Müncheberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Müncheberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Müncheberg
Müncheberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Müncheberg hervorgehoben
52.50361111111114.13972222222265Koordinaten: 52° 30′ N, 14° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 151,93 km²
Einwohner: 6722 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15374
Vorwahlen: 033432 und 033477Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 317
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstr. 1
15374 Müncheberg
Webpräsenz: www.stadt-muencheberg.de
Bürgermeisterin: Uta Barkusky (Die Linke)
Lage der Stadt Müncheberg im Landkreis Märkisch-Oderland
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar Bliesdorf Buckow Falkenberg Falkenhagen Fichtenhöhe Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin Golzow Gusow-Platkow Heckelberg-Brunow Höhenland Hoppegarten Küstriner Vorland Lebus Letschin Lietzen Lindendorf Märkische Höhe Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin Neutrebbin Oberbarnim Oderaue Petershagen/Eggersdorf Podelzig Prötzel Rehfelde Reichenow-Möglin Reitwein Rüdersdorf bei Berlin Seelow Strausberg Treplin Vierlinden Waldsieversdorf Wriezen Zechin Zeschdorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Müncheberg ist eine östlich von Berlin im Landkreis Märkisch-Oderland (Land Brandenburg) gelegene amtsfreie Stadt. Die im 13. Jahrhundert gegründete Stadt ist vor allem wegen ihrer Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Landwirtschaft (in der DDR die AdL, heute das ZALF) bekannt. Das Stadtgebiet ist identisch mit dem von 1992 bis 2002 existierenden Amt Müncheberg.

Geografie[Bearbeiten]

Müncheberg liegt auf halbem Weg zwischen Berlin und der Oder bzw. der deutsch-polnischen Grenze am Rande der Märkischen Schweiz. Die Nähe zur Märkischen Schweiz und den Orten Waldsieversdorf und Buckow macht die Stadt zugleich mit mehreren Badeseen (unter anderem in den Ortsteilen Obersdorf und Münchehofe) zu einem beliebten Ausflugsziel für Urlauber und Tagesausflügler. Nordwestlich von Münchehofe und Hermersdorf schließt das als Naturschutzgebiet ausgewiesene Stobbertal das Stadtgebiet ab.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Müncheberg gliedert sich laut Hauptsatzung[2] in die folgenden Ortsteile:

  • Eggersdorf (nicht zu verwechseln mit dem weiter im Westen liegenden Ortsteil Eggersdorf von Petershagen/Eggersdorf, ebenfalls im Landkreis Märkisch-Oderland) mit dem bewohnten Gemeindeteil Eggersdorf–Siedlung,
  • Hermersdorf
  • Hoppegarten (nicht zu verwechseln mit der Gemeinde Hoppegarten, ebenfalls im Landkreis Märkisch-Oderland)
  • Jahnsfelde
  • Müncheberg mit den bewohnten Gemeindeteilen Bienenwerder, Dahmsdorf, Elisenhof, Heidekrug, Marienfeld, Philippinenhof und Schlagenthin
  • Münchehofe (nicht zu verwechseln mit dem Ortsteil Münchehofe der Gemeinde Hoppegarten, ebenfalls im Landkreis Märkisch-Oderland)
  • Obersdorf
  • Trebnitz

sowie die folgenden Wohnplätze: Alte Mühle, Augustenaue, Berghof, Brigittenhof, Eichendorfer Mühle, Friedrichshof, Landhof, Maxseesiedlung, Müncheberger Loose, Müncheberger Siedlung, Neubodengrün und Waldschänke[3].

Geschichte[Bearbeiten]

Stadtpfarrkirche St. Marien in Müncheberg
Das Berliner Tor in der Stadtumwallung
Kirche im Ortsteil Münchehofe

Im Spätsommer 1225 erhielten die Zisterziensermönche des bei Breslau gelegenen Klosters Leubus und die Zisterzienserinnen des Kloster Trebnitz vom schlesischen Piastenfürsten Heinrich dem Bärtigen je 200 Hufen Land zur Gründung eines Marktfleckens geschenkt. Nachdem die Nonnen auf ihre Ansprüche verzichtet hatten, legten die Mönche aus Leubus auf einer von Sümpfen und Seen umgebenen Hochfläche die Siedlung an, der sie in Anlehnung an ihre Herkunft zunächst den Namen Lubes gaben. Der Ort wurde am 29. Juni 1232 in einer Urkunde Heinrichs des Bärtigen, die den Bewohnern weitere Ländereien und Privilegien zusprach, erstmals erwähnt. In der Schenkungsbestätigung von Papst Gregorius vom 11. Februar 1233 erhielt der Ort seinen heutigen Namen Müncheberg (damalige Schreibweise: Municheberg). 1245 erhielt der Ort durch Herzog Boleslav das Marktrecht. Beginnend mit dem Jahr 1319 wurde eine rund sieben Meter hohe Stadtmauer mit zwei Stadttoren, dem Küstriner Tor (Storchenturm genannt) und dem Berliner Tor (Pulverturm), zum Schutz der Stadt errichtet. Im Verlauf des 14. und 15. Jahrhunderts konnte die junge Stadt ihre Stellung als wichtiger Marktflecken ausbauen und ihr Territorium vergrößern. 1318 erwarb die Stadt den Wald Cöpernitz, 1352 kam das Dorf Hoppegarten zu Müncheberg, 1410 das Dorf Maxsee und 1493 das Dorf Schlagenthin. 1355 wurden die Stadtpfarrkirche und die Hospitäler erstmals erwähnt. Durch die Verlegung der Landstraßen über Quilitz und Seelow sowie Liebenberg nach Müncheberg in den Jahren 1348 und 1362 kamen zwei Zollstellen nach Müncheberg.

Im April des Jahres 1432 wurde Trebnitz von Hussiten vollständig zerstört, Müncheberg fiel am 17. April 1432 zu großen Teilen in Schutt und Asche, nachdem die Hussiten das Küstriner Tor zerstört und die Kirche geplündert hatten. Im 17. Jahrhundert hinterließen der Dreißigjährige Krieg und die Pest ihre Spuren. Zudem brannte die Stadt einige Male. Der schlimmste Stadtbrand im Jahre 1641 ließ nur die Kirche und wenige umliegende Häuser übrig. Die Zahl der Einwohner sank dadurch von etwa 1300 im Jahr 1624 auf unter 400 im Jahr 1655. Im späten 17. Jahrhundert besserten sich die Verhältnisse in der Stadt jedoch wieder rasch. 1689 wurde eine erste Poststation eingerichtet, die bald eine wichtige Station auf der regelmäßigen Poststrecke von Berlin nach Frankfurt (Oder) wurde. 1692 wurde das wiederaufgebaute Rathaus vollendet.

Ab 1699 wurden französische Familien in Müncheberg angesiedelt, die ihre Heimat aus Glaubensgründen verlassen hatten. Die französische Kolonie wuchs auf 40 Familien an, ab 1701 waren französische Abgeordnete im Magistrat der Stadt, 1710 wurde an der Stelle des alten Heilig-Geist-Spitals die französische Kirche errichtet. Die französische Kolonie bestand bis zu den Napoleonischen Kriegen des frühen 19. Jahrhunderts. Noch heute zeugt die Französische Straße in der Altstadt von dieser Zeit.

Durch den Ausbau der Kunststraßen im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts (Reichsstraße 1) wurde die Stadt zu einem Zentrum des Warenverkehrs in Richtung Osten. 1818 zählte die Poststation in Müncheberg zu den größten Poststationen in Preußen.

Den Ersten Weltkrieg bezahlten 129 Müncheberger mit ihrem Leben. Vom Zweiten Weltkrieg zeugen Kriegsgräberstätten auf den Müncheberger Friedhöfen und ein Ehrenmal an der B 168. Beim Vormarsch der Roten Armee gegen Berlin wurde ein Großteil der historischen Bausubstanz zerstört.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die 1856 erbaute Neue Synagoge in der Hinterstraße 155 von SA-Männern geschändet und zerstört. An die Jüdische Gemeinde und ihr Gotteshaus erinnert seit 1995 eine Gedenktafel in der Rathausstraße 2. Im Wald zwischen dem Ortsteil Hermersdorf und Wulkow sowie zwischen Wulkow und Neuhardenberg wurden während des Zweiten Weltkrieges zwei KZ-Außenlager errichtet. Seit 1995 erinnern ein Gedenkstein in der Hauptstraße von Hermersdorf sowie eine Gedenktafel am Schullandheim neben der Kirche an die Toten dieser Außenlager des KZ Sachsenhausen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die kriegszerstörte Altstadt größtenteils neu wiederaufgebaut. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die verbliebenen Baudenkmäler, insbesondere die Stadtkirche St. Marien, restauriert und einer neuen Nutzung zugeführt.

