Landau in der Pfalz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Landau in der Pfalz
Landau in der Pfalz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Landau in der Pfalz hervorgehoben
49.1994444444448.1230555555556142Koordinaten: 49° 12′ N, 8° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Höhe: 142 m ü. NHN
Fläche: 82,94 km²
Einwohner: 43.641 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 526 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 76829, 76857 (Taubensuhl)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 06341, 06345 (Taubensuhl)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LD
Gemeindeschlüssel: 07 3 13 000
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstraße 50
76829 Landau in der Pfalz
Webpräsenz: www.landau.de
Oberbürgermeister: Hans-Dieter Schlimmer (SPD)
Lage von Landau in der Pfalz in Rheinland-Pfalz
Niederlande Belgien Frankreich Luxemburg Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Saarland Frankenthal (Pfalz) Kaiserslautern Koblenz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Pirmasens Speyer Trier Worms Zweibrücken Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Germersheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mayen-Koblenz Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Hunsrück-Kreis Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Südliche Weinstraße Landkreis Südwestpfalz Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Landau in der Pfalz (im Südpfälzer Dialekt Landaach/Landääch) ist eine kreisfreie Stadt sowie Verwaltungssitz des Landkreises Südliche Weinstraße im Land Rheinland-Pfalz in Deutschland. Flächenmäßig ist Landau mit 82,94 km² die drittgrößte Stadt der Pfalz nach Kaiserslautern und Neustadt an der Weinstraße, welche zusätzlich bevölkerungsreicher sind. Berücksichtigt man nur die Einwohnerzahl, stehen die beiden vorderpfälzischen Städte Speyer und Ludwigshafen am Rhein ebenfalls vor Landau. Die Stadt ist ein Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums und ist Ausrichter der Landesgartenschau 2015.

Geographie[Bearbeiten]

Kernstadt Landau und eingemeindete Ortsteile (ohne Exklaven)

Lage und Stadtgliederung[Bearbeiten]

Mit Arzheim, Dammheim, Godramstein, Mörlheim, Mörzheim, Nußdorf, Queichheim und Wollmesheim gehören zu Landau insgesamt acht eingemeindete Ortsteile. Queichheim und Mörlheim wurden 1937 eingemeindet, alle anderen Teilorte wurden im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform um 1972 der Stadt zugeschlagen. Queichheim ist mit der Kernstadt inzwischen fast zusammengewachsen. Größere Neubaugebiete sind der Horst im Osten und die Wollmesheimer Höhe im Westen. Aktuell werden vor allem im Südosten der Stadt (im Bereich des neuen Messegeländes (Alfred-Nobel-Platz) bei Queichheim), sowie im Süden der Stadt (Wohngebiete Quartier Vauban) größere Gebiete bebaut. Mit dem „Wohnpark am Ebenberg“ entsteht auf den ehemaligen Kasernengeländen „Estienne et Foch“ im Süden der Stadt ein neues Wohngebiet für etwa 2000 Einwohner.

Der Osten der Stadt liegt in der Oberrheinischen Tiefebene, der Westen einschließlich der Kernstadt ist Teil der Weinstraße. Darüber hinaus gehören ausgedehnte Waldgebiete des Pfälzerwaldes zum Stadtgebiet. Die Stadtwald-Exklave Taubensuhl/Fassendeich, die Gemarkung Oberhaingeraide mit einer Fläche von 2248,58 Hektar,[2] liegt im Bereich des Forsthaus Taubensuhl, am Oberlauf des Helmbachs und nach Westen bis zur Bundesstraße 48 am Oberlauf des Wellbachs. Eine zweite Exklave im Pfälzerwald, die zu Landau gehört, ist der sogenannte Wollmesheimer Wald bei Eschbach bzw. im Wasgau. Dieser ist Teil der Gemarkung und des Ortsteils Wollmesheim und weist eine Fläche von 79 Hektar auf, liegt aber mehr als fünf Kilometer westlich des Ortskerns von Wollmesheim.[3]

Ortsteil bzw.
Gemarkung
Nr.[4] Gemarkungs-
Nr.[5]
Fläche
ha[6]
Bevölkerung
2011-12-31[7]
Bevölkerungs-
dichte[8]
Landau 1x 075551 1.181,25 30.947 2.619,9
Queichheim 21 075554 581,16 3.430 590,2
Mörlheim 22 075553 644,76 963 149,4
Arzheim 33 075560 606,15 1.391 229,5
Dammheim 34 075555 322,13 997 309,5
Godramstein 35 075558 687,57 2.720 395,6
Mörzheim 36 075562 652,22 1.140 174,8
Nußdorf 37 075556 702,44 1.469 209,1
Wollmesheim1) 38 075561 469,13 753 160,5
Oberhaingeraide2) -- 075552 2.448,58 0 0,0
Landau     8.295,32 43.810 ...

