Agen
| Agen | ||
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| Region | Aquitanien | |
| Département | Lot-et-Garonne (Präfektur) | |
| Arrondissement | Agen | |
| Kanton | Chef-lieu von 5 Kantonen | |
| Gemeindeverband | Communauté d’agglomération d’Agen | |
| Koordinaten | 44° 12′ N, 0° 37′ O44.2030555555560.6186111111111148Koordinaten: 44° 12′ N, 0° 37′ O | |
| Höhe | 37–162 m | |
| Fläche | 11,49 km² | |
| Einwohner | 33.981 (1. Jan. 2010) | |
| Bevölkerungsdichte | 2.957 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 47000 | |
| INSEE-Code | 47001 | |
| Website | http://www.ville-agen.fr/ | |
Agen [aˈʒɛ̃] ist eine Stadt in der französischen Region Aquitanien. Mit 33.981 Einwohnern (1. Januar 2010), die sich Agenais oder Agenois nennen, ist sie die größte Stadt im Département Lot-et-Garonne.
Die Stadt ist Sitz der Präfektur des Départements. Die Präfektur verwaltet auch das Arrondissement Agen, welches aus zwölf Kantonen besteht. Agen ist Hauptort (frz.: chef-lieu) der Kantone Agen-Centre, Agen-Nord, Agen-Nord-Est, Agen-Ouest und Agen-Sud-Est.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Agen liegt an der Garonne, sowie am parallel verlaufenden Canal latéral à la Garonne (deutsch: Garonne-Seitenkanal), der hier mit einer imposanten Kanalbrücke den Fluss überquert. Die Stadt liegt auch an der Autoroute A62 zwischen Toulouse (115 km) im Südosten und Bordeaux (140 km) im Nordwesten.
Geschichte [Bearbeiten]
Agen war um 200 v. Chr. eine keltische Siedlung, die von den Kelten Aginnum genannt wurde. Später war sie Schauplatz der Schlacht bei Agen. Um 56 v. Chr. wurde die Siedlung im Zuge des Gallischen Krieges von Julius Cäsar erobert.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Das Musée Municipal des Beaux Arts (städtische Museum der Schönen Künste) mit Gemälden von Goya, darunter El Globo, Sisleys Septembermorgen, eine von Corots schönsten Landschaften, Der Teich von Avray, sowie Werken von Francis Picabia und Gustave Caillebotte. Kleinod der Sammlung ist die Vénus du mas aus Marmor, eine 1876 in der Nähe entdeckte Statue aus dem 1. Jahrhundert v. Chr.
- Die Kanalbrücke von Agen (580 Meter lang, 23 Bögen), erbaut von Jean-Baptiste de Baudre in den Jahren 1839 bis 1842.
- Das Theater Ducourneau vom Architekten Guillaume Tronchet, fertiggestellt 1906.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Die Umgebung der Stadt ist durch riesige Plantagen mit Pflaumenbäumen gekennzeichnet. Kreuzritter brachten die Frucht im 11. Jahrhundert aus dem Vorderen Orient nach Frankreich. Die Mönche im nahe gelegenen Tal des Lot waren die ersten, die die Pflaumen trockneten und als Dörrobst verkauften. Heute verlassen jährlich rund 35.000 Tonnen Dörrpflaumen die Fabriken von Agen.
Sport [Bearbeiten]
Agen ist die Hochburg des französischen Rugby-Sports.
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Alain Aspect (* 1947), Physiker
- Pierre Billaud (1970–2001), Journalist, Kriegsberichterstatter
- Jean Baptiste Bory de Saint-Vincent (1780–1846), Naturforscher, Botaniker und Oberst
- Thierry van den Bosch (* 1974), Motorradrennfahrer
- Francis Cabrel (* 1953), Musiker
- Emmanuel Flipo (* 1958), Künstler
- Jacques Jasmin (* 1798–1864), Schriftsteller
- Bernard Germain Étienne Médard de La Ville-sur-Illon, comte de La Cépède (1756–1825), Naturforscher und der erste Großkanzler des Ordens der Ehrenlegion
- Marcel-Frédéric Lubin-Lebrère (1891–1972), Rugby-Union-Spieler
- Jean-Marie Maury (1907–1994), Erzbischof von Reims
- Gaël Morel (* 1972), Schauspieler
- Stéphane Rideau (* 1976), Schauspieler
- Yves Saint-Martin (* 1941), Jockey
- Joseph-Barnabé Saint-Sevin (1727–1803), Violinist und Komponist der Klassik
- Joseph Justus Scaliger (1570–1609), einer der größten Gelehrten der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts
- Michel Serres (* 1930), Philosoph
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Dinslaken, Deutschland, seit 23. März 1975
Literatur [Bearbeiten]
- De Bello Gallico von Gaius Julius Cäsar, Übersetzung von Dr. Max Oberbreyer, Seite 86ff.
- Maximilian Ihm: Agennum. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,1, Stuttgart 1893, Sp. 773.