Bei Müncheberg befand sich in den Zeiten des kalten Krieges der gemeinsame Gefechtsstand des Funktechnischen Bataillon 61 und des Jagdgeschwader 8 der NVA LSK/LV. 3 Jahre lang von 1978-1981 wurde für rund 28 Millionen Mark der DDR ein zweietagiges, monolithisches Schutzbauwerk höherer Schutzklasse errichtet, was eine Besonderheit dieses Gefechtsstandes war. Der Bunker wurde 2004 aus der militärischen Nutzung genommen.[4]

Forschungsstadt Müncheberg[Bearbeiten]

Am 29. September 1928 gründete der Arzt und Genetiker Erwin Baur das Kaiser-Wilhelm-Institut für Züchtungsforschung, den Vorgänger des heutigen Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung in Köln. Seit dieser Zeit ist Müncheberg immer Forschungsstandort geblieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es hier das Institut für Acker- und Pflanzenbau, ab 1970 das Forschungszentrum für Bodenfruchtbarkeit der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR.

Am 2. Januar 1992 wurde auf Empfehlung des Wissenschaftsrates das Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung (ZALF) e. V. gegründet, das heutige Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. Diese gemeinsam vom Bund und dem Land Brandenburg finanzierte Einrichtung ist der größte Arbeitgeber der Stadt. Im ZALF ist auch das Deutsche Entomologische Institut untergebracht, welches eine der größten und bedeutendsten Insektensammlungen (ca. 3.000.000 Exemplare) Deutschlands besitzt.

Amt Müncheberg[Bearbeiten]

Der Minister des Innern des Landes Brandenburg erteilte am 13. Juli 1992 seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Müncheberg[5]. Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 16. Juli 1992 festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der Stadt Müncheberg und bestand aus sechs Gemeinden in den damaligen Kreisen Seelow und Strausberg:

Kirche im Ortsteil Trebnitz
  1. Trebnitz
  2. Jahnsfelde
  3. Hermersdorf/Obersdorf
  4. Eggersdorf/Mü.
  5. Hoppegarten/Mü. und der Stadt
  6. Müncheberg

Zum 31. März 2002 schlossen sich die Gemeinden Eggersdorf/Mü., Hermersdorf/Obersdorf, Hoppegarten/Mü., Jahnsfelde, Trebnitz und die Stadt Müncheberg zur neuen Stadt Müncheberg zusammen[6]. Das Amt Müncheberg wurde am selben Tag aufgelöst und die Stadt Müncheberg amtsfrei. Seitdem hat Müncheberg acht Ortsteile. Amtsdirektor war Klaus Zehm, der später Bürgermeister der Stadt Müncheberg wurde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Eingemeindungen in der Übersicht:

  • 1. Juli 1950[7]: Eingliederung von Dahmsdorf in Müncheberg
  • 1. Januar 1957[7]: Eingliederung von Münchehofe in Obersdorf
  • 22. März 1970[7]: Zusammenschluss von Hermersdorf und Obersdorf zu Hermersdorf/Obersdorf
  • 31. März 2002[6]: Zusammenschluss von Eggersdorf, Hermersdorf/Obersdorf, Hoppegarten, Jahnsfelde, Müncheberg und Trebnitz zur Stadt Müncheberg

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Müncheberg:
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013
Jahr Einwohner
1875 6 792
1890 6 967
1910 6 695
1925 7 570
1933 7 832
1939 8 131
1946 7 683
1950 8 565
1964 7 933
1971 7 844
Jahr Einwohner
1981 7 408
1985 7 203
1989 7 120
1990 7 006
1991 6 942
1992 6 972
1993 7 265
1994 7 545
1995 8 003
1996 8 083
Jahr Einwohner
1997 8 143
1998 8 035
1999 8 069
2000 8 018
2001 7 834
2002 7 814
2003 7 499
2004 7 471
2005 7 471
2006 7 418
Jahr Einwohner
2007 7 314
2008 7 246
2009 7 177
2010 7 150
2011 6 818
2012 6 686
2013 6 722

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[8].

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 47,30 % (-13,94 Pp.)
 %
40
30
20
10
0
24,1 %
30,3 %
27,4 %
n. k.
n. k.
n. k.
0,8 %
8,5 %
8,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-10,02 %p
-2,13 %p
+5,98 %p
-4,98 %p
-3,85 %p
-3,21 %p
+0,8 %p
+8,5 %p
+8,7 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Wählergruppe Bürger für Müncheberg
f Unabhängige Wähler Gemeinschaft
g 2014: Einzelbewerber Berger
h Wählergruppe „Aktion Zukunft - global denken, kommunal handeln“
i Wählergruppe Obersdorf

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt besteht aus 18 Stadtverordneten und dem Bürgermeister.

CDU SPD Die Linke BfM DVU AZ OD Gesamt
2003 6 5 4 2 1 - - 18
2008 6 4 6 1 1 - - 18
2014 5 5 4 - - 2 2 18

(Stand: Kommunalwahlen am 25. Mai 2014, 25. Mai 2014)

(Anmerkungen: BfM: Wählergruppe Bürger für Müncheberg, AZ: Wählergruppe "Aktion Zukunft - global denken, kommunal handeln", OD: Wählergruppe Obersdorf)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Zum hauptamtlichen Bürgermeister bis zum 3. Januar 2009 war der vormalige Amtsdirektor Klaus Zehm durch die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 10. April 2003 gewählt worden. Er wurde durch Dr. Uta Barkusky (Die Linke) abgelöst, die die Stichwahl am 12. Oktober 2008 gewann.

Wappen[Bearbeiten]

bis 2004 verwendetes Stadtwappen

Die neugegründete Stadt übernahm am 6. März 2004 das Wappen des aufgelösten Amtes Müncheberg.

Blasonierung: „Geviert von Rot (Feld 1 und 4) und Gold (Feld 2 und 3); vorn oben ein silbernes sechsspeichiges Wagenrad; oben hinten ein grüner Tannenbaum, vorn unten auf grünem Dreiberg ein wachsender Mönch mit silberner Kutte und schwarzem Skapulier, der in der Rechten einen silbernen Schild mit rotem goldbewehrtem Adler und in der Linken einen silbernen besternten Stab hält (Stadtwappen vor 2002), hinten unten silbern gefugtes Mauerwerk.“[9]

Flagge[Bearbeiten]

Die Stadt Müncheberg führt eine Flagge. Die Flagge ist geviert von Gelb und Rot mit dem Stadtwappen in der Mitte.

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Müncheberg stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten]

Schloss Trebnitz
St. Marienkirche
Schloss Jahnsfelde
  • Berliner Torturm („Pulverturm“): Der ältere der beiden Verteidigungstürme wird wegen seiner früheren Nutzung als Pulverlager und Gefängnis umgangssprachlich auch als "Pulverturm" bezeichnet. Er hat einen viereckigen Grundriss und einen erst im 20. Jahrhundert entstandenen Durchgang für Fußgänger.
  • Küstriner Torturm („Storchenturm“): Der Küstriner Torturm hat einen runden Grundriss und besteht im Untergeschoss aus Feldsteinen und oben aus Backsteinen. Die Spitze hat eine Kegelform und auf dieser befindet sich ein Storchennest, weshalb der Turm auch „Storchenturm“ genannt wird. Am Turm hängt eine massive Keule aus Eichenholz und darunter der Spruch: Wer seinen Kindern gibt das Brod und leidet selber Noth denn soll man schlagen mit dieser Keule todt.
  • Stadtpfarrkirche Sankt Marien: Gotischer Backsteinbau aus dem Mittelalter mit Turm nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kirche wurde in den 1990er Jahren wiederaufgebaut und dient seither sowohl kirchlichen wie kulturellen Zwecken.
  • Stadtmauer: Es sind noch etwa 1800 Meter der sieben Meter hohen Mauer erhalten. Auf einem Weg an der Außenseite der Mauer kann man die Altstadt vollständig umrunden. Lediglich an einigen Abschnitten weist die Stadtmauer Lücken auf.
  • Schloss Trebnitz (im gleichnamigen Ortsteil): Ort und Gut Trebnitz wurden 1124 erstmals urkundlich erwähnt, und zwar als vom schlesischen Kloster Trebnitz gegründet, in dessen Besitz es bis 1498 blieb. 1730 wurde der 30 Hektar große Park angelegt und später von Peter Joseph Lenné und Eduard Neide (einem Schüler Lennés) gestaltet. 1827 kam das Gut in Besitz der Familie von Brünneck. 1900 wurde das Gutshaus zu einem neubarocken Schloss umgebaut. 1945 wurde der Eigentümer Harald von Brünneck von der Armee enteignet. Nachfolgend diente das Schloss u. a. als Lazarett und Schule und wurde 1992 saniert und in ein Bildungs- und Begegnungszentrum umgebaut.
  • Jüdischer Friedhof: Der Friedhof wurde 1756 außerhalb der Stadtmauern an der Straße nach Eggersdorf angelegt und ist von drei Seiten mit Mauern umgeben.

Parks[Bearbeiten]

  • Stadtpark
  • Heimattiergarten im Schützenhauspark
  • Schlosspark Jahnsfelde, im 19. Jahrhundert von Fürst von Pückler gestaltet

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bundesstraßen 1 und 5 führen von Berlin kommend durch die Ortsteile Hoppegarten, Müncheberg und Jahnsfelde (nur B 1) in die Kreisstadt Seelow (B 1) bzw. nach Frankfurt (Oder) (B 5) und die B 168 verläuft aus Eberswalde kommend durch die Ortsteile Schlagenthin, Müncheberg und Eggersdorfer Siedlung in Richtung Fürstenwalde.

Die Stationen an der Regionalbahnstrecke Berlin-Lichtenberg - Küstrin (Preußische Ostbahn) in Müncheberg sowie den Ortsteilen Obersdorf und Trebnitz werden seit 2006 von der Niederbarnimer Eisenbahn bedient. Von dieser Strecke zweigt in Müncheberg die als Museumsbahn betriebene Buckower Kleinbahn ab.

Von Waldsieversdorf kommend verläuft ein Teilstück des Europaradweg R1 durch die Ortsteile Münchehofe, Obersdorf und Trebnitz weiter in Richtung Küstrin.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Persönlichkeiten an den Müncheberger Forschungsinstituten
Sonstige
  • Paul Zech (1881–1946), Schriftsteller, verbrachte seine Kindheit in Müncheberg
  • Gunter Fritsch (* 1942), Politiker (SPD), Landesminister und Landtagsabgeordneter, verbrachte seine Jugend in Müncheberg, war später Müncheberger Stadtverordneter und Abgeordneter des Kreistags von Märkisch Oderland
  • Anke Domscheit-Berg (*1968), Politikerin (Piratenpartei) und Autorin, verbrachte ihre Kindheit und Jugendzeit in Müncheberg

Literatur[Bearbeiten]

  • Müncheberger Bilderbogen, Horb 1998

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Müncheberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Stadt Müncheberg vom 04. März 2009, geändert durch die 1. Satzung zur Änderung der Hauptsatzung vom 09. März 2011
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Stadt Müncheberg
  4. Untergrund-Brandenburg.de, abgerufen am 3. Januar 2014
  5. Bildung des Amtes Müncheberg. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 13. Juli 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 54, 31. Juli 1992, S.969.
  6. a b Bildung einer neuen Stadt Müncheberg Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 19. Februar 2002. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 10, 6. März 2002, S.275 PDF
  7. a b c Beitrag zur Statistik Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 19.15 Landkreis Märkisch-Oderland PDF
  8. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  9. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg