Gmina Zgorzelec

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Gmina wiejska Zgorzelec
Wappen der Landgemeinde Zgorzelec
Gmina wiejska Zgorzelec (Polen)
Gmina wiejska Zgorzelec
Gmina wiejska Zgorzelec
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Zgorzelec
Geographische Lage: 51° 10′ N, 15° 0′ O51.1586115.00817Koordinaten: 51° 9′ 31″ N, 15° 0′ 29″ O
Einwohner: -
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 59-900 bis 59-902
Kfz-Kennzeichen: DZG
Wirtschaft und Verkehr
Straße: A4: Dresden–Breslau
Droga krajowa 30: Zgorzelec–Jelenia Góra
Schienenweg: Görlitz–Węgliniec
Zgorzelec–Wałbrzych
Nächster int. Flughafen: Flughafen Dresden
Nikolaus-Kopernikus-Flughafen Breslau
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 22 Ortschaften
Fläche: 136,28 km²
Einwohner: 8362
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0225072
Verwaltung
Gemeindevorsteher: Kazimierz Janik
Adresse: ul. Kościuszki 70
59-900 Zgorzelec
Webpräsenz: www.gmina.zgorzelec.pl

Die Gmina wiejska Zgorzelec (deutsch: Landgemeinde Zgorzelec) ist eine Landgemeinde in der polnischen Oberlausitz in der Woiwodschaft Niederschlesien. Der Gemeinde gehören 22 Orte an. Sie hat ihren Sitz in der Stadt Zgorzelec, die ihr als eigenständige Stadtgemeinde nicht angehört. Die Gmina Zgorzelec ist Mitglied der Euroregion Neiße.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Landgemeinde Zgorzelec liegt im polnischen Teil der Oberlausitz, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu Polen gehört. Die Gemeinde grenzt im Westen an die Lausitzer Neiße, die zugleich die Staatsgrenze zu Deutschland bildet. Auch die Tschechische Republik grenzt im Süden an das Gemeindegebiet.

Neben der Neiße durchfließen zahlreiche kleinere Fluss- und Bachläufe das Gemeindegebiet. Zu den bekanntesten die Witka (Wittig), das Czerwona Woda und das Hennersdorfer Wasser sowie der Kesselbach. Alle Flussläufe münden in die Lausitzer Neiße. Im Süden der Gemeinde ist die Witka zu einem See angestaut – dem Niedów-Stausee, auch Witka-Stausee genannt. Der See dient der Kühlwasserversorgung des Kohlekraftwerks Turów.

Ausdehnung des Gemeindegebiets[Bearbeiten]

Die Gemeinde umfasst ein Territorium von 136,28 Quadratkilometern.[2] 71 % des Gemeindegebiets werden landwirtschaftlich genutzt, 16 % sind mit Wald bedeckt.[3] Die nördlichste Ortschaft ist Przesieczany (Hohkirch) nördlich der Autostrada 4. Die südlichste Ortschaft ist Kostrzyna (Trattlau). Sie liegt an der tschechischen Grenze. Am weitesten östlich befindet sich der Ort Sławnikowice (Kieslingswalde) südlich der Autostrada 4.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in folgende 22 Ortschaften:

  • Niedów (Nieda; 1937–45: Wolfsberg)
  • Osiek Łużycki (Wendisch Ossig; 1937–45: Warnsdorf)
  • Pokrzywnik (Stangenhain)
  • Przesieczany (Hohkirch)
  • Radomierzyce (Radmeritz) mit dem Stift Joachimstein
  • Ręczyn (Reutnitz)
  • Sławnikowice (Kieslingswalde)
  • Spytków (Wanscha)
  • Trójca (Troitschendorf)
  • Tylice (Thielitz)
  • Żarska Wieś (Sohr-Neundorf; 1937–45: Florsdorf)

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Landgemeinde umschließt im Westen die Stadt Zgorzelec. Weiterhin verläuft die übrige Westgrenze der Landgemeinde entlang der Lausitzer Neiße und ist zugleich Staatsgrenze zu Deutschland. Auf deutscher Seite liegen die Städte Görlitz und Ostritz. Im Norden schließt sich Gemeinde Pieńsk an. Im Osten grenzen die Gemeinde Siekierczyn des Powiat Lubański und im Südosten die Landgemeinde Sulików an. Die Gemeinden Bogatynia und Zawidów liegen an der südlichen Grenze. Im Südosten grenzt die Landgemeinde an den Okres Liberec in Tschechien.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde wurde 1975 im Zuge der Verwaltungsreform geschaffen und gehörte bis 1998 zur Woiwodschaft Jelenia Góra.[4][5]

Politik[Bearbeiten]

Wappen der Landgemeinde Zgorzelec

Der Verwaltungssitz der Gemeinde befindet sich im Norden von Zgorzelec an der Kreuzung Ulica Lubańska und Ulica Tadeusza Kościuszki.

Gemeindevorsteher[Bearbeiten]

Seit 1986 ist Kazimierz Janik der Gemeindevorsteher.[6]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 14 Mitgliedern und wurde zuletzt 2010 gewählt. Die Wahlperiode beträgt vier Jahre.[7]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde zeigt die goldene Gemeindefläche auf grünem Wappengrund. Das goldene Gemeindegebiet ist von den Flaggen der zwei angrenzenden Nachbarstaaten Deutschland und Tschechien sowie der polnischen Fahne umgeben. Am linken Rand des Wappens ist senkrecht der Name ZGORZELEC und waagerecht das Wort GMINA zu lesen. Beide Worte teilen sich den gemeinsamen Buchstaben G.

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Die PKS Zgorzelec betreibt mehrere Überlandbuslinien im Gemeindegebiet. Die meisten Linien beginnen und enden am Busbahnhof der Stadt Zgorzelec.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde durchkreuzen mehrere Bahnstrecken. Personenbahnhöfe gibt es an der Bahnstrecke Węgliniec–Görlitz in Jędrzychowice und wiederum an der Bahnstrecke Zgorzelec–Wałbrzych in Jerzmanki. In Jędrzychowice besteht Anschluss an Regionalzüge in Richtung Węgliniec und weiter nach Legnica sowie Breslau. Am Bahnhof Jerzmanki halten Regionalzüge mit Ziel Jelenia Góra über Lubań. Die Regionalzüge in den Gegenrichtungen enden in der Regel in Zgorzelec.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Die Autostrada 4 von Dresden nach Breslau führt durch den Nordteil der Gemeinde. Die Autobahnabfahrt Zgorzelec ist die erste Abfahrt östlich des Grenzübergangs Ludwigsdorf/Jędrzychowice und zugleich die einzige Abfahrt im Gemeindegebiet. Sie liegt zwischen dem nordöstlichen Gewerbegebiet von Zgorzelec und Jędrzychowice auf dem Gebiet der Landgemeinde.

Von der Autobahnabfahrt führt die Droga krajowa 94 in Richtung Nordosten weitgehend parallel zur Autostrada 4 und die Droga krajowa 30 in Richtung Osten nach Lubań. Die Straßen in Richtung Norden und Süden haben den Status einer Droga wojewódzka (DW). Nach Norden führt die DW 351 nach Pieńsk. Nach Süden führen die DW 352 nach Bogatynia und die DW 355 nach Zawidów.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. Juli 2014.
  2. Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ – STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2010 (WebCite)
  3. regioset.pl (pl/en)
  4. gmina.zgorzelec.pl: Historia gminy (polnisch). Abgerufen am 3. August 2012.
  5. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF; 802 kB)
  6. gmina.zgorzelec.pl: Notka biograficzna (polnisch). Abgerufen am 3. August 2012.
  7. bip.gmina.zgorzelec.pl: Rada Gminy Zgorzelec (polnisch). Abgerufen am 3. August 2012.