Lindsey Vonn
| Lindsey Vonn |
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Lindsey Vonn im August 2010 |
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| Voller Name | Lindsey Caroline Vonn | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 18. Oktober 1984 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Saint Paul, Minnesota | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 178 cm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 75 kg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Abfahrt, Super-G, Slalom, Riesenslalom, Kombination |
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| Verein | Ski and Snowboard Club Vail | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | aktiv | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Platzierungen im alpinen Skiweltcup | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 18. März 2012 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Lindsey Caroline Vonn (* 18. Oktober 1984 in Saint Paul, Minnesota als Lindsey Caroline Kildow) ist eine US-amerikanische Skirennläuferin. Sie gehört zu den besten Athletinnen des Skisports und wurde 2008, 2009, 2010 und 2012 Gesamtweltcupsiegerin. Sie ist Olympiasiegerin in der Abfahrt und gewann bei Weltmeisterschaften bisher zwei Gold- und drei Silbermedaillen. Damit ist sie die erfolgreichste US-amerikanische Skirennläuferin überhaupt. Vonn startet in allen Disziplinen, wobei sie in der Abfahrt am erfolgreichsten ist. Seit Oktober 2011 gehört sie zum exklusiven Kreis jener Läuferinnen, die in allen fünf Disziplinen Weltcuprennen gewonnen haben.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Biografie
[Bearbeiten] Die Anfänge
Lindsey Vonn wuchs in Burnsville auf, einem südlichen Vorort von Minneapolis, zusammen mit ihren Eltern, zwei Brüdern und zwei Schwestern (die Schwestern und ein Bruder sind Drillinge). Sie erlernte im Alter von zwei Jahren das Skifahren auf dem Buck Hill, einem 93 Meter hohen Hügel unweit ihres Wohnorts. Ihr Vater Alan Kildow, Rechtsanwalt und früherer US-amerikanischer Jugendmeister, erkannte das Talent seiner Tochter. Er ließ sie dort von Erich Sailer trainieren, einem gebürtigen Österreicher, aus dessen Skirennschule unter anderem auch Kristina Koznick hervorgegangen ist.[1]
Jeweils im Winter nahm Vonn in Colorado an einem speziellen, von Sailer organisierten Förderungskurs teil. Als sie elf Jahre alt war, leitete der Vater die Übersiedlung der gesamten Familie in den Wintersportort Vail in die Wege, um seine Tochter noch gezielter fördern zu können. 1997 gewann sie den Riesenslalom des Whistler Cups und 1999 siegte sie als erste Nordamerikanerin überhaupt beim Trofeo Topolino in Italien. Trotz der frühen Erfolge hatte der große Ehrgeiz des Vaters auch negative Auswirkungen: Die Ehe der Eltern wurde geschieden und das Verhältnis zum Vater ist mittlerweile so stark zerrüttet, dass sie jeglichen Kontakt mit ihm meidet.[2] Sie warf ihm vor, er sei ganz auf ihre spätere Karriere fixiert gewesen und habe ihr keine Zeit für andere Interessen gelassen.[3]
[Bearbeiten] Beginn der Karriere
Der frühere US-amerikanische Mannschaftstrainer Chip Wood förderte ihr Talent für die schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G. Im November 1999 nahm sie erstmals an FIS-Rennen und an Rennen des Nor-Am Cups teil. Als 15-Jährige wurde sie Zweite der US-Abfahrtsmeisterschaft, es folgten die ersten Einsätze bei Juniorenweltmeisterschaften. Im April 2000 gewann sie ihr erstes FIS-Rennen, im November 2000 das erste Nor-Am-Rennen.
Am 18. November 2000 nahm Vonn zum ersten Mal an einem Weltcuprennen teil, beim Slalom von Aspen konnte sie sich jedoch nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Auch bei den vier folgenden Slalom-Einsätzen im Weltcup gelang ihr dies nicht. In der Saison 2001/02 folgten weitere sporadische Weltcupeinsätze in allen Disziplinen. Die ersten Weltcuppunkte gewann sie am 15. Dezember 2001 mit Platz 26 beim Super-G von Val-d’Isère.