1) einschließlich der 79 Hektar großen unbewohnten Exklave Wollmesheimer Wald
2) Stadtwald, Exklave bei Taubensuhl/Fassendeich

Klima[Bearbeiten]

Niederschläge

Der Jahresniederschlag beträgt 667 Millimeter. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 33 Prozent der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 1,6 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 5 Prozent der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten]

Marktplatz in der Landauer Innenstadt

Gegründet wurde Landau um 1260 von Graf Emich IV. von Leiningen-Landeck. Dieser ließ eine in die Ebene vorgelagerte Befestigung als zusätzlichen Schutz für seine Burg Landeck errichten. 1274 erhielt Landau von König Rudolf I. von Habsburg die Stadtrechte. Der König gewährte Landau 1291 den Status einer Reichsstadt. 1324 wurde Landau an den Bischof von Speyer Emich von Leiningen verpfändet. Erst 1511 wurde es durch Kaiser Maximilian I. wieder ausgelöst und der Vogtei Hagenau unterstellt. 1521 trat Landau der Dekapolis, dem Elsässischen Zehnstädtebund, bei. Bürgermeister Hans Hitschler unterzeichnete 1579 für den Rat der Stadt die lutherische Konkordienformel von 1577[9].

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Infolge des Westfälischen Friedens gelangten 1648 weite Teile des Elsass an Frankreich. Landau und die anderen Städte des Elsass blieben formal deutsch, wurden aber vom Reich im Stich gelassen. Die Dekapolis war zu schwach, um sich gegen den Sonnenkönig Ludwig XIV. zu behaupten. So gehörte Landau ab 1680 wie das gesamte Elsass zu Frankreich. Es wurde 1688 bis 1691 von Vauban zur Festung [10] ausgebaut. Dabei wurde die mittelalterliche Stadt zum großen Teil niedergebrannt. Vermutungen, dass der Brand im Auftrag des französischen Festungsbaumeisters gelegt wurde, konnten nie bewiesen werden. Beim Neubau entstanden gerade Straßen, rechtwinkelige Bauquadrate und der Marktplatz. Mit der Anlage der Festung änderte sich das Leben der Bewohner. Der Einlass in die Stadt erfolgte lediglich durch die Stadttore und war nach Sonnenuntergang nicht mehr möglich.

Im Spanischen Erbfolgekrieg wechselte die französische Festung Landau mehrfach nach aufwändigen Belagerungen den Besitzer. 1702 lösten die Kaiserlichen Truppen die Franzosen ab, 1703 gewannen die Franzosen Landau nach der Schlacht am Speyerbach zurück, 1704 wurde Landau wieder kaiserlich. [11] Seit dem 12. März 1709 war Karl Alexander von Württemberg Festungskommandant.[12] 1713 wurde die Stadt von Marschall Jacques Bazin de Bezons (1646-1733) ab dem 6. Juni 1713 belagert, und die Franzosen gewannen die Festung am 20. August 1713 zurück. [13] [14] Im Frieden von Rastatt 1714 war der Heimfall von Landau an Frankreich der wesentlichste Gewinn für Ludwig XIV. [15]

Wie im übrigen Frankreich herrschte ab dem 20. Juli 1789 die Französische Revolution in Landau. Auch 1814, nach dem ersten Sieg im Befreiungskrieg über Napoléon Bonaparte, blieb Landau zunächst französisch. Aufgrund der Vereinbarungen im Zweiten Pariser Frieden vom November 1815 kam das nördlich der Lauter liegende Gebiet und damit auch Landau zunächst unter die Hoheit Österreichs.[16] Landau war jetzt Bundesfestung. Österreich war schon im Juni 1815 auf dem Wiener Kongress die vorher zum Département du Mont-Tonnerre (Departement Donnersberg) gehörende übrige Pfalz zugesprochen worden. Im April 1816 schließlich wurde die gesamte Pfalz in einem Staatsvertrag von Österreich an das Königreich Bayern abgetreten.[17]

Entwicklung seit 1871[Bearbeiten]

Marktplatz, Reiterstatue des Prinzregenten Luitpold von Bayern, ein Werk Wilhelms von Rümann, 1892

Nach dem Krieg 1871 war Landau nicht mehr Grenzstadt, da sich die Westgrenze des Deutsche Reichs infolge der Annexion Elsass-Lothringens deutlich nach Westen verschoben hatte. Die Festung wurde geschleift, neue Straßenzüge entstanden. Mit dem Reichsgesetz zu Gleichstellung der jüdischen Bürger 1871 kam es zu einem Zuzug jüdischer Familien. Landau wurde zum Zentrum des pfälzischen Weinhandels und galt bald als wohlhabendste Stadt der Pfalz. Dies lässt sich noch immer an der für eine Kleinstadt vergleichsweise prächtigen Architektur ablesen. Es entstanden repräsentative Bürgerhäuser entlang der neu angelegten Ringstraße und ihrer Seitenstraßen. Das vorherrschende Baumaterial war Sandstein.

