Flugplatz Mendig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flugplatz Mendig
Flugplatz Mendig.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EDRE
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 1 km südlich von Mendig
Basisdaten
Eröffnung 1958
Betreiber Flugplatz Mendig GmbH
Fläche 187,4 ha
Start- und Landebahnen
07/25 1615 m × 35 m Asphalt
07/25 1280 m × 30 m Gras, für Segelflugzeuge
07/25 690 m × 30 m Gras, für motorgetriebene Luftfahrzeuge

i1 i3


i7 i10 i12

i14

Der Flugplatz Mendig befindet sich in unmittelbarer Nähe der Stadt Mendig in Rheinland-Pfalz. Er liegt zum größten Teil in der Gemarkung Mendig, sowie Teile in Thür und Kruft. Der Sonderlandeplatz Mendig ist zugelassen für:

  • Flugzeuge bis 5,7 to
  • Helikopter bis 5,0 to MTOW
  • Selbststartende Motorsegler
  • Segelflugzeuge und nichtselbststartende
  • Motorsegler mit Startart Flugzeugschlepp und Windenstart (Grasbahn)
  • Luftsportgeräte
  • Freiballone
  • Sprungfallschirme

Geschichte[Bearbeiten]

Der Flugplatz Mendig wurde seit seinen Anfängen vor dem Ersten Weltkrieg als Militärflugplatz genutzt. Bei Kriegsausbruch 1914 war er Heimat der Etappen-Inspektion 2, einer Unterstützungseinheit der 2. Armee. 1938 begannen die Planungen für eine Nutzung durch die Luftwaffe. Im September 1939 verlegte ein Fernaufklärungsverband mit Do 17-P Aufklärungsflugzeugen auf den mit einer Graspiste und behelfsmäßigen Unterkünften ausgestatteten Platz. 1945 besetzten amerikanische Truppen den Flugplatz und übergaben ihn Mitte 1945 an die französischen Streitkräfte. Im Januar 1957 übergaben die französischen Streitkräfte den Flugplatz an die noch junge Bundeswehr.
Von 1958 bis 2007 war in der Gunter-Plüschow-Kaserne die Heeresfliegerbrigade 3 und zusätzlich bis Mitte 2004 das Heeresfliegerregiment 35 stationiert.

  • HFlgBrig 3
  • HFlgStff 5
  • StStffHFlgBrig 3
  • HFlgStff 300
  • HFlglnstStff 307
  • HFLgVersorgungsstaffel 355

Konversion[Bearbeiten]

Die Bundeswehr hat den Flugplatz Mendig im Zuge der Transformation aufgegeben. Inzwischen ist die Konversion in zivile Fläche abgeschlossen und an die Triwo AG verkauft. Ein neu gegründetes Tochterunternehmen der Triwo AG, die Flugplatz Mendig GmbH, tritt als Eigentümer auf und verpachtet die Flächen. Ein Verkauf einzelner Gebäude und Flächen ist nicht vorgesehen, jedoch können Bauten nach Wünschen des Pächters umgestaltet werden.

Durch die Zulassung als ziviler Flugplatz (Sonderlandeplatz, Prior Permission Required) wurde die militärische ICAO Kennung des Platzes "ETHM" durch die zivile Kennzeichnung "EDRE" ersetzt.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Der Flugplatz wird durch die Sportfluggruppe Mendig e.V., genutzt. Des Weiteren haben sich verschiedene Gewerbebetriebe angesiedelt und der TÜV Rheinland betreibt seit Beginn 2008 das "Vehicle Testing Mendig" (VTM).

Außerdem drehen verschiedene Fernsehanstalten und Produktionsfirmen TV-Beiträge zu verschiedenen Autosendungen. Neben der Challenge bei D-Motor, werden auch Beiträge für die Sendungen DSF-Motor, Kabel 1 - Abenteuer Auto, RTL2 - Grip, VOX Automobil oder SWR Rasthaus gedreht. Bei verschiedenen Motorsportvereinen und Firmen können auch Fahrertrainings gebucht werden.

Als Luftfahrt-Standort ist Mendig Heimatstandort der Firma Roland Aircraft, die sich als Hersteller von Ultraleichtflugzeugen in den ehemaligen Hallen für die Verbindungshubschrauber (MBB BO105) an der Nordweiste niedergelassen hat.

Das Festival Rock am Ring soll ab dem Jahr 2015 auf dem Flugplatz ausgerichtet werden.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wir sind der Ring! auf rock-am-ring.com