Werfen

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Dieser Artikel befasst sich mit dem österreichischen Ort. Siehe auch Werfen (Begriffsklärung).
Werfen
Wappen von Werfen
Werfen (Österreich)
Werfen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: St. Johann im Pongau
Kfz-Kennzeichen: JO
Fläche: 153,26 km²
Koordinaten: 47° 29′ N, 13° 11′ O47.47513.188888888889548Koordinaten: 47° 28′ 30″ N, 13° 11′ 20″ O
Höhe: 548 m ü. A.
Einwohner: 3.003 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 20 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5450
Vorwahl: 06468
Gemeindekennziffer: 5 04 24
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 24
5450 Werfen
Website: www.gemeindewerfen.at
Politik
Bürgermeister: Hannes Weitgasser (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(19 Mitglieder)
ÖVP 9, SPÖ 7, FPÖ 3
Lage der Marktgemeinde Werfen im Bezirk St. Johann im Pongau
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Werfen von der Burg Hohenwerfen
Werfen von der Burg Hohenwerfen
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Die Marktgemeinde Werfen mit 3003 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) liegt im Pongau, etwa 40 km südlich von Salzburg in Österreich.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Pongau im Salzburger Land zwischen Tennen-, Hagengebirge und Hochkönig im Salzachtal. Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Werfen, seit 2003 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Sankt Johann im Pongau.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die größte Eishöhle der Welt, die Eisriesenwelt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Imlau (183)
  • Reitsam (184)
  • Scharten (80)
  • Sulzau (978)
  • Werfen (1493)
  • Wimm (104)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Reitsam, Scharten, Sulzau, Werfen Markt und Wimm.

Geschichte[Bearbeiten]

Werfen ist einer der ältesten Märkte im Salzburger Land. Er wurde zwischen 1190 und 1242 gegründet. Werfen war Sitz eines salzburgischen Pfleggerichtes. Während der Bauernkriege 1525/26 wurde Werfen kampflos von den Aufständischen eingenommen. 1731/32 kam es zu einer großen Protestantenvertreibung: Auf Grund ihrer Zugehörigkeit zum protestantischen Glauben wurden 20.000 Menschen per Dekret des Fürstbischofs des Landes verwiesen (Salzburger Exulanten). König Friedrich Wilhelm I. von Preußen wies den Flüchtigen in Ostpreußen neues Land zu. Am 25. Juli 1928 wurde nach nur einjähriger Bauzeit auf dem 1630 m hohen Rettenbachriedel zum Gedenken an die Vorfahren die Ostpreußenhütte eingeweiht. [2]

Nach Auflösung des geistlichen Fürstentums Salzburg kam Werfen mit dem größten Teil des salzburgischen Gebiets 1816 zu Österreich. 1939 wurde der Ort Konkordiahütte in Tenneck umbenannt. Der Ortsteil Tenneck wurde vom Eisenwerk Sulzau/Werfen sehr stark geprägt.

Werfen liegt unterhalb der Burg Hohenwerfen, die als Burg der Salzburger Erzbischöfe auf das 11. Jahrhundert zurückgeht. Die Festung Hohenwerfen wurde 1931 durch einen Großbrand teilweise zerstört, dann wieder aufgebaut und am 6. August 1938 der NSDAP übergeben, um unter Landrat Karl Springenschmied zur Gauschulungsburg umgewandelt zu werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie bis 1987 von der österreichischen Bundesgendarmerie als Ausbildungsstätte genützt.

Heute ist Werfen ein bekannter Sommertourismusort.

Politik[Bearbeiten]

9
7
3
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Bürgermeister ist Hannes Weitgasser (ÖVP).

Wappen[Bearbeiten]

Wappen at werfen.png

Das Wappen der Gemeinde ist beschrieben:

Im geteilten Schild oben in Gold die wachsende vorwärtsgekehrte Gestalt eines Pilgers mit rotem Kleide, schwarzem Mantel und ebensolchem barettartigem Hut, in der Rechten einen Pilgerstab haltend, die Linke in die Seite gestützt, unten in Blau ein aufrechter rechtsgewendeter schwarzer Hund.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Werfen, Kirchturm
Werfen, eine Straße
Häuser in Werfen
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Werfen

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter:

  • Josef Struber (* 13. Februar 1773 in Stegenwald/Werfen; † 19. Juli 1845), Schützenhauptmann (später Major) und Gastwirt in Stegenwald; verteidigte 1809 erfolgreich den Pass Lueg gegen die französisch-bayrischen Truppen Napoleons
  • Ferdinand Sauter (* 1804 in Werfen † 1854 in Hernals b. Wien), Dichter und Sohn des erzbischöflichen Pflegers von Werfen
  • Cyriak Schwaighofer (* 7. April 1950 in Werfen), Politiker

Personen mit Beziehung zur Gemeinde:

Sonstiges[Bearbeiten]

Nach dem Ort Werfen ist die Gesteinsformation der Werfener Schichten benannt.

Am 29. September 2006 fand in Werfen die Angelobung von über 500 Grundwehrdienern des Österreichischen Bundesheeres statt. Dies war der ET 09-06 sowie, erstmals gleichzeitig, die Angelobung von 9 Schützen der Salzburger Schützengilde.

Am 1. August 2009 wurde an der Salzach bei Werfen ein weiteres Laufwasserkraftwerk der Salzburg AG mit einer jährlichen Gesamterzeugung von 76,5 Mio. kWh eröffnet. Der Bau dauerte 3 Jahre und kostete ca. 63,5 Mio. Euro.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Werfen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. http://www.alponline.com/Wandern/Ostpreussenhuette-Salzburger-L/ostpreussenhuette-salzburger-l.htm