Landau setzte weniger auf die Entwicklung einer Industrie als auf das bayerische Militär. Es entstanden umfangreiche Kasernenanlagen für das 5. und 12. Feldartillerie-Regiment sowie das 18. und 23. Infanterie-Regiment.

Nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg war Landau wieder französische Garnisonsstadt, als Teil der Besetzung des Rheinlands bis 1930 und als Teil der französisch besetzten Zone nach 1945. Nachdem die Bundesrepublik Deutschland nach Inkrafttreten der Pariser Verträge am 5. Mai 1955 souverän geworden war, war die Stationierung durch das NATO-Truppenstatut geregelt.

Am 1. Mai 1937 wurde das bis dahin selbständige Mörlheim eingegliedert.[18]

Im Jahr 1949 veranstaltete die Stadt Landau die Südwestdeutsche Gartenschau (SÜWEGA) als erste Gartenschau mit überregionaler Wirkung im Nachkriegsdeutschland. Später entwickelte sich daraus die Bundesgartenschau.

Im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurden am 22. April 1972 die Gemeinden Arzheim, Dammheim, Nußdorf, Godramstein, Mörzheim und Wollmesheim eingemeindet, wodurch Landau seine heutige Ausdehnung erhielt. Bereits am 7. Juni 1969 wurde ein Teil der Gemeinde Nußdorf mit 387 Einwohnern nach Landau umgemeindet.[19] 1990 wurde die teilweise in Landau ansässige Erziehungswissenschaftliche Hochschule Rheinland-Pfalz in eine Universität umgewandelt. Seither ist Landau eine der kleinsten Universitätsstädte in Deutschland. 1999 zogen die letzten französischen Soldaten aus Landau ab. Während des Truppenabzugs hatte die Stadt begonnen, die frei werdenden Militärflächen neu zu nutzen.

Politik[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 53,1 % (2009: 48,0 %)
Gewichtetes Ergebnis
 %
40
30
20
10
0
31,0 %
31,6 %
14,5 %
9,1 %
3,2 %
3,9 %
3,8 %
3,0 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-3,0 %p
-1,2 %p
+3,6 %p
-0,3 %p
-5,0 %p
-0,6 %p
+3,8 %p
+3,0 %p
-1,1 %p
Sitzverteilung im Stadtrat
14
6
1
2
4
1
14
2
14 14 
Von 44 Sitzen entfallen auf:
Rathausplatz

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat von Landau in der Pfalz besteht aus 44 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Oberbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[20]

Wahl SPD CDU Grüne FDP Linke AfD Piraten FWG UBFL Gesamt
2014 14 14 6 1 2 1 4 2 44 Sitze
2009 15 14 5 4 0 4 2 44 Sitze
2004 13 17 5 3 4 2 44 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Landau in der Pfalz e.V.
  • UBFL = Unabhängiges Bürgerforum Landau e.V.

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Hans-Dieter Schlimmer (SPD) ist seit 2008 Oberbürgermeister von Landau. Er wurde am 2. September 2007 mit 62,5 Prozent der Stimmen gewählt. Die CDU hatte keinen eigenen Kandidaten, nachdem am 24. August 2007 Kai Schürholt als Bewerber zurückgetreten war, als bekannt wurde, dass er seinen angeblich in Heidelberg erworbenen Doktorgrad der Theologie widerrechtlich führte, weil er sein "Promotionsverfahren bislang nicht abgeschlossen" hatte[21][22]. Nachdem er aufgrund einer nur vorgetäuschten Krebserkrankung den Wahlkampf abbrach, konnte - da alle Fristen dafür bereits abgelaufen waren - kein anderer CDU-Kandidat mehr aufgestellt werden[23]. Schürholt wurde wegen Titelmissbrauch zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 50 Euro verurteilt.

Oberbürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg:

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: In rotem Schildbord in Silber ein rotbewehrter und -bezungter schwarzer Löwe, belegt mit einem goldenen Herzschild, darin ein rotbewehrter schwarzer Adler.

Das Wappen ist ein Hinweis auf den Stadtgründer Graf Emich IV von Leiningen-Landeck (ca. 1260) welcher das Wappen der Grafschaft Dagsburg (Schwarzer Löwe in rotbordiertem silbernem Schild) führte. Der Reichsadler auf dem Schild des Adlers ist ein Hinweis auf die 1291 erlangte Reichsfreiheit und bezieht sich auf ein seit 1413 geführtes Sekretssiegel.

