Hirtshals

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Dänemark Hirtshals
Wappen fehlt
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Hirtshals (Dänemark)
Hirtshals
Hirtshals
Basisdaten
Staat: Dänemark
Verwaltungsbezirk: Nordjylland
Landschaftsregion: Vendsyssel
Kommune (seit 2007): Hjørring
Koordinaten: 57° 35′ N, 9° 58′ O57.599.96Koordinaten: 57° 35′ N, 9° 58′ O
Einwohner: (2014[1]) 5.959
Fläche: 88 km²
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahl: 9850
Website: www.hirtshals.dk
Leuchtturm in Hirtshals
Leuchtturm in Hirtshals

Hirtshals [hiʀdshalʔs] ist eine dänische Hafenstadt im Nordwesten Jütlands, die seit der Kommunalreform 2007 zur Hjørring Kommune gehört. In der 88 km² großen Stadt leben 5959 Einwohner (Stand 1. Januar 2014[1]). Zwei der wichtigsten Wirtschaftszweige bilden der Tourismus sowie das Gewerbe rund um den Hirtshalser Hafen.

Etymologie[Bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert war auf holländischen Seekarten der Name Hartzhals (Hirschhals) verzeichnet, da die Seeleute im Höhenzug, auf dem heute der Leuchtturm steht, eine Ähnlichkeit mit dem Hals eines Hirsches sahen. Nach der Fertigstellung des Leuchtturms im Jahr 1863 verdrängte der Name Hirtshals die alte Bezeichnung des kleinen Fischerdorfes, Lilleheden, das nach dem gleichnamigen Hof benannt wurde.[2]

Hafen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hirtshals Havn
Der Leuchtturm in Hirtshals und der Strandbereich mit den Überresten des Atlantikwalls - Luftbild
Fischereihafen mit Treppe
Ein Bunker am Strand
Pub in Hirtshals

Der Fischereihafen ist mit 200 registrierten Fischereischiffen der zweitgrößte Dänemarks; etwa 90 % des hier angelandeten Fisches gelangen in den Export. Der Hafen hat aber auch Bedeutung als Verkehrshafen, unter anderem bestehen Fährverbindungen nach Norwegen (Color Line und Fjord Line) sowie zu den Färöer-Inseln und nach Island mit der Smyril Line. Die Verbindung Hirtshals - Kristiansand zählt zu den wichtigsten Fährverbindungen zur Skandinavischen Halbinsel.

Direkt am Hafen befindet sich eine von den Künstlern Dorte Dahlin und Mogens Møller gestaltete Treppe mit einem Lichtschacht aus gefärbtem Glas.

Tourismus[Bearbeiten]

Ein wichtiges Standbein von Hirtshals ist der Tourismus. So ist die Stadt Standort des maritimen Museums Nordsee-Ozeanarium, zu dem das größte Meerwasseraquarium Europas gehört. Eine Seltenheit war der dort zu besichtigende Mondfisch, der jedoch bei einem Brand im Museum am 16. Dezember 2003, bei dem das Meerwasseraquarium zerstört wurde, ums Leben kam. Am 22. Juli 2005 wurde das Ozeanarium nach anderthalb Jahren wieder eröffnet. Während das alte Betonbecken erhalten werden konnte, mussten die meisten Scheiben neu poliert werden. Zwei neue Mondfische bevölkern inzwischen wieder das Meeresaquarium.

Bekannt sind zudem neben dem direkt an der Nordsee gelegenen Campingplatz auch die am Strand befindlichen Luftschutzbunker des Atlantikwalls, darunter der Tobrukbunker. Die im Laufe des Zweiten Weltkriegs von der Wehrmacht errichteten Bunker wurden nach dem Krieg von der dänischen Armee übernommen, weshalb sie noch gut erhalten sind. Seit dem 3. Oktober 1997 stehen Teile der Bunkeranlagen unter Denkmalschutz und sind der Öffentlichkeit zugänglich.

Eine weitere Attraktion ist die sieben Kilometer südlich gelegene Dysse von Tornby, die der nördlichste Dolmen in Dänemark ist.

Leuchtturm[Bearbeiten]

Der vom Architekten Niels Sigfred Nebelong entworfene Leuchtturm von Hirtshals wurde 1863 errichtet. Er ähnelt dem Skagener Leuchtturm des gleichen Architekten. Das Gebäude hat 144 Treppenstufen und eine Leuchthöhe von 57 Metern. Alle 30 Sekunden wird ein weißes Licht mit einem kräftigen Blinkzeichen ausgestrahlt. Der Turm bietet eine weite Aussicht über die Stadt und ihr Umland mit der Tannisbucht in nördlicher Richtung und Rubjerg Knude im Süden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peder Svendsen: Leuchttürme der Westküste Jütlands. Bollerup Boghandels Forlag.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hirtshals – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Hirtshals – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (dänisch)
  2.  Svend Sørensen: Politikens bog om Nordjylland. 1. Auflage. Politikens Forlag A/S, Kopenhagen 2004, ISBN 87-567-6890-7, Hirtshals, S. 89 ff. (dänisch).