Vonn konnte sich für die Olympischen Winterspiele 2002 qualifizieren. In der Kombination fuhr sie auf den sechsten Platz und unterbot damit ihre bisherige Bestleistung im Weltcup deutlich. Spätestens ab diesem Zeitpunkt galt sie als eines der hoffnungsvollsten US-amerikanischen Skitalente. Aufgrund kleinerer Verletzungen blieb in der Saison 2002/03 die erhoffte Steigerung im Weltcup vorerst aus und Vonn schaffte auch nicht die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2003. Hingegen gewann sie bei der Juniorenweltmeisterschaft mit dem zweiten Platz in der Abfahrt ihre erste Medaille.
[Bearbeiten] Aufstieg zur Weltspitze
Der endgültige Durchbruch gelang Vonn in der Saison 2003/04. So fuhr sie am 17. Januar 2004 auf der Tofana in Cortina d’Ampezzo, einer der schwersten Abfahrten der Welt, auf den dritten Platz und erzielte damit ihren ersten Weltcup-Podestplatz. Hinzu kamen zwei weitere Medaillen bei der Junioren-WM 2004 in Maribor (Silber in der Abfahrt, Bronze im Riesenslalom) sowie zwei US-amerikanische Meistertitel in denselben Disziplinen. Am 3. Dezember 2004 siegte Vonn erstmals in einem Weltcuprennen, der Abfahrt von Lake Louise. Mit fünf weiteren Podestplätzen etablierte sie sich endgültig in der Weltspitze. Bei der Weltmeisterschaft 2005 verpasste sie die Medaillenränge nur knapp und wurde in der Abfahrt sowie in der Kombination jeweils Vierte.
Nach zwei weiteren Siegen zu Beginn der Weltcupsaison 2005/06 gehörte Vonn zu den meistgenannten Favoritinnen für einen Medaillengewinn bei den Olympischen Winterspielen 2006. Beim Training auf der Banchetta-Piste in San Sicario stürzte sie schwer und musste per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Turin geflogen werden. Statt wie zunächst befürchtet schwerwiegende Verletzungen zog sie sich lediglich heftige Prellungen zu. Unter starken Schmerzen nahm sie an den olympischen Rennen teil; sie erreichte den siebten Platz im Super-G und den achten Platz in der Abfahrt, wofür sie mit dem U.S. Olympic Spirit Award ausgezeichnet wurde.[4]
In der Weltcupsaison 2006/07 konnte Vonn drei Rennen für sich entscheiden. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Åre gewann sie im Super-G und in der Abfahrt die Silbermedaille, jeweils hinter der überlegenen Anja Pärson. Während des Slalomtrainings in Åre erlitt sie einen Anriss am Kreuzband, woraufhin sie die Saison vorzeitig beenden musste.[5] Am 29. September 2007 heiratete sie in Deer Valley bei Park City ihren langjährigen Freund, den ehemaligen Skirennläufer Thomas Vonn.[6] Seither fährt sie nicht mehr unter ihrem Geburtsnamen Kildow, sondern unter dem Nachnamen ihres Ehemannes. Dieser wiederum gehörte bis zur Trennung Ende 2011 zu ihrem Betreuerstab.
Zu Beginn der Saison 2007/08 gelang Vonn mit dem Sieg in der Abfahrt von Lake Louise ein erfolgreiches Comeback. Sie hatte sich keiner Knieoperation unterzogen und fuhr mit weiterhin angerissenem Kreuzband. In diesem Winter feierte sie fünf Abfahrtssiege, oft mit großem Zeitvorsprung auf die Zweitplatzierte, und entschied den Abfahrtsweltcup schon beim drittletzten Rennen der Saison für sich. Sie war in dieser Disziplin nie schlechter klassiert als auf Platz fünf. Schon vor dem letzten Rennen der Saison stand sie als Siegerin des Gesamtweltcups fest. Sie war die zweite US-Amerikanerin nach Tamara McKinney (Saison 1982/83), der dies gelang.
[Bearbeiten] Dominanz
Zu Beginn der Saison 2008/09 feierte Vonn in Levi ihren ersten Sieg in einem Slalom, womit ihr nur noch ein Sieg in einem Riesenslalom fehlte, um zu den wenigen Siegerinnen in allen Disziplinen zu gehören. Im Slalom folgten ein zweiter Sieg und drei weitere Podestplätze, im Riesenslalom erreichte sie mit dem vierten Platz in Aspen ihr bisher bestes Ergebnis. Sie gewann zwei Abfahrten und im Super-G vier Rennen hintereinander.
Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Val-d’Isère wurde Vonn ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G die Goldmedaille. In der Super-Kombination führte sie nach dem Abfahrtslauf, beging jedoch im Slalom einen Torfehler und wurde disqualifiziert. Bei der Siegesfeier für die WM-Abfahrt schnitt sie sich an einer zersplitterten Champagnerflasche die Beugesehne am Daumen durch, die genäht werden musste.[7] Sie konnte den Riesenslalom nicht bestreiten und ging gehandicapt beim WM-Slalom an den Start, wo sie im zweiten Durchgang ausfiel.
Vonn krönte die Saison 2008/09 schließlich drei Rennen vor Schluss zum zweiten Mal in Folge mit dem klaren Gewinn des Gesamtweltcups. Sie hatte sich in dieser Saison zur komplettesten Allrounderin entwickelt, was ihre Ergebnisse in den Disziplinenwertungen bestätigten. Sie gewann zum zweiten Mal den Abfahrtsweltcup, holte sich dazu noch den Weltcup im Super-G, wurde im Super-Kombinationsweltcup Zweite, im Slalomweltcup Dritte und im Riesenslalomweltcup Achte. Bei insgesamt 34 ausgetragenen Weltcuprennen feierte sie neun Siege, war 16 Mal auf dem Podest und fuhr 26 Mal unter die ersten Zehn.
[Bearbeiten] Olympiagold und dritter Gesamtweltcupsieg in Folge
Vor der Saison 2009/10 wechselte Vonn ihren Ausrüster. Ihr bisheriger Partner Rossignol sah sich angesichts der Wirtschaftskrise dazu gezwungen, das Fixgehalt sämtlicher Athleten um die Hälfte zu kürzen. Vonn akzeptierte diese Entscheidung nicht und wechselte daraufhin zu Head.[8] Sie wechselte überdies als einzige Frau im alpinen Weltcup von Frauen- auf Männerskis, die nach Meinung von Fachleuten schwieriger zu fahren sind und eine bessere Athletik erfordern. Außerdem ist die Verletzungsgefahr höher.[9]
Vonn war erneut die erfolgreichste Skiläuferin, vor allem in den Speed-Disziplinen. In der Abfahrt gewann sie sechs von acht Rennen, fünf davon in Folge. Im Super-G feierte sie vier Siege, drei davon in Folge, und war in allen weiteren Saisonrennen auf dem Podest. Vonn gewann eine von zwei ausgetragenen Super-Kombinationen und war einmal Dritte. In den technischen Disziplinen konnte sie jedoch nicht an die Erfolge aus dem Vorjahr anschließen. Im Riesenslalom schied sie in fünf von sieben Rennen aus, als bestes Ergebnis stand ein neunter Platz zu Buche. Eine ähnlich hohe Ausfallquote hatte sie im Slalom, stand aber als Zweite in Levi einmal auf dem Podest.
Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver, gewann Vonn vor ihrer Teamkollegin Julia Mancuso die Goldmedaille in der Abfahrt. Hinzu kam die Bronzemedaille im Super-G. In den übrigen Rennen schied sie hingegen aus, wobei sie in der Super-Kombination nach dem Abfahrtsteil noch geführt hatte. Vonn hatte in der Woche vor den Olympischen Spielen beim Slalomtraining eine schmerzhafte Schienbeinprellung erlitten und war unsicher gewesen, ob ein Start möglich sein würde. Zugute kamen ihr dann aber laut eigenen Aussagen die Rennverschiebungen, die eine längere Regenerationszeit ermöglichten.[10][11]
In dieser Saison zog sich Vonn mehrere leichte Verletzungen zu, beispielsweise einen Fingerbruch im Olympia-Riesenslalom oder eine starke Handprellung in Lienz[12] und schließlich auch beim Weltcupfinale in Garmisch-Partenkirchen, wo sie im Riesenslalom eine Knieprellung erlitt. Dennoch entschied sie zum dritten Mal in Folge den Gesamtweltcup. Außerdem gewann sie zum dritten Mal in Folge den Abfahrts-Weltcup, zum zweiten Mal in Folge den Weltcup im Super-G und zum ersten Mal den in der Super-Kombination.[13][14] Somit schaffte sie es als erste Frau, vier Weltcupwertungen in einer Saison zu gewinnen. Sie erreichte in dieser Saison 17 Podestplätze und elf Siege. Mehr Rennen in einer Saison hat nur Vreni Schneider gewonnen - 14 in der Saison 1988/89. Zudem gelang es der US-Amerikanerin in Haus im Ennstal in drei Rennen an drei aufeinander folgenden Tagen siegreich zu sein (zwei Abfahrten und ein Super-G), was bis dahin nur Katja Seizinger 1997 in Lake Louise gelungen war.[15]
[Bearbeiten] Knapp verlorenes Duell gegen Maria Riesch
Während Vonn in den drei vorangegangenen Wintern im Gesamtweltcup bereits frühzeitig eine Vorentscheidung herbeigeführt hatte, erhielt sie in der Saison 2010/11 starke Konkurrenz durch die Deutsche Maria Riesch. Beispielsweise musste sie sich ihr bei den beiden Abfahrten von Lake Louise, wo sie zuvor sieben Mal gewonnen hatte, geschlagen geben. Doch bei den fünf Abfahrten bis Ende Januar war sie nie schlechter als Dritte, bei den vier Super-G-Rennen nie schlechter als Zweite. In den technischen Disziplinen konnte sie das hohe Niveau der Vorjahre nicht halten. Sie schied im Slalom viermal in Folge aus, wodurch Riesch in der Gesamtwertung einen recht großen Vorsprung herausholen konnte.
In der Woche vor der Weltmeisterschaft 2011 zog sich Vonn bei einem Sturz im Training eine Gehirnerschütterung zu. Sie verzichtete deshalb auf einen Start beim Weltcupslalom von Zwiesel.[16] Beim Super-G der WM in Garmisch-Partenkirchen fuhr sie auf den siebten Platz, erstmals seit zwei Jahren stand sie in dieser Disziplin nicht auf dem Podest. Nachdem Vonn in der Super-Kombination nicht zum Slalom angetreten war, gewann sie in der Abfahrt die Silbermedaille und verzichtete auf einen Start bei Slalom und Riesenslalom, um sich für die ausstehenden Weltcuprennen zu schonen.