Genehmigt wurde das Wappen am 10. Januar 1961 durch das rheinland-pfälzische Ministerium des Innern in Mainz.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Mit den beiden französischen Städten Haguenau (Hagenau) und Ribeauvillé (Rappoltsweiler) bestehen seit den 1960er Jahren Partnerschaften. 1984 beschloss der Stadtrat eine Partnerschaft mit Kigoma in Ruanda einzugehen. Nach einer Kommunalreform wurde sie 2001 auf Ruhango übertragen, das Teile des ehemaligen Gebietes umfasst.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Jugendstil-Festhalle

Theater[Bearbeiten]

Die Jugendstil-Festhalle wird für Theater, Konzerte und Kongresse genutzt.

Im weiteren Sinne als Theater zu zählen ist auch das Kulturzentrum Altes Kaufhaus. Das Gebäude wurde 1415 erstmals schriftlich erwähnt, ist jedoch nicht mehr in seiner ursprünglichen Anlage erhalten, da es 1839/1840 von August von Voit umgestaltet wurde. Im Vergleich zur Jugendstil-Festhalle ist das Alte Kaufhaus eher klein und wird überwiegend für kleinere Konzerte, Vorträge und Ausstellungen verwendet.

Museen[Bearbeiten]

Die Landauer Museumslandschaft hält für ihren Besucher sehr unterschiedliche Angebote bereit:

Das Historische Stadtmuseum mit Archiv befindet sich seit 2009 in der renovierten Alten Bahnpost am Hauptbahnhof. Zuvor war es in der Gründerzeitvilla Haus Mahla untergebracht. Ausstellungsschwerpunkte sind vor allem die Geschichte der Vauban-Festung Landau mit Stadtmodell von 1740, außerdem Exponate zur bürgerlichen und bäuerlichen Wohnkultur sowie Küfer- und Winzergerätschaften. Daneben beherbergt das Museum auch eine Gemäldesammlung bekannter Landauer Künstler wie Heinrich Jakob Fried und Friedrich Ferdinand Koch. Darüber hinaus wird im städtischen Archiv eine Vielzahl von Dokumenten zur Stadtgeschichte, 17 000 Bände wissenschaftlicher Literatur, Landauer Zeitungen ab 1792 und 120 000 Fotografien aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das auch kunsthistorisch bedeutsame Frank-Loebsche Haus wurde 1987 nach umfangreichen Renovierungen als Dokumentations- und Erinnerungsstätte neu eröffnet. Es ist eng mit der Geschichte des Landauer Judentums verbunden, die in einer umfangreichen Dauerausstellung anschaulich nachvollzogen werden kann. Dabei stehen vor allem auch die Verfolgung pfälzischer Juden, Sinti und Roma während des Dritten Reiches im Vordergrund.

Als Museum und Galerie wird seit 1990 das im Jugendstil gebaute Wohnhaus des bekannten pfälzischen Landschaftsmalers Heinrich Strieffler (1872 -1949) verwendet, wobei neben seinem eigenen Nachlass auch der seiner Tochter gezeigt wird. Ergänzend finden ganzjährig wechselnde Ausstellungen hauptsächlich mit „Altpfälzer Malerei“ statt.

Die 1882 im Stil der Neorenaissance erbaute Villa Streccius dient heute als städtische Galerie und wird für drei bis vier Ausstellungen im Jahr genutzt. Treibende Kraft ist der 1980 gegründete Kunstverein „Villa Streccius“ , der in Zusammenarbeit mit städtischen Stellen eine Vielzahl künstlerischer Aktivitäten organisiert, wozu z. B. eigenverantwortete Ausstellungen, Vorträge und Veranstaltungen zu Kunst und Kultur, darüber hinaus eine Malwerkstatt für Kinder und Jugendliche, Atelierbesuche und vieles mehr gehören.

Im Landauer Kutschen-Kabinett steht der Nachbau eines Landauers, eines Kutschentyps mit aufklappbarem Verdeck, im Mittelpunkt. In einer umfangreichen Sammlung werden weitere Exponate z. B. Kutschen, Schlitten, Pferdegeschirr, aber auch Holzschnitte und Kupferstiche zum Thema 5000 Jahre Rad und Wagen präsentiert.

