Marlies Schild
| Marlies Schild |
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| Nation | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 31. Mai 1981 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Admont | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 172 cm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 66 kg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Slalom, Riesenslalom, Super-G, Abfahrt, Kombination |
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| Verein | SK Dienten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | aktiv | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Platzierungen im alpinen Skiweltcup | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 3. Jänner 2012 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Marlies Schild (* 31. Mai 1981 in Admont) ist eine österreichische Skirennläuferin. Die Saalfeldnerin ist, gerechnet nach Einzelsiegen im Weltcup, die erfolgreichste Slalomläuferin Österreichs. Ihre jüngeren Geschwister Bernadette und Lukas sind ebenfalls Skirennläufer, ihr älterer Bruder Josef war von 1998 bis 2005 Mitglied des ÖSV-Teams. Mit bislang 32 Slalom-Weltcupsiegen ist sie in dieser Disziplin nach der Schweizerin Vreni Schneider die zweiterfolgreichste Läuferin der Geschichte.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Biografie
Schild bestritt im Alter von sechs Jahren ihre ersten Rennen. Mit zehn Jahren wurde sie in den Salzburger Schülerkader aufgenommen, nach der Volksschule besuchte sie den Alpin-Zweig der Hauptschule Zell am See. Danach wechselte sie nach bestandener Aufnahmeprüfung in das Skigymnasium in Stams. 1998 gelang ihr schließlich die Aufnahme in das ÖSV-Nachwuchsteam. Über FIS- und Europacup-Rennen arbeitete Schild sich in den Weltcup vor. Seit 2002 gehört sie zum Kader des ÖSV.
Zu Beginn ihrer Karriere bevorzugte sie Abfahrtsrennen. Mit 19 Jahren hatte sie jedoch bereits fünf Knieoperationen und Kreuzbandrisse hinter sich und konzentrierte sich daraufhin auf die weniger gefährlichen[1] Disziplinen Riesenslalom und Slalom. Zeitweilig fuhr sie im Weltcup in allen Disziplinen. Ihre Paradedisziplin ist der Slalom, aber auch im Riesenslalom und in der Super-Kombination hat sie je einen Weltcupsieg errungen, außerdem zweite Plätze in Abfahrt und Super-G.
Bei ihrem ersten Auftritt bei Olympischen Spielen in Salt Lake City 2002 schied Schild im ersten Durchgang des Slaloms aus. Sie gewann bei der Weltmeisterschaft 2003 in St. Moritz die Slalom-Silbermedaille, bei der Weltmeisterschaft 2005 in Santa Caterina die Bronzemedaille in der Alpinen Kombination.
Bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin gewann Schild die Kombinations-Silbermedaille und wenige Tage später die Slalom-Bronzemedaille. Auch bei der Weltmeisterschaft 2007 in Åre konnte sie ihre Medaillensammlung erweitern. Zusammen mit Benjamin Raich, Renate Götschl, Fritz Strobl, Mario Matt und Michaela Kirchgasser gewann Schild die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb. In den Einzelrennen holte sie die Silbermedaille im Slalom und die Bronzemedaille in der Super-Kombination.
In den Saisonen 2003/2004 und 2005/2006 wurde Schild jeweils Zweite der Slalomwertung des Weltcups. Für ihre Leistungen wurde Marlies Schild bei der Wahl zu Österreichs Sportlerin des Jahres 2006 hinter ihrer damaligen Teamkollegin Michaela Dorfmeister (Doppel-Olympiasiegerin in Turin) auf den zweiten Platz gewählt.
In der Saison 2006/2007 gewann sie insgesamt acht Weltcuprennen (davon sieben von neun Slaloms sowie eine Super-Kombination) und erhielt ihre ersten beiden Kristallkugeln für den Sieg im Slalomweltcup und im Kombinations-Weltcup. Im Gesamtweltcup der Saison 2006/07 belegte sie hinter ihrer Teamkollegin Nicole Hosp den zweiten Platz; beim Weltcup-Finale in Lenzerheide führte sie nach eindrucksvollen Ergebnissen in den Speed-Bewerben (2. Platz in der Abfahrt, 3. Platz im Super-G) zwei Rennen vor Schluss die Gesamtwertung an, musste aber nach einem missglückten Slalom die Führung abgeben und konnte sie im abschließenden Riesenslalom, den Nicole Hosp ebenso wie den Slalom gewann, nicht mehr zurückgewinnen.
In der Saison 2007/2008 gewann sie fünf Slaloms und konnte erneut den Slalomweltcup für sich entscheiden. Viele ihrer Siege fuhr sie mit großem Vorsprung heraus.
Am 9. Oktober 2008 kam sie im Riesenslalom-Training auf dem Rettenbachferner schwer zu Sturz und zog sich dabei einen Trümmerbruch im Schien- und Wadenbein sowie einen Bruch des Schienbeinkopfes im linken Bein zu.[2][3] Aufgrund dessen konnte sie in der gesamten Saison 2008/2009 keine Rennen bestreiten. Bei ihrem Comeback im finnischen Levi am 14. November 2009 belegte sie den 6. Rang im Slalom. Wenige Wochen später konnte sie am 29. Dezember 2009 im österreichischen Lienz bereits ihren ersten Sieg im Slalom nach ihrer schweren Verletzung feiern. Seither stand sie bei jedem FIS-Slalom, bei dem sie ins Ziel gekommen ist, auf dem Podium,[4] unter anderem auch bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver, wo sie die Silbermedaille gewann, und bei der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen, wo sie Weltmeisterin im Slalom wurde und außerdem im Mannschaftswettbewerb die Silbermedaille gewann. Seit ihrem Unfall ist sie in den Disziplinen Abfahrt und Super-G nicht mehr gestartet.
In der Weltcupsaison 2010/2011 gewann sie sechs von neun Slalomrennen, bei zwei weiteren schied sie aus. Lediglich beim Weltcupfinale in Lenzerheide, vor dem sie bereits zum dritten Mal als Slalomweltcupsiegerin feststand, musste sie sich Tina Maze geschlagen geben und wurde Zweite.
In der Saison 2011/2012 entschied Marlies Schild die ersten fünf Slalombewerbe in teils überlegener Manier für sich. Sie hält bei 32 Siegen in Weltcup-Slaloms und nähert sich damit der Bestmarke von Vreni Schneider, die im Laufe ihrer Karriere 34 Slaloms für sich entscheiden konnte.[5]
Marlies Schild ist seit 2004 mit dem Skirennläufer Benjamin Raich liiert.
[Bearbeiten] Erfolge
[Bearbeiten] Olympische Spiele
- Turin 2006: 2. Kombination, 3. Slalom, 17. Riesenslalom
- Vancouver 2010: 2. Slalom
[Bearbeiten] Weltmeisterschaften
- St. Moritz 2003: 2. Slalom, 4. Kombination
- Bormio 2005: 3. Kombination, 14. Riesenslalom
- Åre 2007: 1. Mannschaftswettbewerb, 2. Slalom, 3. Super-Kombination
- Garmisch-Partenkirchen 2011: 1. Slalom, 2. Mannschaftswettbewerb, 8. Riesenslalom
[Bearbeiten] Weltcup
- Saison 2002/03: 5. Slalomweltcup
- Saison 2003/04: 2. Slalomweltcup
- Saison 2004/05: 8. Gesamtweltcup, 3. Slalomweltcup, 9. Kombinationsweltcup
- Saison 2005/06: 6. Gesamtweltcup, 2. Slalomweltcup, 4. Kombinationsweltcup
- Saison 2006/07: 2. Gesamtweltcup, 1. Slalomweltcup, 1. Kombinationsweltcup
- Saison 2007/08: 5. Gesamtweltcup, 1. Slalomweltcup, 5. Kombinationsweltcup
- Saison 2009/10: 3. Slalomweltcup
- Saison 2010/11: 6. Gesamtweltcup, 1. Slalomweltcup
[Bearbeiten] Weltcupsiege
Insgesamt 60 Podestplätze, davon 34 Siege:
| Datum | Ort | Land | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 13. März 2004 | Sestriere | Italien | Slalom |
| 28. Dezember 2004 | Semmering | Österreich | Riesenslalom |
| 29. Dezember 2004 | Semmering | Österreich | Slalom |
| 9. Jänner 2005 | Santa Caterina | Italien | Slalom |
| 29. Dezember 2005 | Lienz | Österreich | Slalom |
| 5. Jänner 2006 | Zagreb | Kroatien | Slalom |
| 8. Jänner 2006 | Maribor | Slowenien | Slalom |
| 11. November 2006 | Levi | Finnland | Slalom |
| 26. November 2006 | Aspen | USA | Slalom |
| 15. Dezember 2006 | Reiteralm | Österreich | Super-Kombination |
| 21. Dezember 2006 | Val-d’Isère | Frankreich | Slalom |
| 4. Jänner 2007 | Zagreb | Kroatien | Slalom |
| 7. Jänner 2007 | Kranjska Gora | Slowenien | Slalom |
| 25. Februar 2007 | Sierra Nevada | Spanien | Slalom |
| 11. März 2007 | Zwiesel | Deutschland | Slalom |
| 10. November 2007 | Reiteralm | Österreich | Slalom |
| 25. November 2007 | Panorama | Kanada | Slalom |
| 6. Jänner 2008 | Spindlermühle | Tschechien | Slalom |
| 27. Jänner 2008 | Ofterschwang | Deutschland | Slalom |
