Gallia Narbonensis

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Narbonensis
Narbonensis im Römischen Reich.

Gallia Narbonensis war ein Teil Galliens, der in den Jahren von 125 bis 118 v. Chr. als römische Provinz eingerichtet wurde. Narbonensis liegt im heutigen Südfrankreich. Die Bezeichnung als Provinz führte dazu, dass ein Teil der Landschaft noch heute Provence genannt wird.

Als Konsul des Jahres 125 v. Chr. wurde Marcus Fulvius Flaccus vom Senat beauftragt, Massilia gegen die Plünderungen der Salluvier zu unterstützen. Flaccus nutzte den Auftrag, um große Teile des Landes zu erobern, und kehrte 123 v. Chr. nach Rom zurück, wo er mit einem Triumphzug geehrt wurde.

Die Provinz wurde als Gallia transalpina, das „Gallien jenseits der Alpen“, eingerichtet, um es von dem „Gallien diesseits der Alpen“ in Norditalien, der Gallia cisalpina oder kurz Gallia, abzusetzen. Zur Unterscheidung wurden auch die Namen Gallia ulterior für die entferntere Provinz und Gallia citerior für das nähere Gallien in der Poebene verwandt. Die Provinz Gallia transalpina, manchmal auch nur kurz provincia, wurde später in Gallia Narbonensis umbenannt und hieß schließlich nur noch Narbonensis.

Hauptstadt wurde zunächst die 120 v. Chr errichtete Festung Aquae Sextiae (Aix-en-Provence), später dann die 118 v. Chr. gegründete erste Bürgerkolonie Colonia Narbo Martius (Narbonne).

Durch die Verwaltungsreform des Diokletian wurde Narbonensis um seinen nördlichen Teil verkleinert, der den Namen Viennensis bekam. Wenig später wurde die Provinz geteilt, wobei die Namen Narbonensis I (westlich der Rhône) und Narbonensis II (östlich der Rhône) vergeben wurden. Zusammen mit Aquitania I, Aquitania II, Novempopulana (der äußerste Südwesten Galliens) und Alpes Maritimae bildete man eine Diözese, die die Nummer XIV und den Namen Septem Provinciarum (sieben Provinzen) bekam.

Die wichtigsten Städte in der Provinz waren (alphabetisch):

Literatur[Bearbeiten]

  • Helga Botermann: Wie aus Galliern Römer wurden. Leben im Römischen Reich. Klett-Cotta, Stuttgart 2005, ISBN 3-608-94048-0
  • Raymond Chevallier: Römische Provence. Die Provinz Gallia Narbonensis. Sonderausgabe. Atlantis-Verlag, Luzern u.a. 1985, (Edition Antike Welt 2), ISBN 3-7611-0568-1.
  • Bert Freyberger: Südgallien im 1. Jahrhundert v. Chr. Phasen, Konsequenzen und Grenzen römischer Eroberung. (125 - 27/22 v. Chr.) Franz Steiner Verlag, 1999, ISBN 3-515-07330-2, (Geographica historica 11), (Zugleich: Erlangen-Nürnberg, Univ., Diss., 1996).
  • Pierre Gros: Gallia Narbonensis. Eine römische Provinz in Südfrankreich. Zabern, Mainz 2008, ISBN 978-3-8053-3887-5, (Zaberns Bildbände zur Archäologie), (Sonderbände der Antiken Welt), (Orbis Provinciarum).
  • Albert L. F. Rivet: Gallia Narbonensis. With a chapter on Alpes Maritimae. Southern France in Roman times. Batsford, London 1988, ISBN 0-7134-5860-7, (The provinces of the Roman Empire).

Weblinks[Bearbeiten]

444Koordinaten: 44° 0′ 0″ N, 4° 0′ 0″ O