Kirchen[Bearbeiten]

Evangelische Stiftskirche
Stiftskirche, Barock-Orgel
Katharinenkapelle von Südosten

Das religiöse Leben wird durch die beiden großen Volkskirchen, aber auch durch andere christliche Kirchen und Glaubensgemeinschaften geprägt[24]:

Die Evangelische Kirche der Pfalz ist im Stadtgebiet von Landau durch 11 Kirchengemeinden vertreten, welche in übergreifende Organisationsstrukturen (Pfarrämter) eingebunden sind. Während die große protestantische Stiftskirchengemeinde (3 Pfarrämter) mit ihrer kunstgeschichtlich bedeutenden gotischen Stiftskirche und die Johannes-Kirchengemeinde Teile der Kernstadt (Innenstadt und Horst) repräsentieren, umfasst das Protestantische Pfarramt Queichheim die eher östlich gelegenen Gemeinden Queichheim , Horstring (Lukaskirche) und Mörlheim. Dammheim ist zwar ebenfalls ein Ortsteil von Landau, die hier lebenden evangelischen Christen gehören jedoch zur Kirchengemeinde Essingen-Dammheim-Bornheim mit Sitz des Pfarramtes in Essingen. Auf der Wollmesheimer Höhe im Südwesten der Stadt befindet sich die Matthäuskirchengemeinde, während das Pfarramt Mörzheim für die Gemeinden in Mörzheim und Wollmesheim zuständig ist. Im Nordwesten und Norden der Kernstadt liegen die Kirchengemeinden Godramstein und Nußdorf, welche das Angebot der evangelischen Kirche in Landau vervollständigen.

Zum Pfarrverband Landau des Bistums Speyer gehören insgesamt 22 Gemeinden, welche in Pfarrgemeinschaften zusammengefasst sind und von denen sich 11 im eigentlichen Stadtgebiet von Landau befinden. Zu nennen ist als erstes die Pfarreiengemeinschaft St. Maria, welche aus der Pfarrei St. Maria (Kernstadt) mit ihrer großen, neoromanischen Marienkirche und den Pfarreien St. Martin in Mörlheim und Mariä Himmelfahrt in Queichheim besteht. Ebenfalls in der Innenstadt liegt die Pfarrei Hl. Kreuz, welche mit der gotischen Augustinerkirche ein besonderes Baudenkmal besitzt und mit St. Georg in Arzheim verwaltungstechnisch verbunden ist. Die Pfarrei St. Albert umfasst den Stadtteil Wollmesheimer Höhe und die neue Südweststadt und bildet mit den Gemeinden St Ägidius in Mörzheim und St Mauritius in Wollmesheim eine Pfarreiengemeinschaft. Auch die Gemeinden St. Pirmin in Godramstein und St. Quintin in Siebeldingen sind zu einer Pfarreiengemeinschaft verschmolzen, wobei Siebeldingen allerdings nicht mehr zum eigentlichen Stadtgebiet gehört. Die schon seit längerem miteinander verbundenen Pfarreien St. Elisabeth und Christ-König liegen eher im Osten der Stadt, sie betreuen auch die Gemeindemitglieder im Stadtteil Nußdorf, mit der Nepomuk Kapelle als Gemeindezentrum.

Zu den weiteren Kirchen und Glaubensgemeinschaften gehört unter anderem die Altkatholische Gemeinde, welche die Katharinenkapelle, das zweitälteste Kirchengebäude Landaus, als Zentrum ihrer Gemeindearbeit nutzt.

Die evangelischen Freikirchen werden u. a. durch die Adventgemeinde Landau (Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten), die christliche Gemeinde („Er lebt“- Gemeinde) und das Christliche Zentrum Landau vertreten. Außerhalb der verfassten kirchlichen Strukturen sehen sich auch die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Landau/Pfalz (Baptisten), die Katharinengemeinde Landau der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und die Freie Christengemeinde Landau (Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP)).

Auch die Neuapostolische Kirche im Rheinland ist in Landau durch eine Kirchengemeinde repräsentiert, während die Zeugen Jehovas, wie in anderen Gemeinden auch, insbesondere durch ihre intensive Öffentlichkeitsarbeit auf ihre Anliegen aufmerksam machen.

Jüdisches Leben in Landau[Bearbeiten]

siehe Hauptartikel Jüdische Gemeinde Landau

Bauwerke[Bearbeiten]

Bastion der Fortanlage
Französisches Tor und Grabstein von General Joseph de Montclar
Hafermagazin

Im Norden von Landau, am Rande der Innenstadt steht das Deutsche Tor, das derzeit im Rahmen der Landesgartenschau renoviert und umgebaut wird. Die Landesgartenschau war ursprünglich für 2014 geplant, wurde aber wegen zahlreicher Bombenblindgängerfunde aus dem Zweiten Weltkrieg am 30. Juli 2013 um ein Jahr verschoben. Am südlichen Rand der Innenstadt steht das Französische Tor. Die imposanten Räumlichkeiten dieses Bauwerkes beherbergen derzeit ein Café/Bistro.

Der Bismarckturm steht im "Fort-Wald" am Rande der Festung Landau. Dieses Fort war eine frühere Festungsanlage, auf der sich heute ein Campus der Universität Koblenz-Landau und die Gebäude der Landauer Realschule befinden. Die besterhaltenen Mauern des Forts sind die Nord- und Westmauern und sind nördlich des Alten Meßplatzes frei zugänglich. Zudem ist innerhalb des ursprünglichen Grundrisses des Forts der Landauer Zoo untergebracht, wobei die östlichen Mauern innerhalb des Geländes des Zoos nicht frei zugänglich sind.

Die Jugendstil-Festhalle, seltener auch als Ludowici-Festhalle bezeichnet, wird nach einer umfassenden Sanierung als multifunktionale Veranstaltungsstätte genutzt. Sie wurde von 1905 bis 1907 errichtet und zählt zu den bedeutendsten Jugendstilbauten im süddeutschen Raum.[25] Architekt war Hermann Goerke, der später auch den oben beschriebenen Bismarck-Turm plante.

Die katholische Stadtpfarrkirche St. Maria steht in der Innenstadt von Landau in der Pfalz, direkt am Südring. Sie ist die mächtigste Kirche der gesamten Südpfalz. Wegen ihrer alles überragenden Größe im neoromanischen Kathedralstil wird sie auch als Dom zu Landau bezeichnet. Die Kirche ist im Verzeichnis der Kulturdenkmäler der kreisfreien Stadt Landau aufgeführt.[26]

Die evangelische Stiftskirche ist ein Wahrzeichen von Landau in der Pfalz und mit 675 Jahren auch das älteste Gotteshaus der Stadt. Sie steht im Stadtzentrum von Landau in der Fußgängerzone. Auf dem Platz vor ihr, dem Stiftsplatz, steht ein Denkmal von Martin Luther des Bildhauers Martin Mayer.

Das Hafermagazin Landau ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Weißquartierstraße 23/Reduitstraße 6 in Landau in der Pfalz.[27] Das Hafermagazin Landau wurde 1914 bis 1916 im Auftrag der Bayerischen Militärverwaltung als Futterspeicher erbaut. Das Karlsruher Bauunternehmen Dyckerhoff & Widmann war für die Planung und Ausführung des Baus zuständig.[28]

Im Stadtzentrum befindet sich auch ein für die Öffentlichkeit nicht zugänglicher Fernmeldeturm, bei dem es sich baulich um einen Typenturm des Typs FMT 9 handelt.

Weitere Bauwerke sind:


Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Landau in der Pfalz

Parks[Bearbeiten]

Park in der Fortanlage
  • Fortanlage
  • Goethepark
  • Kreuzgarten
  • Luitpoldpark
  • Nordpark
  • Ostpark mit Schwanenweiher
  • Savoyenpark
  • Schillerpark
  • Südwestpark
  • Zoo

Das Zoogelände erstreckt sich entlang den französischen historischen Fortanlagen. Gründungsdatum ist der 24. Juli 1904.

Landesgartenschau[Bearbeiten]

Vom 17. April – 18. Oktober 2015 findet auf dem ehemaligen Kasernengelände im Süden der Stadt die Landesgartenschau statt. Aufgrund zahlreicher Bombenfunde wurde die ursprünglich für 2014 geplante Gartenschau um ein Jahr verschoben.[29]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Benefizkonzert Hans-Rosenthal-Stiftung
  • Fest des Federweißen
  • Goetheparkplaudereien
  • ImWoBau – Immobilien, Wohnen, Bauen (Messe)
  • La.Meko Filmfestival (November)
  • Internationaler Pfälzer Saumagen-Wettbewerb
  • Landauer Gespräche
  • Landauer Sommer
  • Landauer Weihnachtszirkus
  • Landauer Wirtschaftswoche
  • Mai- und Herbstmarkt
  • Thomas-Nast-Nikolausmarkt
  • Wochenmarkt (Dienstag und Samstag)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Größte
Weinbaugemeinden
im Anbaugebiet
Rang unter allen
rheinland-pfälzischen
Weinbaugemeinden
nach Rebfläche
Bestockte
Rebfläche
(in ha)
Rebsorten
weiße  rote
(in %)
Pfalz   23.363 59,3 40,7
Landau (Pfalz) 1 2.039 59,8 40,2
Neustadt (Weinstr.) 2 2.012 60,8 39,2

Landau in der Pfalz ist erheblich geprägt vom Weinbau und mit 2039 Hektar bestockter Rebfläche die größte Weinbaugemeinde in Rheinland-Pfalz. Wichtige am Ort vertretene Unternehmen sind unter anderem Michelin, ein Werk der Pechiney-Aluminium-Gruppe sowie das inhabergeführte Großhandelsunternehmen Chr. Ufer GmbH mit einer Firmenhistorie von über 220 Jahren.[30] Über die Tiefdruckerei wwk der Schlott-Gruppe wurde am 1. April 2011 ein Insolvenzverfahren eröffnet.[31] Landau verfügt über ein umfangreiches Einzelhandels- und Dienstleistungsangebot.

Geothermiepionierstadt Landau[Bearbeiten]

In Landau wurde 2007 mit dem 3 Megawatt Strom produzierenden Geothermiekraftwerk Landau das erste funktionierende Erdwärmekraftwerk in der Oberrheinischen Tiefebene errichtet.

Am 15. August und 14. September 2009 kam es in Landau zu leichten seismischen Ereignissen der Stärken 2,7 bzw. 2,4 auf der Richterskala. Das rheinland-pfälzische Umweltministerium hat eine Expertenkommission mit der Untersuchung dieser Seismizität auf einen möglichen Zusammenhang mit dem Kraftwerksbetrieb beauftragt.[32] Am 11. November 2009 leitete die Betreiberfirma der Geothermieanlage mit vorgeschalteten Funktionstests die Wiederaufnahme des Probebetriebs ein. Zuvor hatte das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium bestätigt, dass das Kraftwerk alle notwendigen Sicherheitskriterien erfüllt.[33]

Verkehr[Bearbeiten]

Landau liegt verkehrsgünstig im Überschneidungssektor der Metropolregion Rhein-Neckar und der Technologieregion Karlsruhe. Die wichtigsten Fernstraßen sind die A 65 (mit den drei Anschlussstellen LD-Nord, LD-Zentrum und LD-Süd), die B 10 und die B 38. Die touristische Deutsche Weinstraße am Fuße des Pfälzerwaldes liegt in unmittelbarer Nähe.

Nahverkehr[Bearbeiten]

Hauptbahnhof, Mittelpunkt des ÖPNV in Landau

1855 erhielt Landau durch den Bau der Pfälzischen Maximiliansbahn NeustadtWissembourg (Weißenburg) Anschluss an das Eisenbahnnetz. Mit Eröffnung der Bahnstrecke Germersheim–Landau nach Germersheim im Jahr 1872 sowie der Queichtalbahn über Annweiler nach Zweibrücken im Jahr 1875 wurde die Stadt zum Eisenbahnknotenpunkt. 1898 wurde die Nebenbahn nach Herxheim eröffnet. Die Strecken nach Herxheim und Germersheim wurden in den 1980er Jahren stillgelegt. Von 1911 bis 1953 führte außerdem mit der Pfälzer Oberlandbahn eine Überlandstraßenbahn von Neustadt nach Landau.

Dreh- und Angelpunkt des Nahverkehrs ist heute der Hauptbahnhof. Während die Maximiliansbahn keinen weiteren Halt mehr im Stadtgebiet hat, verfügt die Queichtalbahn mit Landau West und einem Bahnhof im Stadtteil Godramstein noch über zwei weitere Bahnhöfe; Dammheim besaß an der Strecke nach Germersheim einen Haltepunkt und Mörlheim einen an der Stichstrecke nach Herxheim.

Im Zuge des Fahrplanwechsels im Sommer 2007 wurde das Buskonzept in Landau umgestellt, sodass seitdem mehr und bessere Verbindungen geboten werden. Mit den Linien 507, 508 und 509 existieren drei innerstädtische Buslinien. Diese sowie die Linie 501 nach Neustadt werden von der PalatinaBus betrieben. Die übrigen Buslinien, die ins Umland der Stadt führen, werden hauptsächlich von SüdwestBus betrieben. Landau ist Mitglied im Karlsruher Verkehrsverbund, sowie im Verkehrsverbund Rhein-Neckar.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Gerichtsgebäude

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Die 1990 gegründete Universität Koblenz-Landau hat in Landau einen Campus, der Schwerpunkt der Studiengänge liegt hier in den Bereichen Lehrerbildung, Erziehungswissenschaft, Psychologie sowie Sozial- und Umweltwissenschaft. Hervorgegangen ist die Universität aus der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Rheinland-Pfalz (EWH). Im Sommersemester 2010 waren am Campus Landau rund 6200 Studierende immatrikuliert.[34]

Das seit 1991 bestehende Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (ZFUW) der Universität Koblenz-Landau bietet in Kooperation mit dessen Fachbereichen wissenschaftliche Weiterbildungen in folgenden Bereichen an: Energie, Gesundheit, Management/BWL und Umwelt. Das Programm des ZFUW umfasst Fernstudiengänge mit Diplom- und Masterabschlüssen, einsemestrige Fernstudienkurse mit spezifisch berufsbezogenen Inhalten, Universitäts-Zertifikatslehrgänge sowie Tages- und Wochenendseminare. Seit Herbst 2010 ist das ZFUW auch am Campus Landau angesiedelt, und 2011 wurde das ZFUW in eine zentrale Betriebseinheit der gesamten Universität Koblenz-Landau umgewandelt.

