Goldbeck (Unternehmen)

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Goldbeck GmbH
Goldbeck-Logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1969
Sitz Bielefeld, Deutschland
Leitung Jörg-Uwe Goldbeck
Jan-Hendrik Goldbeck
Uwe Brackmann
Uwe Kamann
Lars Luderer
Christian Schnieder
Mitarbeiter 3.235 (1. Juli 2012)
Umsatz 1,3 Mrd. EUR (2012/2013)[1]
Branche Bauunternehmen
Website www.goldbeck.de
Firmenhauptsitz in Bielefeld/NRW

Die Goldbeck Gruppe ist ein inhabergeführtes, europaweit tätiges Unternehmen im gewerblichen und kommunalen Hochbau und beschäftigt rund 3.300 Mitarbeiter.[2] Die dezentrale Standortverteilung besteht aus 38 Niederlassungen, sechs Werken und zwei System-Zentren in Deutschland, Tschechien, Polen, Großbritannien, Österreich, der Slowakei und der Schweiz.[3] Sie ist in Bezug auf die in Deutschland erbrachte Hochbauleistung das zweitgrößte Bauunternehmen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde am 1. September 1969 von Ortwin Goldbeck als Stahlbauunternehmen in Bielefeld-Ummeln gegründet. Das damals als "GOLDBECK Stahlbau KG"[4] firmierende Unternehmen gründete 1978 die erste Niederlassung in Langenhagen bei Hannover.

1980er Jahre[Bearbeiten]

In den 1980er Jahren begann der Aufbau des Niederlassungsnetzes mit den 1981 erfolgten Gründungen der Standorte Frankfurt/Main und Düsseldorf. Durch Entwicklungen in der Vorproduktion und Systematisierung wurden die Kompetenzen vom Stahlbau zum schlüsselfertigen Bauen weiterentwickelt. Im Jahr 1985 wurde eine weitere Niederlassung in Stuttgart eröffnet. Das Unternehmen firmierte zu dieser Zeit als "GOLDBECKBAU – Gebäude aus Stahl und Aluminium".[4]

1990er Jahre[Bearbeiten]

In den 1990er Jahren entwickelte das Unternehmen die Produktpalette vor allem im Dienstleistungsbereich weiter und gründet 1991 einen weiteren Produktionsstandort für Stahltragwerke, Aluminiumfassaden, Betonfertigteile und Fensterelemente in Treuen. Mitte der 1990er Jahre wurden die internationalen Aktivitäten ausgebaut. In Osteuropa wurde ein Betonfertigteilwerk im tschechischen Kutná Hora übernommen und 1996 Niederlassungen in Polen und Tschechien gegründet. 1997 zeichnete die Oskar-Patzelt-Stiftung das Unternehmen im Wettbewerb Großer Preis des Mittelstandes aus.

Seit 2000[Bearbeiten]

Das Wachstum der Gruppe konzentrierte sich über Deutschland hinaus auch auf Zentraleuropa, Großbritannien, Österreich und die Schweiz. Die Produktpalette wurde erweitert um die Bereiche Solar (2001), Bauen im Bestand und Public Private Partnership. In Hamm entstand 2009 ein neues Werk für Betonfertigteile. Zusätzlich wurde mit der Entwicklung von Energieeffizienz-Konzepten das firmeneigene Produktportfolio erweitert. 2007 fand in der Geschäftsleitung ein Generationswechsel statt: Ortwin Goldbeck übergab die Unternehmensführung an seine Söhne Jörg-Uwe und Jan-Hendrik Goldbeck. 2010 erhielt das Unternehmen von den Harvard Clubs of Germany den "Deutschen Unternehmerpreis" in der Kategorie Unternehmensnachfolge.[5] Im Jahr 2012 erfolgte der Zukauf eines Betonfertigteilwerks in Tovačov (Tschechien). Die Unternehmensgruppe firmiert unter „GOLDBECK GmbH“ und befindet sich in zweiter Generation im Familienbesitz.[4] Am 17. Juni 2013 wurde die Unternehmensgruppe als „Bauunternehmen des Jahres“[6] in der Kategorie Hochbau von der TU München und dem Fachmagazin tHIS ausgezeichnet.

