Laufe des Songs hört man diverse Hintergrundgeräusche, z.B eine Tür, die geöffnet wird, Maschinengeräusche, Vogelgezwitscher. Untermalt wird diese melancholische Atmosphäre durch die leise Musik des Klaviers. Tom Breihan bezeichnete den Song als „genial“ und meinte, er sei vielleicht der beste, den die Nine Inch Nails je gemacht hätten.[22] [23] Der Song erschien auf dem Soundtrack des Films Natural Born Killers.[23]

Kinda I Want To[Bearbeiten]

Kinda I Want to ist dem Alternative Rock und New Wave zuzuordnen sowie dem Industrial Rock. Am Anfang ist ein Stöhnen zu hören. Reznor sagte aus, er habe den Song parallel im Studio komponiert. Im Laufe des Songs hört man ein Reprise von Down in It. Am Ende ist ein Schrei zu hören, welcher zum nächsten Track überleitet.[24] Der Song war bereits auf der Demo Purest Feeling vorhanden, wo er noch sehr von dem House der 1980er Jahre geprägt ist[25]. Der Song wurde nur auf der Pretty Hate Machine Tour gespielt.[24]

Sin[Bearbeiten]

Der Song Sin ist dem Industrial Rock und Synthie Pop zuzuordnen. Das Video wurde auf keinem Musiksender gespielt und feierte erst Jahre später offizielle Premiere. Im Video sind am Anfang gepiercte Geschlechtsorgane zu sehen, anschließend sieht man zwei Homosexuelle, welche BDSM praktizieren. Auf früheren Demos des Songs war ein Saxophon zu hören.[26].

That’s What I Get[Bearbeiten]

Der Song That’s What I Get ist wie die meisten Songs des Albums dem Synthie Pop zuzuordnen. In dem Song wird eine ähnliche Bassline verwendet wie in Kinda I Want to.[27][24] Der Song war bereits auf der Demo Purest Feeling vorhanden.

The Only Time[Bearbeiten]

Der Song The Only Time ist stilistisch dem Synthie Pop zuzuordnen. Am Ende des Songs hört man verzerrte Gitarrentöne, welche einen direkten Übergang zum nächsten Song bilden.[28] Der Song war bereits auf der Demo Purest Feeling vorhanden. Auf dem Livealbum Closure wurde der Song etwas verändert und durch die Zeile this is a song about fucking ergänzt.[28]

Ringfinger[Bearbeiten]

Wie fast alle Songs aus Pretty Hate Machine, findet sich auch Ringfinger auf der Demo Purest Feeling, wo er noch Twist hieß. Der Song ist dem Synthie Pop zuzuordnen, bedient sich jedoch auch Elemente des Funks.[29]

Get Down, Make Love[Bearbeiten]

Die im Jahre 2010 erschienene überarbeitete Neuauflage des Albums enthält als Bonustrack eine Coverversion des Queen-Songs Get Down, Make Love.[30][31]

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Pretty Hate Machine Remastering Credits
  2. a b c http://www.ninwiki.com/Sanctified
  3. [1]
  4. a b c Pretty hate machine bei Allmusic
  5. Macworld.com
  6. a b http://www.laut.de/Nine-Inch-Nails/Pretty-Hate-Machine-2010-Remastered-(Album)
  7. Much of Pretty Hate Machine concerns a simple scenario: Being young but feeling that your life is already over, that your best days are already behind you.

    Tom Breihan:[2]
  8. http://www.ninwiki.com/Pretty_Hate_Machine
  9. a b

    When we began the Pretty Hate Machine remaster project, Trent discussed with me the idea of tweaking the original artwork a bit to reflect that this was a different version of the album, updated from its original release. We talked about maybe just changing the color scheme a bit -- Trent was keen on losing the distinctly 80's hot pink color, for one. It seemed like a fairly straightforward project, as I certainly didn't want to try and radically alter an album cover I'd been looking at since I was a teenager, and that some fans had known very well for more than two decades... All things considered I'm pleased with the way it turned out.

    Rob Sheridan: [3]
  10. http://www.billboard.com/#/album/nine-inch-nails/pretty-hate-machine/12508
  11. a b c http://www.chartstats.com/index.php
  12. a b Azerrad, Michael (1990) Nine Inch Nails Rolling Stone
  13. http://pitchfork.com/reviews/albums/5804-pretty-hate-machine/
  14. Martin, Steve (1990). "Nine Inch Nails" Thrasher
  15. Harold, Christian, Rolling Stone
  16. „Mit dem Album Pretty Hate Machine wurde für ein kommerziell interessantes Publikum der Durchbruch zu einer genießbaren Variante der Industrial Music geschafft und in der Popkultur die entsprechende Schmuddel-Duftmarke gesetzt. Die aggressive Herrschaft der Klänge in diesem Album wurde zuerst von depressiv veranlagten Klubbesuchern verinnerlicht, die zu den Rhythmen umherwirbelten und sich die von Angst besessenen Überzeugungen aneigneten. Seit ihrem Erscheinen stehen die hart gesottenen Ansichten dieses Albums für eine ästhetische Träumerei von den Leidenswegen, auf die uns die Maschinen treiben. Die Tracks von zischenden Maschinen und dissonanten Überlastungen fallen über einen her -- außerhalb aller Wege von moderner, gefälliger Vermittlung. Hits wie ‚Head Like a Hole‘ und ‚Down in It‘ sind an ihren sarkastischen Beats und an ihren durchdringenden Riffs zu erkennen, ebenso an den feindseligen Aussagen ihrer Texte, die den Hörer mit ihrer Flut von respektloser Kritik einfangen. Pretty Hate Machine ist keine leichte Kost und trifft in unserem Innersten einen empfindlichen Nerv.“

    Lucas Hilbert: [4]
  17. NIИwiki Head like a Hole
  18. YouTube Video
  19. Head Like a Hole Musikvideo
  20. NIИwiki Terrible Lie
  21. a b NIИwiki Down in it
  22. Something I Can Never Have" also shows an absolute mastery which would blossom soon after into something like genius, and which was already pretty far along in 1989. Starting with nothing but a haunted, minimal piano figure and a few hushed synth tones, the track slowly lets in sputtering static, faraway door-slam drums, and quiet little counter-melodies. Guitar never shows up; it'd break the spell. When NIN would do this track live, you could practically hear the collective intake of breath at those first piano notes. As far as I'm concerned, it's probably the single finest song Reznor ever wrote.

    Tom Breihan:[5]
  23. a b NIИwiki Something I can never have
  24. a b c NIИwiki Kinda I want to
  25. http://www.youtube.com/watch?v=eh2NXtwbhFQ
  26. NIИwiki Sin
  27. NIИwiki That's What I Get
  28. a b [6]
  29. NIИwiki Ringfinger
  30. Allmusic: Pretty Hate Machine (2010 Remaster)
  31. Discogs: Nine Inch Nails - Pretty Hate Machine

Weblinks[Bearbeiten]