Groß Rosenburg

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51.91555555555611.88638888888951Koordinaten: 51° 54′ 56″ N, 11° 53′ 11″ O

Groß Rosenburg
Stadt Barby
Wappen von Groß Rosenburg
Höhe: 51 m ü. NN
Fläche: 25,91 km²
Einwohner: 1680 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39240
Vorwahl: 039294
Breitenhagen Glinde Gnadau Groß Rosenburg Lödderitz Pömmelte Sachsendorf Tornitz Wespen Zuchau Barby SalzlandkreisKarte
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Lage von Groß Rosenburg in Barby

Groß Rosenburg ist ein Ortsteil der Stadt Barby im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten]

Groß Rosenburg liegt an einer Flussschlinge der Saale, unmittelbar vor deren Mündung in die Elbe. Das im Biosphärenreservat Mittelelbe gelegene Groß Rosenburg ist ca. 10 km von Calbe (Saale) und ca. 13 km von Aken (Elbe) entfernt.

Zur ehemaligen Gemeinde Groß Rosenburg gehörte der Ortsteil Klein Rosenburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der vermutlich ursprünglich slawisch besiedelte Ort taucht im Jahr 839 als Rosburg in einem Schriftstück auf. Zur Burg (heute Ruine), die bereits im 5. Jahrhundert bezeugt ist, gehörte ein großer Wirtschaftshof. Dieser königlicher Hof kam 965 als Schenkung Ottos I. an das Magdeburger Mauritiuskloster (Vorgängerbau des Magdeburger Domes). Rosburg wurde bereits 993 als Civitas bezeichnet.

Als Lehen gehörte der Ort mit dem Amt Rosenburg von 1136–1270 den Grafen von Querfurt und um 1300 als Afterlehen den Grafen von Barby aus dem Hause der Grafen von Arnstein und wurde somit Teil der Grafschaft Barby. Unter Graf Wolfgang I. von Barby wurde im Jahr 1540 die Reformation eingeführt.

Nach dem Aussterben der Grafen von Barby im Jahr 1659 kam es zur Teilung der Grafschaft Barby. Der Ort fiel als Teil des Amts Rosenburg als früheres Lehen des Erzstifts Magdeburg an das zu Brandenburg gehörige Erzstift Magdeburg (Holzkreis). Seit 1815 gehörte der Ort zum Landkreis Calbe a./S. in der preußischen Provinz Sachsen. Nach 1945 gehörte Groß Rosenburg zum Land Sachsen-Anhalt. Nach Auflösung der Länder in der DDR gehörte er ab 1952 zum Bezirk Magdeburg und seit 1990 wieder zum Land Sachsen-Anhalt.

Östlich von Groß Rosenburg liegt das Naturschutzgebiet Steckby-Lödderitzer Forst – eines der Kerngebiete des Biosphärenreservates, das bereits 1979 von der UNESCO als solches ausgewiesen wurde. In diesem Gebiet wird die Natur sich selbst überlassen – der ständige Wechsel von Hoch- und Niedrigwasser hat hier eine in Mitteleuropa einmalige Auwald-Landschaft mit Refugien für bedrohte Pflanzen- und Tierarten geschaffen.

Groß Rosenburg wird von Landwirtschaft, sanftem Tourismus sowie kleinen und mittleren Gewerbebetrieben geprägt.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Groß Rosenburg, Breitenhagen, Glinde, Lödderitz, Pömmelte, Sachsendorf, Tornitz, Wespen und Zuchau sowie die Stadt Barby (Elbe) zur neuen Stadt Barby zusammen.[1] Gleichzeitig wurde die Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Saale, zu der Groß Rosenburg gehörte, aufgelöst.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 5. Oktober 1937 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.

Blasonierung: „In Silber ein grüner Rosenstrauch mit fünf roten natürlichen Rosen wachsend über einer roten Zinnenmauer im Schildfuße.“

Das redende Bild des Rosenstrauches stand in den bisherigen Gemeindesiegeln.

Das Wappen wurde von dem Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Gierseilfähre Groß Rosenburg

Von Groß Rosenburg im Elbe-Saale-Winkel bestehen Straßenverbindungen nach Calbe (Saale), Dessau und Köthen (Anhalt). Eine Gierseilfähre über die Saale verbindet Groß Rosenburg mit Barby (Elbe), eine weitere Gierseilfähre in der Nachbargemeinde Breitenhagen mit der Stadt Zerbst/Anhalt. Der nächste Bahnhof befindet sich im fünf Kilometer entfernten Sachsendorf (Bahnstrecke Magdeburg–Leipzig).

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Dorfkirche Groß Rosenburg

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Groß Rosenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien