Heroldishausen

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Wappen Deutschlandkarte
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Heroldishausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heroldishausen hervorgehoben
51.13666666666710.513055555556198Koordinaten: 51° 8′ N, 10° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Unstrut-Hainich
Höhe: 198 m ü. NHN
Fläche: 3,2 km²
Einwohner: 201 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99991
Vorwahl: 036022
Kfz-Kennzeichen: UH, LSZ, MHL
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 023
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktstr. 48
99991 Großengottern
Webpräsenz: Internetseite der Gemeinde
Bürgermeister: Uwe Zehaczek (Bauernverband)
Lage der Gemeinde Heroldishausen im Unstrut-Hainich-Kreis
Altengottern Anrode Bad Langensalza Bad Langensalza Bad Tennstedt Ballhausen Blankenburg Bothenheilingen Bruchstedt Dünwald Flarchheim Großengottern Großvargula Haussömmern Herbsleben Heroldishausen Hornsömmern Issersheilingen Kammerforst Kammerforst Kirchheilingen Kleinwelsbach Klettstedt Körner Kutzleben Vogtei Marolterode Menteroda Mittelsömmern Mühlhausen Mülverstedt Neunheilingen Vogtei Vogtei Vogtei Obermehler Oppershausen Oppershausen Rodeberg Schlotheim Schönstedt Schönstedt Südeichsfeld Sundhausen Tottleben Unstruttal Urleben Weberstedt WeinbergenKarte
Über dieses Bild
Kirche und Kirchanger in Heroldishausen
Dorfstraße von Heroldishausen
Denkmal für US-Flieger nordöstlich von Heroldishausen

Heroldishausen ist eine Gemeinde im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Unstrut-Hainich mit Sitz in Großengottern an.

Geografie[Bearbeiten]

Heroldishausen ist in seiner Urform ein von West nach Ost ausgerichtetes Straßendorf. Im Zentrum befindet sich der Kirchanger, der heute mit alten Linden bepflanzt ist. Das Dorf liegt am Westrand des Thüringer Keuper-Hügellandes im Muldental des Suthbaches inmitten der intensiv genutzten Ackerflur. Der niedrigste Punkt des Ortes liegt mit etwa 195 m NN am Suthbach, der höchste mit 225 m NN auf der Schere, einer Anhöhe nordwestlich des Ortes. Der begradigte Suthbach tangiert den Ort im Süden.

Geschichte[Bearbeiten]

1017 wird die Gemeinde erstmals in einer Schenkungsurkunde des Kaisers Heinrich II. an seine Frau erwähnt.

Die Königsbrücke, genannt Kuhbrücke, von 1810, am lokalen Postkurs LangensalzaUfhovenSchönstedt – Heroldishausen – Wanfried, im Zuge der 1700 eingerichteten Fahrpostroute LeipzigKassel, im Rahmen der Fernpostlinie MoskauAmsterdam, erinnert an die damalige Zugehörigkeit der Region bis 1815 zum Königreich Sachsen. Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Langensalza und nach seiner Abtretung an Preußen von 1816 bis 1944 zum Landkreis Langensalza in der Provinz Sachsen.

Nordöstlich von Heroldishausen stürzte am 4. März 1949 ein US-Versorgungsflugzeug der Berliner Luftbrücke ab. Ein Besatzungsmitglied kam ums Leben. 1999 wurde ihm ein Denkmal errichtet. Man findet es am Kammerforster Weg, rechts von dessen Kreuzung mit der Straße von Heroldishausen nach Seebach (siehe Großengottern).

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Heroldishausen besteht aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren.

  • BV 6 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Uwe Zehaczek (Bauernverband) wurde am 6. Juni 2010 gewählt.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Nordöstlich der Ortslage wurde lange Zeit Ton abgebaut und in angegliederten Ziegelei zu Ziegeln gebrannt. Die Industriebauten sind bis heute erhalten geblieben.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Heroldishausen verläuft die L2101 zwischen Seebach und der Einmündung in die L2100 bei Mülverstedt.

Sonstiges[Bearbeiten]

Als Zeugnisse eines oft derben Volkshumors bildeten sich bereits vor Jahrhunderten Besonderheiten des jeweiligen Dorfes charakterisierende Neck- und Spitznamen heraus. Demnach lebten hier im Ort die Heroldishäuser Kuckucke - der Ort wurde Kuckuckshausen oder Guckhausen genannt, da hier früher wenige Autos durchfuhren und die Leute bei einem solchen Vorbeifahren neugierig aus den Fenstern herausschauten.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.
  3. Rolf Aulepp: Spitznamen der Orte und ihrer Bewohner im Kreise Mühlhausen. In: Eichsfelder Heimathefte, Heft 1, Heiligenstadt 1987, S. 78-83.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heroldishausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien