Gedo

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Dieser Artikel behandelt die somalische Region. Für den Boxer siehe György Gedó, für den Fußballspieler siehe Mohamed Nagy.
غدو
Gedo
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Über dieses Bild
Basisdaten
Staat Somalia
Hauptstadt GarbahaarreyVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 60.389 km²
Einwohner 555.000 (Berechnung 2008)
Dichte 9 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 SO-GD

Gedo (arabisch ‏غدو‎ Ghidū) ist eine Region (gobolka) im Südwesten Somalias mit etwa 555.000 Einwohnern[1]. Ihre Hauptstadt ist Garbahaarrey.

Gedo liegt im Landesinneren an der Grenze zu Äthiopien und Kenia und wird von dem Fluss Jubba durchflossen. Die Region besteht aus den sechs Distrikten Garbahaarrey, Baardheere, Beledhawo, Ceelwaaq, Doolow und Luuq.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung von Gedo gehört mehrheitlich dem Somali-Clan der Marehan an, einem Subclan der Darod. Daneben sind auch Ogadeni-Darod sowie einige Borana-Oromo vertreten. Am Jubba lebt die ethnische Minderheit der Gabaweyn („Bantu“).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Region war politisch marginal, bis 1969 der Marehan-Darod Siad Barre in einem Putsch die Macht in Somalia ergriff.

Im Bürgerkrieg machte die islamistische Organisation al-Ittihad al-Islami Mitte der 1990er Jahre Gedo zu ihrer Basis, nachdem sie an anderen Orten gescheitert war. Sie wurde 1996 durch eine Intervention des Nachbarlandes Äthiopien weitgehend zerschlagen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wegen seiner Lage im Tal des Jubba ist Gedo im Unterschied zum ansonsten weitgehend trockenen übrigen Somalia fruchtbar. Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Region werden auch in andere Landesteile gebracht. Auch wird über die Landesgrenzen hinweg mit Kenia Handel getrieben.

Im April 2007 waren schätzungsweise 15–20 % der Bevölkerung in Gedo unterernährt, 108.000 Menschen wurden vom Welternährungsprogramm versorgt[2].

Städte in Gedo[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. bevölkerungsstatistik.de (2008)
  2. BBC News: Somalia food aid trucks stranded