Howard University

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Founders Library

Die Howard University ist eine historisch afroamerikanische, private Universität in Washington, D.C., in den USA.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich als eine theologische Schule im Jahr 1866 konzipiert, wurde die Universitäts-Charta vom Kongress verabschiedet und anschließend von Präsident Andrew Johnson am 2. März 1867 genehmigt. Sie wurde in der Charta bezeichnete als "Universität für die Erziehung der Jugend in den Geistes- und Naturwissenschaften". Es ist die einzige Historic Black Colleges and Universities, die diese Auszeichnung erhalten hat. Benannt nach Oliver Otis Howard, einem Bürgerkriegs General, der Kommissar des Freedmen’s Bureau wurde, war das Institut seit seiner Gründung verpflichtet, Diplom- und Berufsausbildung in scharfem Gegensatz zu den meisten anderen schwarzen postsekundären Institutionen der damaligen Zeit zu halten. Im Jahr 1879 verabschiedete der Kongress ein besonderes Gesetz für den Unterhalt der Universität. Die Charta wurde 1928 geändert, um einen jährlichen Zuschuss an Bundes-Mitteln für den Bau, die Entwicklung, Verbesserung und Unterhalt der Universität zu autorisieren.

Im Jahr 1872 absolvierte die erste schwarze Frau, Rechtsanwältin Charlotte E. Ray, die juristische Fakultät. Sie war auch erste Frau, die als Rechtsanwältin vor dem Obersten Gericht des District of Columbia praktizierte.

Zu den akademischen Abteilungen (Academic Divisions) gehören die Hochschulen oder Schulen der Künste und Wissenschaften, Business, Kommunikation, Zahnmedizin, Theologie, Bildung, Technik, Architektur und Informatik, Recht, Medizin, Pharmazie, Krankenpflege und Allied Health Sciences und Sozialarbeit.[1] Es gibt auch eine Graduiertenschule. [2]

An der Universität bestehen folgende Studentenverbindungen: Alpha Kappa Alpha Sorority (1908), Omega Psi Phi Bruderschaft (1911) Delta Sigma Theta Sorority (1913), Phi Beta Sigma Bruderschaft (1914) und Zeta Phi Beta Sorority (1920).[3]

Derzeit (Stand: Herbst 2009) sind hier 10.733 Studenten eingeschrieben.[4]

Das zu der Hochschule gehörende Moorland-Spingarn Research Center ist einer der größten Dokumentationszentren für afro-amerikanische Geschichte und Kultur und wurde 1930 eingerichtet.

Das Sportteam der Howard University sind die Bisons. Die Hochschule ist Mitglied der Mid-Eastern Athletic Conference.

Präsidenten[Bearbeiten]

  • 1867 – Charles B. Boynton
  • 1867 – 1869 Byron Sunderland
  • 1869 – 1874 Oliver Otis Howard
  • 1875 – 1876 Edward P. Smith
  • 1877 – 1889 William W. Patton
  • 1890 – 1903 Jeremiah E. Rankin
  • 1903 – 1906 John Gordon
  • 1906 – 1912 Wilbur P. Thirkield
  • 1912 – 1918 Stephen M. Newman
  • 1918 – 1926 J. Stanley Durkee
  • 1926 – 1960 Mordecai Wyatt Johnson (Howards erster schwarzer Präsident)
  • 1960 – 1969 James M. Nabrit
  • 1969 – 1989 James E. Cheek
  • 1990 – 1994 Franklyn G. Jenifer
  • 1994 – 1995 Joyce A. Ladner
  • 1995 – 2008 H. Patrick Swygert
  • 2008 – Sidney A. Ribeau [5]

Berühmte Absolventen[Bearbeiten]

Nobelpreisträger

  • Ralph Bunche, Politiker, ein langjähriges Mitglied der Vereinten Nationen. Friedens-Nobelpreis 1950
  • Toni Morrison, Schriftstellerin, Literaturnobelpreis 1993

Kunst, Medien, Musik und Literatur

Recht, Wissenschaften, Politik und Gesellschaft

Sport

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fakultäten und Institute, Disziplinen & Fields of Concentration
  2. Forschung & Lehre
  3. Howard University in Black Past
  4. Howard University: Facts 2009 (PDF; 1,7 MB)
  5. Former Presidents of Howard University

38.921666666667-77.02Koordinaten: 38° 55′ 18″ N, 77° 1′ 12″ W