Nach der Weltmeisterschaft startete Vonn eine Aufholjagd im Weltcup: Mit durchweg besseren Leistungen konnte sie den Rückstand auf Riesch in der Gesamtwertung kontinuierlich verringern. Bei den drei Rennen Anfang März in Tarvis entschied sie die Disziplinenwertungen in Abfahrt, Super-G und Super-Kombination für sich. Beim Weltcupfinale in Lenzerheide übernahm sie nach der Abfahrt die Führung in der Gesamtwertung mit 27 Punkten Vorsprung. Nach dem Slalom (der Super-G fiel witterungsbedingt aus) zog Riesch mit drei Punkten Vorsprung wieder an ihr vorbei. Da auch der abschließende Riesenslalom abgesagt werden musste, konnte Vonn den geringen Rückstand nicht mehr wettmachen.[17]
[Bearbeiten] Rekordjagd
Zu Beginn der Weltcup-Saison 2011/12 im Oktober 2011 in Sölden gewann Vonn erstmals einen Riesenslalom, womit sie Weltcupsiege in allen fünf Disziplinen vorweisen kann. Am 27. November gab sie nach dem Slalomrennen in Aspen die bevorstehende Scheidung von ihrem Ehemann Thomas bekannt.[18] Anfang Dezember standen wieder ihre sportlichen Leistungen im Mittelpunkt: Mit drei Siegen bei den drei Rennen in Lake Louise (zwei Abfahrten, ein Super-G) hat sie nun elf Siege an ein und demselben Weltcuport erzielt und damit Renate Götschls Rekord (zehn Siege in Cortina) gebrochen. Ebenfalls noch im Dezember gewann Vonn den Super-G von Beaver Creek; es war ihr erster Sieg bei einem Weltcuprennen in ihrem Heimatland. Mit ihrem Sieg im Super-G von Cortina am 15. Januar 2012 egalisierte sie Götschls Rekord als Läuferin mit den meisten Weltcupsiegen im Super-G (17) und überholte sie in der Wertung der Läuferinnen mit den meisten Weltcupsiegen insgesamt – vor ihr liegen jetzt nur noch Annemarie Moser-Pröll (62 Siege) und Vreni Schneider (55 Siege).
Am 4. Februar gelang Vonn beim Abfahrtsrennen von Garmisch-Partenkirchen der 50. Weltcupsieg. Beim drittletzten Abfahrtsrennen der Saison in Krasnaja Poljana sicherte sie sich am 18. Februar 2012 vorzeitig den Sieg in der Disziplinenwertung. Als die Super-Kombination am selben Ort abgesagt wurde, stand sie zum dritten Mal auch als Siegerin der Kombinations-Disziplinenwertung fest. Fünf Rennen vor Saisonende entschied sie mit ihrem zweiten Riesenslalomsieg in Åre bereits zum vierten Mal den Gesamtweltcup. Vor dem Weltcupfinale in Schladming bestand für Vonn die realistische Möglichkeit, den Weltcup-Punkterekord von Hermann Maier (2000 Punkte in der Saison 1999/2000) zu brechen. Zunächst entschied sie zum vierten Mal in Folge den Super-G-Weltcup für sich. Im vorletzten Rennen, dem Slalom, übertraf sie den von Janica Kostelić gehaltenen Saisonpunkterekord der Damen, der nun bei 1980 Punkten liegt. Im abschließenden Riesenslalom hätte Vonn ein 13. Platz genügt, um auch an Maiers Rekordmarke vorbeizuziehen. Aufgrund eines Stockbruchs im zweiten Durchgang fuhr sie jedoch nur auf den 24. Platz.[19]
[Bearbeiten] Erfolge
[Bearbeiten] Olympische Spiele
- Salt Lake City 2002: 6. Kombination, 32. Slalom
- Turin 2006: 7. Super-G, 8. Abfahrt, 14. Slalom
- Vancouver 2010: 1. Abfahrt, 3. Super-G
[Bearbeiten] Weltmeisterschaften
- Santa Caterina 2005: 4. Abfahrt, 4. Kombination, 9. Super-G
- Åre 2007: 2. Abfahrt, 2. Super-G
- Val-d’Isère 2009: 1. Abfahrt, 1. Super-G
- Garmisch-Partenkirchen 2011: 2. Abfahrt, 7. Super-G
[Bearbeiten] Juniorenweltmeisterschaften
- Québec 2000: 14. Abfahrt, 28. Riesenslalom
- Verbier 2001: 5. Slalom, 28. Super-G, 29. Riesenslalom
- Tarvisio 2002: 6. Super-G, 11. Riesenslalom
- Briançonnais 2003: 2. Abfahrt, 22. Slalom
- Maribor 2004: 2. Abfahrt, 3. Riesenslalom, 4. Super-G, 4. Kombination, 32. Slalom
[Bearbeiten] Weltcupwertungen
Vonn gewann vier Mal den Gesamtweltcup und belegte 21 Mal einen Platz unter den besten drei in einer Weltcup-Disziplinenwertung:
- 1. Platz im Gesamtweltcup: 2008, 2009, 2010, 2012
- 1. Platz im Abfahrtsweltcup: 2008, 2009, 2010, 2011, 2012
- 1. Platz im Super-G-Weltcup: 2009, 2010, 2011, 2012
- 1. Platz im Kombinationsweltcup: 2010, 2011, 2012
- 2. Platz im Gesamtweltcup: 2011
- 2. Platz im Abfahrtsweltcup: 2006
- 2. Platz im Riesenslalomweltcup: 2012
- 2. Platz im Kombinationsweltcup: 2008, 2009
- 3. Platz im Abfahrtsweltcup: 2007
- 3. Platz im Super-G-Weltcup: 2005, 2007
- 3. Platz im Slalomweltcup: 2009
[Bearbeiten] Weltcupsiege
- 53 Weltcupsiege (26 x Abfahrt, 18 x Super-G, 5 x Super-Kombination, 2 x Slalom, 2 x Riesenslalom)
- 97 Podestplätze (45 x Abfahrt, 30 x Super-G, 12 x Super-Kombination, 5 x Slalom, 4 x Riesenslalom, 1 x City Event)
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Abfahrt
Riesenslalom
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Super-G
* zeitgleich mit Michaela Dorfmeister und Nadia Styger Super-Kombination
Slalom
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[Bearbeiten] Nor-Am Cup
- Saison 1999/2000: 5. Gesamtwertung, 2. Abfahrtswertung, 5. Slalomwertung
- Saison 2000/2001: 2. Super-G-Wertung
- Saison 2002/2003: 10. Gesamtwertung, 2. Slalomwertung, 6. Riesenslalomwertung
- 9 Podestplätze, darunter 3 Siege
[Bearbeiten] Weitere Erfolge
- 4 US-amerikanische Meistertitel (Super-G 2004; Slalom 2004, 2008 und 2009)
- 1 Podestplatz im Europacup
- 8 Siege in FIS-Rennen (4x Riesenslalom, 4x Slalom)
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- Weltsportlerin des Jahres: 2011
- Sportlerin des Jahres des USOC: 2009, 2010
[Bearbeiten] Persönliches
Während der Rennsaison in Europa lebt Vonn wie das übrige US-Skiteam in Österreich (bis 2009 in Kirchberg, seither in Kaprun).[20] Nachdem sie 2005 in Val-d’Isère eine Weltcupabfahrt gewonnen hatte, verzichtete sie auf das übliche Preisgeld und entschied sich stattdessen für eine Kuh, die von einem lokalen Sponsor angeboten worden war. Die Kuh erhielt den Namen Olympe und weidet seither unweit der ehemaligen Teambasis in Kirchberg.[21]
Aufgrund der langen Aufenthalte in Österreich und der von ihrem Hauptsponsor Red Bull zur Verfügung gestellten, mehrheitlich österreichischen Betreuer spricht Vonn Deutsch.[22] Sie ist ein Fan des Schweizer Tennisspielers Roger Federer und bezeichnet ihn als ihr großes Vorbild.[23] Im Mai 2010 spielte sie in der letzten Folge der TV-Serie Law & Order eine Nebenrolle und stellte dabei die Büroangestellte einer Lehrergewerkschaft dar.[24]
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website von Lindsey Vonn
- Statistik auf der FIS-Website (englisch)
- Lindsey Vonn bei Ski-db (englisch)
- Lindsey Vonn in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch)
- Lindsey Vonn - Porträt mit Fotos, Ergebnissen und News
- Lindsey Vonn in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Buck and beyond abgerufen am 12. Januar 2012 (engl.)
- ↑ It's full speed ahead for Lindsey Kildow. Star Tribune, 5. Februar 2006, abgerufen am 19. Januar 2010 (englisch).
- ↑ Lindsey Kildow: Streit mit Vater eskaliert. ski2b.com, 29. November 2005, abgerufen am 19. Januar 2010.
- ↑ Lindsey Vonn Bio. nbcolympics.com, 2009, abgerufen am 19. Januar 2010 (englisch).
- ↑ Kildow kann WM abhaken. Focus, 16. Februar 2007, abgerufen am 19. Januar 2010.
- ↑ Olympic Skier Lindsey Kildow Recalls Wedding Jitters. People, 20. Oktober 2007, abgerufen am 19. Januar 2010 (englisch).
- ↑ Tollpatsch Vonn geht im Slalom an den Start. Kleine Zeitung, 13. Februar 2009, abgerufen am 19. Januar 2010.
- ↑ Paukenschlag im Ski-Weltcup: Lindsey Vonn wechselt zu Head. ski2b.com, 7. September 2009, abgerufen am 19. Januar 2010.
- ↑ Cool oder idiotisch - Lindsey Vonn benützt auf Abfahrtspisten Männer-Ski - das finden nicht alle gut. Neue Zürcher Zeitung, 12. 20 2009, abgerufen am 17. Februar 2010.
- ↑ Vonn wie erwartet fit für Abfahrtsstart. Süddeutsche Zeitung, 17. Februar 2010, abgerufen am 17. Februar 2010.
- ↑ Vonn feiert Gold - Erste Riesch-Enttäuschung. Die Zeit, 17. Februar 2010, abgerufen am 18. Februar 2010.
- ↑ Lindsey Vonn nicht schwerer verletzt. Handelsblatt, 28. Dezember 2009, abgerufen am 19. Januar 2010.
- ↑ Ski-Abfahrt in Garmisch - Riesch rast Vonn davon. n-tv, 10. März 2010, abgerufen am 14. März 2010.
- ↑ Ski alpin - Lindsey Vonn macht den Sack zu. Focus, 12. März 2010, abgerufen am 14. März 2010.
- ↑ Auf Augenhöhe mit Katja Seizinger. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Januar 2010, abgerufen am 19. Januar 2010.
- ↑ Schwerer Sturz von Lindsey Vonn. skionline.ch, 2. Februar 2011, abgerufen am 7. Februar 2011.
- ↑ Ski: Riesch ist Gesamtweltcupsiegerin. Der Standard, 19. März 2011, abgerufen am 19. März 2011.
- ↑ Lindsey Vonns Scheidung. 28. November 2011, abgerufen am 28. November 2011.
- ↑ Regensburg siegt, Vonn verpasst Rekord. 18. März 2012, abgerufen am 18. März 2011.
- ↑ Vonn, Mancuso und Co: Zweite Heimat in Zell am See-Kaprun. ski2b.com, 6. Januar 2010, abgerufen am 19. Januar 2010.
- ↑ Lindsey Vonn, Snow Queen. The Independent, 9. Februar 2010, abgerufen am 19. Januar 2010 (englisch).
- ↑ Ski-WM: Vonn verzichtet auf Super-Kombi. 11. Februar 2011, abgerufen am 9. März 2012 (Interview mit Lindsey Vonn (YouTube Video)).
- ↑ US-Skistar Lindsey Vonn ist ein "Roger Federer Freak". news1.ch, 8. Oktober 2009, abgerufen am 19. Januar 2010.
- ↑ Skiing star Lindsey Vonn's so sad to see 'Law & Order' take a powder. Daily News, 2010-, abgerufen am 26. Mai 2010 (englisch).
1948: Hedy Schlunegger | 1952: Trude Jochum-Beiser | 1956: Madeleine Berthod | 1960: Heidi Biebl | 1964: Christl Haas | 1968: Olga Pall | 1972: Marie-Theres Nadig | 1976: Rosi Mittermaier | 1980: Annemarie Moser-Pröll | 1984: Michela Figini | 1988: Marina Kiehl | 1992: Kerrin Lee-Gartner | 1994: Katja Seizinger | 1998: Katja Seizinger | 2002: Carole Montillet | 2006: Michaela Dorfmeister | 2010: Lindsey Vonn
1931: Esmé MacKinnon | 1932: Paula Wiesinger | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Anny Rüegg | 1935: Christl Cranz | 1936: Evelyn Pinching | 1937: Christl Cranz | 1938: Lisa Resch | 1939: Christl Cranz | 1948: Hedy Schlunegger | 1950: Trude Jochum-Beiser | 1952: Trude Jochum-Beiser | 1954: Ida Schöpfer | 1956: Madeleine Berthod | 1958: Lucille Wheeler | 1960: Heidi Biebl | 1962: Christl Haas | 1964: Christl Haas | 1966: Marielle Goitschel | 1968: Olga Pall | 1970: Annerösli Zryd | 1972: Marie-Theres Nadig | 1974: Annemarie Moser-Pröll | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Annemarie Moser-Pröll | 1980: Annemarie Moser-Pröll | 1982: Gerry Sorensen | 1985: Michela Figini | 1987: Maria Walliser | 1989: Maria Walliser | 1991: Petra Kronberger | 1993: Kate Pace | 1996: Picabo Street | 1997: Hilary Lindh | 1999: Renate Götschl | 2001: Michaela Dorfmeister | 2003: Mélanie Turgeon | 2005: Janica Kostelić | 2007: Anja Pärson | 2009: Lindsey Vonn | 2011: Elisabeth Görgl
1987: Maria Walliser | 1989: Ulrike Maier | 1991: Ulrike Maier | 1993: Katja Seizinger | 1996: Isolde Kostner | 1997: Isolde Kostner | 1999: Alexandra Meissnitzer | 2001: Régine Cavagnoud | 2003: Michaela Dorfmeister | 2005: Anja Pärson | 2007: Anja Pärson | 2009: Lindsey Vonn | 2011: Elisabeth Görgl
1967–1968: Nancy Greene | 1969: Gertrud Gabl | 1970: Michèle Jacot | 1971–1975: Annemarie Moser-Pröll | 1976: Rosi Mittermaier | 1977: Lise-Marie Morerod | 1978: Hanni Wenzel | 1979: Annemarie Moser-Pröll | 1980: Hanni Wenzel | 1981: Marie-Theres Nadig | 1982: Erika Hess | 1983: Tamara McKinney | 1984: Erika Hess | 1985: Michela Figini | 1986–1987: Maria Walliser | 1988: Michela Figini | 1989: Vreni Schneider | 1990–1992: Petra Kronberger | 1993: Anita Wachter | 1994–1995: Vreni Schneider | 1996: Katja Seizinger | 1997: Pernilla Wiberg | 1998: Katja Seizinger | 1999: Alexandra Meissnitzer | 2000: Renate Götschl | 2001: Janica Kostelić | 2002: Michaela Dorfmeister | 2003: Janica Kostelić | 2004–2005: Anja Pärson | 2006: Janica Kostelić | 2007: Nicole Hosp | 2008–2010: Lindsey Vonn | 2011: Maria Riesch | 2012: Lindsey Vonn
2000: Marion Jones | 2001: Cathy Freeman | 2002: Jennifer Capriati | 2003: Serena Williams | 2004: Annika Sörenstam | 2005: Kelly Holmes | 2006: Janica Kostelić | 2007: Jelena Issinbajewa | 2008: Justine Henin | 2009: Jelena Issinbajewa | 2010: Serena Williams | 2011: Lindsey Vonn | 2012: Vivian Cheruiyot
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vonn, Lindsey |
| ALTERNATIVNAMEN | Vonn, Lindsey Caroline (vollständiger Name); Kildow, Lindsey Caroline (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Skirennläuferin |
| GEBURTSDATUM | 18. Oktober 1984 |
| GEBURTSORT | Saint Paul, Minnesota, Vereinigte Staaten |