Botschafter in Moskau

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Filmdaten
Deutscher Titel Botschafter in Moskau
Originaltitel Mission to Moscow
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1943
Länge 123 Minuten
Stab
Regie Michael Curtiz
Drehbuch Howard Koch
Produktion Robert Buckner
Musik Max Steiner
Kamera Bert Glennon
Schnitt Owen Marks
Besetzung

Botschafter in Moskau wurde in der Zeit der Anti-Hitler-Koalition gedreht und war der erste große Hollywood-Film, der den Stalinismus äußerst vorteilhaft darstellt.

Entstehung[Bearbeiten]

Der Film wurde im Zweiten Weltkrieg auf direkte Anweisung von Franklin Delano Roosevelt hin gedreht. Der Film zeigte die Sowjetunion in einem derart positiven Licht, dass er Jahre später vom Komitee für unamerikanische Umtriebe als wichtiger Beleg für die kommunistische Unterwanderung Hollywoods zitiert wurde. Der Drehbuchautor Howard Koch kam aufgrund des Films auf die Schwarze Liste und verlor jede Chance auf weitere Beschäftigung in der US-amerikanischen Unterhaltungsindustrie. Koch, selber politisch links, aber kein Kommunist, wollte das Drehbuch zunächst nicht schreiben und war erst auf massiven Druck seitens der Regierung und des Filmstudios Warner Brothers dazu bereit.

Handlung[Bearbeiten]

Botschafter in Moskau beruht auf den Erinnerungen des ehemaligen US-amerikanischen Botschafters in Moskau, Joseph E. Davies. Die Handlung spielt vor allem in der Sowjetunion vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Insbesondere die Moskauer Schauprozesse werden als berechtigt und notwendig präsentiert. Der Deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt wird aus der Sicht der Sowjetunion als einfacher Neutralitätsvertrag dargestellt und die sowjetische Invasion Finnlands erscheint gerechtfertigt.

Kritik[Bearbeiten]

„Der unerträglich dümmliche, pathetische und quälend lange Film steht ganz im Zeichen seines Helden, der wie ein Comic-Verschnitt von Parzival und Don Quichote durch die politische Landschaft tapert. Kein Drehbuchautor, der seinen Job behalten wollte, hätte sich eine solch hanebüchene Geschichte ausdenken dürfen.“

film-dienst 16/1977

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Carl Jules Weyl und George James Hopkins wurden 1944 für den Oscar in der Kategorie Bestes Szenenbild (s/w) nominiert.

Zitate im Film[Bearbeiten]

  • Wenigstens eine europäische Nation ohne eigene aggressive Absichten ist bereit für was auch immer kommen mag. (Botschafter Davies über die Sowjetunion)
  • Die Armee wird gestärkt, wenn sie von den Verrätern gesäubert wird. (über die Moskauer Schauprozesse)

Weblinks[Bearbeiten]