Guérande

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Guérande
Wappen von Guérande
Guérande (Frankreich)
Guérande
Region Pays de la Loire
Département Loire-Atlantique
Arrondissement Saint-Nazaire
Kanton Guérande
Koordinaten 47° 20′ N, 2° 26′ W47.328055555556-2.429166666666750Koordinaten: 47° 20′ N, 2° 26′ W
Höhe 0–60 m
Fläche 81,44 km²
Einwohner 15.693 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 193 Einw./km²
Postleitzahl 44350
INSEE-Code
Website www.mairie-guerande.fr

Die französische Gemeinde Guérande (Gwenrann auf bretonisch) befindet sich im Département Loire-Atlantique in der Region Pays de la Loire. Guérande, das für seinen mittelalterlichen, historischen Stadtkern bekannt ist, befindet sich auf der gleichnamigen Halbinsel, die an den Atlantischen Ozean grenzt, und ist Teil der historischen Bretagne.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Guérande mit 15.693 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) besteht aus 32 Dörfern und 72 Weilern. Ihre Ausdehnung beträgt 8144 ha. Davon sind 300 ha bewaldet, die Salzfelder nehmen etwa 2000 ha ein. 16 ha der Fläche werden von Wasser (Teiche und Kanäle) bedeckt. Diese gehören teilweise zum Regionalen Naturpark Brière (französisch :Parc naturel régional de Brière).

Geschichte[Bearbeiten]

Gwen/guen bedeutet auf bretonisch „weiß“[1].

Der Reichtum des mittelalterlichen Guérande war in den Salzfeldern der Halbinsel Guérande begründet. Bis heute wird in den Salzgärten zwischen Guérande und Atlantikküste Salz gewonnen. Das Fleur de Sel ist das Meersalz, das an heißen Tagen als dünne Schicht an der Wasseroberfläche ausfällt und abgeschöpft wird; das Salz, das aus den Teichen gewonnen wird, ist unreiner und billiger.

Die Besiedlung der Halbinsel Guérande reicht bis in das Neolithikum zurück, wovon noch heute vorhandene Megalithen zeugen. Die Bedeutung der Stadt beginnt jedoch erst im Mittelalter. Um das Jahr 848 wurde die Stadt zeitweiliger Bischofssitz. Nach 1343 wurde damit begonnen, die Stadt massiv zu befestigen. Die Arbeiten daran zogen sich über ein Jahrhundert hin. Erst im Jahr 1488 wurde die Stadtmauer durch Francois II., Herzog der Bretagne und Vater von Anne de Bretagne, eingeweiht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Stadtmauer aus dem 14. und 15. Jahrhundert

Die Stadtmauer erstreckt sich über eine Länge von 1.434 Meter und weist vier Tore auf (St. Michel im Osten, Vannetaise im Norden, Bizienne im Westen und de Saillé im Süden).

  • Die Stiftskirche Saint-Aubin

Die Kirche entstand zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert und ist seit 1853 klassifiziert als Monument historique.

  • Musée du Pays de Guérande

Das Museum befindet sich im St. Michel, dem Haupttor zum mittelalterlichen Stadtkern, einem Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert. Auf drei Etagen wird regionale und lokale Geschichte gezeigt.

  • Das Salz von Guérande

Das „Weiße Gold“ (Meersalz) wird in den Salzgärten, den marais salants, gewonnen. In dem südlich von Guérande gelegenen kleinen Ort Batz-sur-Mer an der Atlantikküste werden im Musée des Marais Salants Geschichte und Technik der Salzgewinnung dargestellt.

Galerie[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1962/63 besteht zwischen Guérande und der mittelfränkischen Stadt Dinkelsbühl in Bayern eine Städtepartnerschaft. Die Kontakte gehen auf die 1950er Jahre zurück. Weiterhin bestehen Partnerschaften mit Dolgellau in Wales und Castro Marim in der Algarve (Portugal)

Film[Bearbeiten]

  • Barfuß im Salz - Die Salzbauern der Bretagne. Dokumentarfilm, Deutschland, 2001, 43 Min., Buch und Regie: Birgit Köster und Heidrun Seeger, Produktion: Schnittstelle, WDR, Inhaltsangabe und online-Video.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Guérande – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. William B. S. Smith: De la Toponymie Bretonne. Dictionnaire Étymologique. Language Monograph No. 20, Linguistic Society of America, Baltimore 1940, S. 59