Produkte und Dienstleistungen[Bearbeiten]

Hallen[Bearbeiten]

Zu den von der Unternehmensgruppe bisher realisierten Hallen zählen u.a. Logistikhallen, Produktionshallen, Hallen für den Handel und Sporthallen. Die flexiblen, systematisierten Elemente, aus denen diese zusammensetzt werden, ermöglichen schnelles und wirtschaftliches Bauen.[7]

Bürogebäude[Bearbeiten]

GOLDBECK entwirft, baut und betreut ebenfalls Bürogebäude. Diese haben einen starken Fokus auf flexible Raumlösungen, Energieeffizienz und weisen einen starken Nachhaltigkeits-Charakter auf.[8]

Parkhäuser[Bearbeiten]

Mit dem Produkt Parkhaus ist das Unternehmen Marktführer in Deutschland[9] und auch in vielen anderen Ländern äußerst erfolgreich. Je nach Standort realisiert das Unternehmen verschiedene Varianten der Verkehrsführung, setzt LED-Beleuchtungssysteme ein und schafft durch die Verwendung von Photovoltaik-Dachanlagen energieautarke Parkhäuser. Ein weiteres Merkmal ist auch hier die Vorfertigung, da die konvexen und konkaven Rampen in den Werken stets identisch ausgeführt werden.[10] Im Jahr 2012 wurde das 500. Parkhaus fertiggestellt.[4]

Solaranlagen[Bearbeiten]

Neben Freilandanlagen errichtet die Unternehmensgruppe auch Solaranlagen auf Dächern von Bürogebäuden, Produktionshallen, Parkhäusern oder Logistikimmobilien.[11]

Dienstleistungen[Bearbeiten]

Über das Baugeschehen hinaus werden auch Dienstleistungen, wie die Auswahl und Erschließung von Grundstücken, die Erstellung von Wirtschaftlichkeitskonzepten, in der Objektvermarktung und im Gebäudemanagement angeboten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anne Kitsch: Ein inneres Bild unserer zukünftigen Realität. Ortwin Goldbeck – Reflexionen über eine Unternehmenskultur. 2007, ISBN 978-3-923830-61-9.

Weblinks[Bearbeiten]

51.9639828.457456Koordinaten: 51° 57′ 50″ N, 8° 27′ 27″ O

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Unternehmenswebseite: Zahlen, Daten, Fakten. Abgerufen am 7. Oktober 2013.
  2. Lothar Schmalen: 1.000 Euro für jeden Mitarbeiter. Goldbeck legt Zahlen für 2012/13 vor / Belegschaft wächst weiter. In: Neue Westfälische, 7. September 2013, abgerufen am 7. Oktober 2013.
  3. Unternehmenswebseite: Standorte. Abgerufen am 7. Oktober 2013.
  4. a b c d Unternehmenswebseite: Historie. Abgerufen am 8. Oktober 2013.
  5. Preise des Havard Clubs of germany 2010 IN: Harvard Businessmanager, abgerufen 26. Januar 2014
  6. Bauunternehmen des Jahres. Abgerufen am 8. Oktober 2013.
  7. Unternehmenswebseite: Produktprospekt Halle (PDF; 3,7 MB) Abgerufen am 10. Oktober 2013.
  8. Unternehmenswebseite: Produktprospekt Bürogebäude (PDF; 7,2 MB) Abgerufen am 10. Oktober 2013.
  9. Heike Mann: Beim Parkhausbau ist Goldbeck Marktführer. In: Freie Presse, 6. September 2013, abgerufen am 10. Oktober 2013.
  10. Unternehmenswebseite: Produktprospekt Parkhaus (PDF; 3,1 MB) Abgerufen am 10. Oktober 2013.
  11. Unternehmenswebseite: Produktprospekt Solar Abgerufen am 10.Oktober 2013.