Großriedenthal

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Großriedenthal
Wappen von Großriedenthal
Großriedenthal (Österreich)
Großriedenthal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Tulln
Kfz-Kennzeichen: TU
Fläche: 18,75 km²
Koordinaten: 48° 29′ N, 15° 52′ O48.48333333333315.866666666667277Koordinaten: 48° 29′ 0″ N, 15° 52′ 0″ O
Höhe: 277 m ü. A.
Einwohner: 941 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 50 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3470, 3471
Vorwahl: 02279
Gemeindekennziffer: 3 21 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Großriedenthal 23
3471 Großriedenthal
Website: www.grossriedenthal.at
Politik
Bürgermeister: Franz Geier (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
12 ÖVP, 3 SPÖ
Lage der Gemeinde Großriedenthal im Bezirk Tulln
Absdorf Atzenbrugg Fels am Wagram Grafenwörth Großriedenthal Großweikersdorf Judenau-Baumgarten Kirchberg am Wagram Königsbrunn am Wagram Königstetten Langenrohr Michelhausen Muckendorf-Wipfing Sieghartskirchen Sitzenberg-Reidling St. Andrä-Wördern Tulbing Tulln an der Donau Würmla Zeiselmauer-Wolfpassing Zwentendorf an der Donau NiederösterreichLage der Gemeinde Großriedenthal im Bezirk Tulln (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Großriedenthal ist eine Gemeinde mit 941 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Tulln in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Großriedenthal liegt nördlich der Donau am markanten Höhenzug des Wagram rund acht Straßenkilometer nördlich von Kirchberg am Wagram. Die Fläche der Gemeinde umfasst 18,83 Quadratkilometer. 3,42 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Großriedenthal (426)
  • Neudegg (200)
  • Ottenthal (315)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Großriedenthal, Neudegg und Ottenthal.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname tauchte erstmals im Jahr 1110 in einer urkundlichen Erwähnung in Passau auf. Riedenthal bedeutete einst eine gerodete Stelle im Tal, später das Tal der guten Weinriede.

Das Gut Riedenthal befand sich im Besitz der gleichnamigen Adelsfamilie, deren Burg sich wahrscheinlich auf dem im Norden der Gemeinde gelegenen Hausberg befand. Im Jahr 1285 wurde erstmals eine Holzburg auf dem Hausberg erwähnt. Auf diesem befinden sich heute noch Erdställe.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 984 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 998 Einwohner, 1981 998 und im Jahr 1971 1.043 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist Franz Geier, Amtsleiter Josef Beer.

Im Gemeinderat gibt es bei insgesamt 15 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 12, SPÖ 3, andere keine Sitze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Großriedenthal

Museum der einfachen Dinge[Bearbeiten]

In einem renaissancezeitlichen Ritteranwesen, das im 17. Jahrhundert zu einer Großbauernwirtschaft umgewandelt wurde, ist das „Museum der einfachen Dinge“ untergebracht. Ausgestellt sind Haus- und Arbeitsgeräte aus dem bäuerlichen Alltag früherer Zeiten sowie Kleidung und Möbel. Das Museum nimmt jährlich beim „Lössfrühling am Wagram“ sowie bei der „Langen Nacht der Museen“ teil.[2][3]

Hausberg[Bearbeiten]

Der Hausberg ist ein etwa in den Jahren 1000 bis 1300 aufgeschütteter Kegelstumpf als Unterbau eines befestigten Hauses, das als Zufluchtstätte und Schutz gegen feindliche Überfälle diente. Der geschmeidige Löss eignete sich gut für die riesigen Erdarbeiten, für Berg, Graben und Wall. Dieses Haus besaß ein Brückentor beim Wächterhaus. Dahinter gab es einen breiten Formierungsraum für die Wehrknechte und ein festes Holzhaus mit einem Turm für den Ausguck und die Verteidigung.

Vom Gipfel blickt man über die angrenzenden Orte und bei guter Sichtweite reicht die Sicht bis über die Donau zum Kraftwerk Dürnrohr.

Sport[Bearbeiten]

  • USV Großriedenthal
  • Tennisverein Großriedenthal

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Denkmalgeschützte Scheune am Hintausweg

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 23, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 148. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 473. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 49,18 Prozent.

Literatur[Bearbeiten]

  • Elfriede Burger, Friedrich Burger: Religiöse Kleindenkmäler der Großgemeinde Großriedenthal und die Heiligen in Legende und Historie. Heimatkundlicher Arbeitskreis für die Stadt und den Bezirk Tulln, Tulln 1996.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Johann Werfring: Muskelwaschmaschine im Bauern-Panoptikum In: „Wiener Zeitung“ vom 26. Juni 2014, Beilage „ProgrammPunkte“, S. 7.
  3. Katalogseite im Booklet zur Langen Nacht der Museen 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großriedenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien