Helmut Dantine

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Helmut Dantine, eigentlich Helmut Guttman (* 7. Oktober 1917 in Wien; † 2. Mai 1982 in Beverly Hills, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Produzent.

Leben[Bearbeiten]

Helmut Guttman war der Sohn jüdischer Eltern und studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Dort schloss er sich einer Anti-Nazi-Bewegung an und wurde für drei Monate in ein Internierungslager inhaftiert. Kurz darauf emigrierte er in die Vereinigten Staaten zu einem Bekannten seiner Eltern. Sie selber kamen während der Nazi-Herrschaft im Konzentrationslager um.

1940 unterschrieb Helmut Dantine, so sein Künstlername, einen Vertrag bei Warner Brothers Pictures, Inc.. Er spielte anfangs kleinere Rollen, hauptsächlich als Darsteller von deutschen Personen, darunter wiederum meistenteils Nationalsozialisten. 1943 nahm er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an und wurde auch zur Armee eingezogen. Im Jahre 1947 heiratete er Charlene Stafford Wrightman (1927−1963), Tochter eines Öl-Millionärs. Aus der gemeinsamen Verbindung ging ein Sohn hervor. Die Ehe zerbrach schon nach drei Jahren und wurde geschieden. Mit seiner zweiten Ehefrau Niki Schenck (* 1934), Tochter von Nicholas Schenck, hatte er zwei Kinder. Er starb 1982 an den Folgen eines Herzinfarkts.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • John Willis' Screen World, 1983 Film Annual Vol 34
  • Kay Weniger: Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 86f

Weblinks[Bearbeiten]