Gods and Monsters

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Filmdaten
Deutscher Titel Gods and Monsters
Originaltitel Gods and Monsters
Produktionsland USA, UK
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1998
Länge ca. 105 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Bill Condon
Drehbuch Bill Condon
Produktion Paul Colichman,
Gregg Fienberg,
Mark R. Harris
Musik Carter Burwell
Kamera Stephen M. Katz
Schnitt Virginia Katz
Besetzung

Gods and Monsters ist ein Kinofilm aus dem Jahr 1998. Er thematisiert die letzte Lebensphase des Regisseurs James Whale, welcher mit den Filmen Frankenstein und Frankensteins Braut Weltruhm erlangte. Das Drehbuch basiert auf dem Roman „Father of Frankenstein“ von Christopher Bram. Die Rolle des James Whale wird von dem britischen Schauspieler Sir Ian McKellen verkörpert.

Handlung[Bearbeiten]

1957: Der britische Regisseur James Whale, welcher durch seine Filme Frankenstein und Frankensteins Braut berühmt wurde, lebt zurückgezogen von der sogenannten „feinen Gesellschaft“. Er erlebt Anfeindungen vor allem dadurch, dass er aus seiner Homosexualität nie ein Hehl gemacht hat. Ihm zur Seite steht nur seine Haushälterin Hanna. Seine Zeit verbringt er vor allem mit der Malerei. An dem Tag, als ein junger Reporter mit James Whale an dessen Swimmingpool ein Interview führt, zeigt sich Whales ironischer Witz. Er flirtet ganz offen mit seinem Gegenüber, was diesen zusätzlich verunsichert. Während des Interviews erleidet der Regisseur einen leichten Gehirnschlag. Nach diesem Gehirnschlag wird sich Whale der Tatsache immer mehr bewusst, dass sich sein Gesundheitszustand zunehmend verschlechtern wird. Sein Bewusstsein ist noch immer das alte, allerdings geraten seine Gedanken zeitweise außer Kontrolle. Er beginnt daraufhin, sein Ableben zu planen und regelrecht zu inszenieren.

Der neue Gärtner Clayton (Brendan Fraser), ein junger und gutaussehender Mann, erregt dabei die Aufmerksamkeit Whales. Aus seiner Sicht als Maler sieht er in ihm in erster Linie ein Modell, aber unterschwellig auch durchaus ein Objekt der Begierde. Er kommt zu dem Entschluss, dass er ihm bei seinem Ableben eine besondere Aufgabe zukommen lassen möchte. Im Laufe der Zeit kommt es zwischen dem Gärtner und dem Regisseur zu einer verständnisvollen Beziehung, welche allerdings Whales Plan von seinem Tod immer wieder vor neue unerwartete Probleme stellt.

Kritiken[Bearbeiten]

Flemming Schock schreibt auf filmspiegel.de: „"Gods and Monsters" erforscht auf feinsinnigste Weise die letzten Tage im Leben des "Frankenstein"-Regisseurs. Bill Condons facettenreiches Homophilendrama inszeniert bestechend hintergründig eine ungewöhnliche, fast psychoanalytische Generationenfreundschaft zwischen makabrer Aufführung und Vergangenheitstrauma. Ein wirkungsmächtiger Film.“

Jochen Schütze zieht im Kinomagazin Cinema das Fazit: „Tolle Psychostudie, kein großes Kino.“

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film beschäftigt sich hauptsächlich mit dem relativ kurzen Lebensabschnitt Whales kurz vor dem lange Zeit geheimnisumwitterten Freitod des Regisseurs am 29. Mai 1957. Es geht in dem Film aber nie darum, historische Ereignisse nachzustellen, so ist der Charakter des Gärtners Clayton Boone fiktional und ohne Bezug einer realen Person aus Whales Leben. Im Film wurden insgesamt fünf Original-Zeichnungen von James Whale als Dekorationen verwendet. Gedreht wurde der Film in weniger als einem Monat Drehzeit. Gods and Monsters erlebte seine internationale Premiere am 21. Januar 1998 auf dem Sundance Film Festival. Der Kinostart in den USA war im November 1998. In Deutschland und der Schweiz kam der Film erst im Mai 2000 in die Kinos.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film erhielt eine ganze Reihe von Nominierungen und Auszeichnungen, allen Voran die Darstellung von Ian McKellen wurde vielfach ausgezeichnet. So erhielt McKellen neben einer Oscar- und einer Golden Globe-Nominierung unter anderem die Silberne Muschel beim San Sebastián International Film Festival.

Oscarverleihung 1999[Bearbeiten]

  • Bestes adaptiertes Drehbuch
weitere Nominierungen
  • Bester Hauptdarsteller: Ian McKellen
  • Beste Nebendarstellerin: Lynn Redgrave

Golden Globes 1999[Bearbeiten]

  • Beste Nebendarstellerin: Lynn Redgrave
weitere Nominierungen
  • Bester Hauptdarsteller (Drama): Ian McKellen
  • Bester Film (Drama)

Chlotrudis Awards 1999[Bearbeiten]

  • Bester Hauptdarsteller: Ian McKellen
  • Bester Film
weitere Nominierungen
  • Beste Regie: Bill Condon
  • Bester Nebendarsteller: Brendan Fraser
  • Beste Nebendarstellerin: Lynn Redgrave

Literatur[Bearbeiten]

  • Christopher Bram: „Gods and Monsters“, Harper Perennial, August 2005 (engl. Neuauflage), ISBN 0060-7808-78

Weblinks[Bearbeiten]