| 14. März 2008 | Bormio | Italien | Slalom |
| 29. Dezember 2009 | Lienz | Österreich | Slalom |
| 12. Jänner 2010 | Flachau | Österreich | Slalom |
| 13. März 2010 | Garmisch-Partenkirchen | Deutschland | Slalom |
| 13. November 2010 | Levi | Finnland | Slalom |
| 21. Dezember 2010 | Courchevel | Frankreich | Slalom |
| 29. Dezember 2010 | Semmering | Österreich | Slalom |
| 4. Jänner 2011 | Zagreb | Kroatien | Slalom |
| 4. Februar 2011 | Zwiesel | Deutschland | Slalom |
| 12. März 2011 | Spindlermühle | Tschechien | Slalom |
| 27. November 2011 | Aspen | USA | Slalom |
| 18. Dezember 2011 | Courchevel | Frankreich | Slalom |
| 20. Dezember 2011 | Flachau | Österreich | Slalom |
| 29. Dezember 2011 | Lienz | Österreich | Slalom |
| 3. Jänner 2012 | Zagreb | Kroatien | Slalom |
[Bearbeiten] Juniorenweltmeisterschaften
- Pra Loup/Le Sauze 1999: 6. Abfahrt, 20. Super-G, 22. Riesenslalom
[Bearbeiten] Europacup
- Saison 2000/01: 8. Slalomwertung
- 7 Podestplätze, davon 3 Siege:
| Datum | Ort | Land | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 7. Dezember 2000 | Serre Chevalier | Frankreich | Slalom |
| 7. Dezember 2000 | Serre Chevalier | Frankreich | Slalom |
| 18. Dezember 2009 | Alleghe | Italien | Slalom |
[Bearbeiten] Weitere Erfolge
- 5-fache Österreichische Staatsmeisterin im Slalom: 2002, 2003, 2008, 2010 und 2011
- 13 Siege in FIS-Rennen (7x Slalom, 3x Super-G, 3x Riesenslalom)
[Bearbeiten] Weblinks
- Website von Marlies Schild
- Statistik auf der FIS-Website (englisch)
- Marlies Schild bei Ski-db (englisch)
- Marlies Schild in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ T W Flørenes, T Bere, L Nordsletten, S Heir, R Bahr (13 October 2009), "Injuries among male and female World Cup alpine skiers", British Journal of Sports Medicine
- ↑ Sturz auf Rettenbachferner sport.orf.at, 9. Oktober 2008
- ↑ Operation in Innsbruck gut verlaufen sport.orf.at, 10. Oktober 2008
- ↑ FIS-Ski Resultatliste, Ergebnisse für Marlies Schild, Slalom, sortiert nach Datum der Rennen, abgerufen am 12. Jänner 2012.
- ↑ Demonstration von Marlies Schild. derStandard.at, 3. Jänner 2012, abgerufen am 3. Jänner 2012.
1931: Esmé MacKinnon | 1932: Rösli Streiff | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Christl Cranz | 1935: Anny Rüegg | 1936: Gerda Paumgarten | 1937: Christl Cranz | 1938: Christl Cranz | 1939: Christl Cranz | 1948: Gretchen Fraser | 1950: Dagmar Rom | 1952: Andrea Mead-Lawrence | 1954: Trude Klecker | 1956: Renée Colliard | 1958: Inger Bjørnbakken | 1960: Anne Heggtveit | 1962: Marianne Jahn | 1964: Christine Goitschel | 1966: Annie Famose | 1968: Marielle Goitschel | 1970: Ingrid Lafforgue | 1972: Barbara Ann Cochran | 1974: Hanni Wenzel | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Lea Sölkner | 1980: Hanni Wenzel | 1982: Erika Hess | 1985: Perrine Pelen | 1987: Erika Hess | 1989: Mateja Svet | 1991: Vreni Schneider | 1993: Karin Buder | 1996: Pernilla Wiberg | 1997: Deborah Compagnoni | 1999: Zali Steggall | 2001: Anja Pärson | 2003: Janica Kostelić | 2005: Janica Kostelić | 2007: Šárka Záhrobská | 2009: Maria Riesch | 2011: Marlies Schild
2005: Deutschland – Monika Bergmann, Florian Eckert, Andreas Ertl, Martina Ertl, Hilde Gerg, Felix Neureuther
2007: Österreich – Renate Götschl, Michaela Kirchgasser, Mario Matt, Benjamin Raich, Marlies Schild, Fritz Strobl
2011: Frankreich – Taïna Barioz, Thomas Fanara, Anémone Marmottan, Cyprien Richard, Tessa Worley, Gauthier de Tessières
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schild, Marlies |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Skirennläuferin |
| GEBURTSDATUM | 31. Mai 1981 |
| GEBURTSORT | Admont, Österreich |