Gudiberg

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Gudiberg
Garmisch-Partenkirchen - Grosse Olympiaschanze.jpg

Ort: Garmisch-Partenkirchen
DeutschlandDeutschland Deutschland
Berg: Gudiberg
Slalom
Start: 960 Meter
Ziel: 750 Meter
Höhenunterschied: 210 Meter

Der Gudiberg ist ein Berg in Garmisch-Partenkirchen in Deutschland. Er liegt südlich des Ortszentrums von Partenkirchen und östlich der Partnach.

Bedeutung im Wintersport[Bearbeiten]

Bekannt ist der Gudiberg vor allem für die gleichnamige Skipiste, die als Schauplatz von Slaloms im alpinen Skisport dient. Die Große Olympiaschanze, auf der jährlich das Neujahrsspringen im Rahmen der Vierschanzentournee der Skispringer stattfindet, liegt ebenfalls am Gudiberg, und zwar direkt neben der Skipiste.

Schon bei den Olympischen Winterspielen 1936, bei denen erstmals alpine Skiwettbewerbe ausgetragen wurden, fanden die Slaloms der Damen und der Herren am Gudiberg statt. Christl Cranz und Franz Pfnür, die ersten alpinen Olympiasieger, verdankten ihre Goldmedaillen vor allem ihren Siegen im Slalom – gewertet wurde 1936 ausschließlich die aus Slalom und Abfahrtslauf bestehende Kombination.

Seit 1954 ist Garmisch-Partenkirchen Veranstaltungsort der traditionellen Arlberg-Kandahar-Rennen. Erstmals im Rahmen des Alpinen Skiweltcups kam der Gudiberg 1974 für einen Slalom der Herren zum Einsatz, den Christian Neureuther gewann. Bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 1978 wurden Lea Sölkner und Ingemar Stenmark auf dem Gudiberg Weltmeister im Slalom.

2007 wurde nach Umbauarbeiten die Strecke des Slaloms verlängert und in das Zielstadion der Skisprungschanze umgeleitet. 2010 fanden die Slaloms des Weltcupfinales auf dem Gudiberg statt. Für die Weltmeisterschaften 2011 wurde eine eigene, provisorische Zuschauertribüne knapp oberhalb des Sprungstadions errichtet. Im Gegenzug wurde der Start um zehn Meter nach oben verlegt. Die Goldmedaillen im Slalom gewannen Marlies Schild und Jean-Baptiste Grange.

Der Gudiberg war wie die Kandahar-Abfahrt Garmisch Bestandteil der gescheiterten Münchner Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018.

Siegerlisten Weltcup[Bearbeiten]

Herren[Bearbeiten]

Jahr Sieger
2010 DeutschlandDeutschland Felix Neureuther
2009 ItalienItalien Manfred Mölgg
2008 OsterreichÖsterreich Reinfried Herbst
2007 OsterreichÖsterreich Mario Matt
1995 ItalienItalien Alberto Tomba
1994 ItalienItalien Alberto Tomba
1993 ItalienItalien Alberto Tomba
1992 FrankreichFrankreich Patrice Bianchi
1982 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Steve Mahre
1981 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Steve Mahre
1979 SchweizSchweiz Peter Lüscher
1976 ItalienItalien Fausto Radici
1975 ItalienItalien Piero Gros
1974 DeutschlandDeutschland Christian Neureuther

Damen[Bearbeiten]

Jahr Siegerin
2010 OsterreichÖsterreich Marlies Schild
2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lindsey Vonn
2001 KroatienKroatien Janica Kostelić
1996 SlowenienSlowenien Urška Hrovat
1995 DeutschlandDeutschland Martina Ertl
1975 SchweizSchweiz Lise-Marie Morerod

Weblinks[Bearbeiten]

47.47805555555611.118333333333Koordinaten: 47° 28′ 41″ N, 11° 7′ 6″ O