Werfen
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| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Salzburg | |
| Politischer Bezirk: | St. Johann im Pongau (JO) | |
| Fläche: | 154 km² | |
| Koordinaten: | 47° 29′ N, 13° 11′ OKoordinaten: 47° 28′ 30″ N, 13° 11′ 20″ O | |
| Höhe: | 548 m ü. A. | |
| Einwohner: | 3085 (15. Mai 2001) | |
| Bevölkerungsdichte: | 20 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 5450 | |
| Vorwahl: | 06468 | |
| Gemeindekennziffer: | 50 424 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Markt 24 5450 Werfen |
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| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Franz Meißl (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2004) (19 Mitglieder) |
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Werfen vom Schloß Hohenwerfen |
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Ein Bauernhaus in Werfen |
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Die Marktgemeinde Werfen liegt etwa 40 km südlich von Salzburg in Österreich. Sie hat ca. 3.100 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Gemeinde liegt im Pongau im Salzburger Land zwischen Tennen-, Hagengebirge und Hochkönig im Salzachtal.
Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die größte Eishöhle der Welt, die Eisriesenwelt.
Zum 154 km² umfassenden Gemeindegebiet von Werfen gehören auch die Ortschaften Tenneck (mit Blühnbach) und Imlau sowie Reitsam, Scharten, Sulzau, und Wimm.
[Bearbeiten] Geschichte
Werfen ist einer der ältesten Märkte im Salzburger Land. Er wurde zwischen 1190 und 1242 gegründet. Werfen war Sitz eines salzburgischen Pfleggerichtes. Während der Bauernkriege 1525/26 wurde Werfen kampflos von den Aufständischen eingenommen. 1731/32 kam es zu einer großen Protestantenvertreibung. Auf Grund ihrer Zugehörigkeit zum protestantischen Glauben wurden 20.000 per Dekret des Fürstbischofs des Landes verwiesen. König Friedrich Wilhelm I. von Preußen wies den Flüchtigen in Ostpreußen neues Land zu. Am 25. Juli 1928 wurde nach nur einjähriger Bauzeit auf dem 1630 m hohen Rettenbachriedel zum Gedenken an die Vorfahren die Ostpreußenhütte eingeweiht. [1]
Nach Auflösung des geistlichen Fürstentums Salzburg kam Werfen mit dem größten Teil des salzburgischen Gebiets 1816 zu Österreich. 1939 wurde der Ort Konkordiahütte in „Tenneck“ umbenannt. Der Ortsteil Tenneck wurde vom Eisenwerk Sulzau Werfen sehr stark geprägt.
Werfen liegt unterhalb der Burg Hohenwerfen, die als Burg der Salzburger Erzbischöfe auf das 11. Jahrhundert zurück geht. Die Festung Hohenwerfen wurde 1931 durch einen Großbrand teilweise zerstört, dann wieder aufgebaut und am 6. August 1938 der NSDAP übergeben, um unter Landrat Karl Springenschmied zur Gauschulungsburg umgewandelt zu werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie bis 1987 von der österreichischen Bundesgendarmerie als Ausbildungsstätte genützt.
Heute ist Werfen ein bekannter Sommertourismusort.
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen der Gemeinde ist: „Im geteilten Schild oben in Gold die wachsende vorwärtsgekehrte Gestalt eines Pilgers mit rotem Kleide, schwarzem Mantel und ebensolchem barettartigem Hut, in der Rechten einen Pilgerstab haltend, die Linke in die Seite gestützt, unten in Blau ein aufrechter rechtsgewendeter schwarzer Hund.“
[Bearbeiten] Politik
Bürgermeister (2005) ist Franz Meißl (SPÖ)
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Eisriesenwelt: die größte Eishöhle weltweit und die bekannteste Sehenswürdigkeit von Werfen
- Festung Hohenwerfen
- Pfarrkirche „Zum hl. Apostel Jakobus d. Älteren“: erbaut von 1652-1657
- Kapuzinerkirche „Mariahilf“
- Brennhof: mit einzigartigem Laubengang, wurde als Sitz von Erzbischof Johann Franz Graf Khuen von Belasi genutzt
- ehemaliges Bezirksgericht: das ehemalige Pfleggerichtsgebäude ist ein Bau aus dem 15. Jahrhundert, der 1531 unter Kardinal Matthäus Lang grundlegend aus- und umgebaut wurde. Die historischen Kuenburggewölbe werden als Veranstaltungsräume genutzt.
- In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden hier berühmte Filme wie Agenten sterben einsam oder Teile von The Sound of Music gedreht. Auch weniger bekannte Filme wie Kinderarzt Dr. Fröhlich mit Roy Black oder Frankensteins Tante wurden hier produziert.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde:
- Josef Struber (*13. Februar 1773 Stegenwald/Werfen - 19. Juli 1845) Schützenhauptmann (später Major) und Gastwirt in Stegenwald; verteidigte 1809 erfolgreich den Pass Lueg gegen die französisch-bayrischen Truppen Napoleons
- Ferdinand Sauter (*1804 Werfen-1854 Wien - Hernals) Dichter und Sohn des erzbischöflichen Pflegers von Werfen
- Cyriak Schwaighofer (*7. April 1950 Werfen), Politiker
Personen mit Beziehung zur Stadt:
- Albert Hochleitner (*30. Januar 1893 Blühnbach - 8. Mai 1964 Wien), ehem. Landeshauptmann von Salzburg
[Bearbeiten] Sonstiges
Nach dem ort Werfen ist die Gesteinsformation der Werfener Schichten benannt.
Am 29. September 2006 fand in Werfen die Angelobung von über 500 Grundwehrdienern des Österreichischen Bundesheeres statt. Dies war der ET 09-06 sowie, erstmals gleichzeitig, die Angelobung von 9 Schützen der Salzburger Schützengilde.
Seit Oktober 2006 wird an der Salzach bei Werfen ein weiteres Flußkraftwerk der Salzburg AG mit einer Jahresleistung von 76,5 Mio. kWh errichtet. Der Bau wird schätzungsweise 63,5 Mio. Euro kosten und 2 Jahre dauern.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://www.alponline.com/Wandern/Ostpreussenhuette-Salzburger-L/ostpreussenhuette-salzburger-l.htm
[Bearbeiten] Weblinks
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