Heilwurz

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Heilwurz
Heilwurz (Seseli libanotis)

Heilwurz (Seseli libanotis)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Sesel (Seseli)
Art: Heilwurz
Wissenschaftlicher Name
Seseli libanotis
(L.) Koch

Die Heilwurz (Seseli libanotis), ist ein in Mitteleuropa selten bis zerstreut vorkommender Doldenblütler (Apiaceae). Sie blüht von Juni bis August.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Diese Art ist eine zwei- bis mehrjährige (bis 8 Jahre) krautige Pflanze (Hemikryptophyt). Sie wird bis zu 1,5 m hoch und stirbt nach der Blüte ab. Sie ist reich verzweigt und wie die Blätter kahl. Der Stängel ist nur unterhalb der Dolden etwas behaart. Die Blätter sind einfach bis doppelt gefiedert, die Fiederabschnitte eiförmig-lanzettlich, am Grunde keilförmig verschmälert und stachelspitzig. Die Dolden besitzen 20 bis 40 Döldchen. Deren Stiele sind wie die Blütenstiele mehr oder weniger dicht abstehend bewimpert. Die Blüten sind weiß. Die Kelchblätter sind bis zu 1 mm lang und am Rand bewimpert. Die Frucht ist bis zu 4 mm lang, etwa doppelt so lang wie breit und dicht mit abstehenden Haaren besetzt.

Verbreitung[Bearbeiten]

Standortansprüche[Bearbeiten]

Seseli libanotis wächst in thermophilen Staudengesellschaften und bevorzugt sonnige bis schwach beschattete, mäßig trockene, kalkhaltige, basische Böden.

Allgemeine Verbreitung[Bearbeiten]

Die Heilwurz kommt in Europa, Nordafrika und Asien vor. In Europa von Südeuropa (Iberische Halbinsel, Apennin, Balkan) nordwärts bis Südostengland, südliches Norwegen, Ostseegebiet.

Verbreitung in Deutschland[Bearbeiten]

Die Heilwurz kommt in Deutschland sehr zerstreut bis selten im mittleren und südlichen Teil des Gebiets vor. Selten ist die Pflanze auch im Ostseegebiet anzutreffen.

Verbreitung in Österreich[Bearbeiten]

In der österreichischen Exkursionsflora von 2008 werden zwei Unterarten unterschieden:[1]

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Pflanze scheint ganz außerordentlich unter Tritt zu leiden. Vielleicht ist dies mit dem einmaligen Blühen und mit der in diesem Zusammenhang notwendigen Verjüngung durch Sämlinge zusammenhängend. An häufiger von z.B. Kletterern begangenen Felsflächen fehlt die Heilwurz.

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9, S. 844.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heilwurz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien