Bad Vigaun

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Dieser Artikel behandelt die österreichische Gemeinde, für den Ort in Slowenien siehe Begunje.
Bad Vigaun
Wappen von Bad Vigaun
Bad Vigaun (Österreich)
Bad Vigaun
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Hallein
Kfz-Kennzeichen: HA
Fläche: 17,57 km²
Koordinaten: 47° 40′ N, 13° 8′ O47.66666666666713.133333333333484Koordinaten: 47° 40′ 0″ N, 13° 8′ 0″ O
Höhe: 484 m ü. A.
Einwohner: 2.050 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 5424
Vorwahl: 06245
Gemeindekennziffer: 5 02 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Landstr. 28
5424 Bad Vigaun
Website: www.badvigaun.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Holztrattner (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(17 Mitglieder)
9
5
2
1
Von 17 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Bad Vigaun im Bezirk Hallein
Abtenau Adnet Annaberg-Lungötz Bad Vigaun Golling an der Salzach Hallein Krispl Kuchl Oberalm Puch bei Hallein Rußbach am Paß Gschütt Sankt Koloman Scheffau am TennengebirgeLage der Gemeinde Bad Vigaun im Bezirk Hallein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Am Dorfplatz, im Hintergrund die Pfarrkirche
Am Dorfplatz, im Hintergrund die Pfarrkirche
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Bad Vigaun ist eine Ortsgemeinde mit 2050 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Hallein im Salzburger Land in Österreich.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Tennengau, 15 km südlich von Salzburg im Salzburger Land zwischen Hagen- und Tennengebirge, Untersberg an der Ostabdachung der Osterhorngruppe (Salzburger Voralpen).

Der Schlenken gilt als Hausberg von Bad Vigaun, die Taugl bildet hier ein beliebtes Badegebiet.

Bad Vigaun liegt direkt an der Tauernbahn A 10 und ist durch eine eigene Haltestelle der Linie S3 (S-Bahn Salzburg) von der Landeshauptstadt aus Salzburg erreichbar. Bis Ende Mai 1923 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Golling, seit dem 1. Juni 1923 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Hallein.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Rengerberg (282)
  • Riedl (83)
  • Sankt Margarethen (288)
  • Vigaun (1353)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Rengerberg und Vigaun.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Hallein Adnet Krispl
Nachbargemeinden
Kuchl Sankt Koloman

Geschichte[Bearbeiten]

Vicone bzw. Figun war im Altertum ein römisches Großdorf in der Provinz Noricum. Im Mittelalter erfolgte die erste urkundliche Erwähnung im Jahr 748.

Name[Bearbeiten]

Mit Bescheid vom 11. Dezember 1978 hat die Salzburger Landesregierung die in der Katastralgemeinde Vigaun zu Tage tretende Barbaraquelle als Heilquelle anerkannt.[2] Seit 26. Juni 2002 lautet der Name der Gemeinde Bad Vigaun.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Schwarz, begleitet in der unteren Schildhälfte von drei (2, 1) goldenen Kugeln, das goldnimbierte und mit roter Inful bedeckte Haupt des Hl. Dionys“.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Fritz Holztrattner von der ÖVP.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

  • Marktgemeinde Stratzing nahe Krems in Niederösterreich

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bad Vigaun
  • Die Pfarrkirche Hl. Dionysius wurde von 1488 bis 1516 neu als spätgotische dreischiffige geostete Hallenkirche unter einem Satteldach mit einem Westturm erbaut und ist von einem Friedhof mit einer hohen Friedhofsmauer umgeben.[4]
  • Obersamhof-Kapelle mit Walmdach mit Figur Hl. Antonius vom Bildhauer Bernhard Prähauser aus 1970[4]
  • Das Kriegerdenkmal hat eine Figurengruppe des Bildhauers Jakob Adlhart aus 1953[4]
  • Die Filialkirche Hl. Margaretha im Kirchweiler St. Margarethen ist eine spätgotische einschiffige Kirche mit einer bemerkenswerten barocken Außenkanzel mit einem barocken Vordach.
  • Bruderloch - die zweitälteste christliche Kultstätte des Landes Salzburg
  • Gemeindegalerie Bad Vigaun
  • Heimatmuseum im Mesnerhäusl aus 1790
  • Naturbad Taugl
  • Teufelsbrücke/Römerbrücke als Rundbogenbrücke aus Nagelfluh-Quadern aus 1613 über den Bach Taugl siehe Denkmalliste von Kuchl
  • Schlenken-Durchgangshöhle

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bedeutendster Wirtschaftsfaktor am Ort ist das Medizinische Zentrum Bad Vigaun mit Privatklinik und der Heiltherme (Schwefelbäder), die die Gemeinde zum Kurort machen.

Volkskultur & Vereine[Bearbeiten]

In Bad Vigaun haben es sich viele Vereine zum Ziel gesetzt die Brauchtüme des Landes Salzburg zu erhalten, wie der Krippenbauverein Bad Vigaun, die Festschützen (Saubuam , Böllaschützn), die Trachtenmusikkapelle Vigaun als Musiblaser und der Trachtenverein d'Schmittenstoana als Schuhplattler.

Sport[Bearbeiten]

Die Tennengauer Gemeinde besaß von 1948 bis 1963 mit dem SK Vigaun einen eigenen Fußballverein. Nach dessen Abwanderung nach Hallein wurde erst im Jahr 2000 mit dem UFC Bad Vigaun ein neuer Verein gegründet. Der UFC Bad Vigaun spielt in der Saison 2007/08 um den Aufstieg der 2. Klasse Nord B.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Neureiter (Red.), Kurt Conrad (u.a.): Vigaun – von Natur, Kultur und Kur. Gemeinde Vigaun (Hrsg.), Vigaun 1990, OBV.
  • Franz Ortner, Reinhard Weidl (Red.): Die Kirchen von Vigaun. Bezirk Hallein, Erzdiözese Salzburg. Christliche Kunststätten Österreichs, Band 250, ZDB-ID 2182605-5. Erste Auflage. Verlag St. Peter, Salzburg 1995, OBV.
  • Raimund Egger (Hrsg.), Michael Neureiter (Fotogr.): Bad Vigaun. Kurzführer Klein- & Flurdenkmäler. Gemeinde Bad Vigaun, Bad Vigaun 2008, OBV.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Vigaun – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Vigaun – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Sbg LGBl 1979/20. In: Landesgesetzblatt für das Land Salzburg, Jahrgang 1979, S. 16. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/lgs.
  3. Sbg LGBl 2002/58.
  4. a b c Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Salzburg 1986, Vigaun, Pfarrkirche hl. Dionysius, Obersamhof-Kapelle, Kriegerdenkmal, Bauernhöfe, Teufelsbrücke, S. 467-469.