Landau verfügt aufgrund des großen Einzugsgebietes über drei staatliche Gymnasien (Max-Slevogt-,Eduard-Spranger- und Otto-Hahn-Gymnasium) und eine private katholische Mädchenschule mit Gymnasial- und Realschulzweig (Maria-Ward-Schule). Hinzu kommt eine Duale Oberschule im Schulzentrum Ost, Hauptschule (West – Schule im Fort), eine Duale Oberschule, die Herman-Gmeiner-Hauptschule, die im Jahr 2000 geschlossen wurde, eine Realschule (Konrad-Adenauer-Realschule), eine staatliche berufsbildende Schule, ein naturwissenschaftliches Technikum (Künkele-Institut) und elf Grundschulen, darunter eine private Montessori-Schule. Abgerundet wird das Schulangebot durch fünf Sonderschulen in verschiedenen Ausrichtungen.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

Bekannteste Freizeiteinrichtung ist der seit 1904 existierende Zoo Landau in der Pfalz, der sich in der Nähe der Fortanlagen befindet. Eine vergleichbare Einrichtung ist das im Südosten der Stadt gelegene Reptilium, ein Terrarien- und Wüstenzoo.

Am westlichen Stadtrand sind das Südpfalz-Stadion sowie das Freibad angesiedelt, das nach seiner Renovierung seit Sommer 2008 wieder eröffnet hat. Auf der anderen Seite der Stadt befindet sich das Freizeitbad La Ola, und das Kino Filmwelt.

Das Haus der Jugend Landau wurde am 3. September 1983 in der „Roten Kaserne“, einem ehemaligen Kasernengebäude der französischen Streitkräfte in Deutschland (Forces françaises en Allemagne) im Zuge der Konversionen eröffnet. Zu ihm gehört als Außenstelle auch noch der Städtische Jugendtreff Horstring.

Mit über 5000 Mitgliedern[35] der größte Sportverein der Stadt, der zeitweise auch der größte in Rheinland-Pfalz war, ist der ASV Landau. Ebenfalls hier ansässig ist der Horst Sport-Verein (HSV Landau), bei dem der ehemalige Bundesligaspieler Benjamin Auer in der Jugendabteilung begann.

In der Landauer Südstadt hat sich der Inlinehockey-Club IHC Landau 1999 e. V. in der ehemaligen französischen Sporthalle angesiedelt, der es durch seine Meisterschaft 2006 in der Regionalliga Süd-West in die 2. Bundesliga der ISHD schaffte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Martin: Landau. Der Stadtführer. G. Braun Buchverlag, Karlsruhe 2009, ISBN 978-3-7650-8525-3.
  • Michael Martin: Kleine Geschichte der Stadt Landau. G. Braun Buchverlag, Karlsruhe 2006, ISBN 978-3-7650-8340-2.
  • Hans Hess: Die Landauer Judengemeinde. Landau 1969 (erweiterte Ausgabe Landau 1983)
  • Falko Heinz: Landau in der Pfalz unter französischer Besatzung 1945–1949, Peter Lanf, Frankfurt am Main u. a. 2008, ISBN 978-3-631-58054-7.(Militärhistorische Untersuchungen, Band 9).(Zugleich: Dissertation, Würzburg, Universität 2007).
  • Landau. Ein Bild von einer Stadt. Fotografiert von Björn Kray Iversen, mit Textbeiträgen von Walter Appel, Roman Heiligenthal, Thomas Hirsch, Elke Partovi und Hans-Dieter Schlimmer (übersetzt ins Englische und Französische). KnechtVerlag, Landau 2011, ISBN 978-3-939427-07-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landau in der Pfalz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Landau – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Flächennutzungsstatistik 2004
  3. Das Gemeindegebiet von Landau inkl. der Ortsteile
  4. GeoPortal Landau: Einwohnerstatistik, Dezember 2011 Die Kernstadt Landau in ihren ursprünglichen Grenzen wird in die statistischen Bezirke 10 bis 19 gegliedert. Die übrigen Ortsteile entsprechen statistischen Bezirken.
  5. Gemarkungsnummern: Gemarkungsverzeichnis Rheinland-Pfalz (ZIP; 249 kB)
  6. Flächennutzungsstatistik 31. Dezember 2004
  7. GeoPortal Landau: Einwohnerstatistik, Dezember 2011
  8. Einwohner pro km², errechnet
  9. Vgl. BSLK, S. 765; vgl. S. 16.
  10. Historische Karten als Digitalisate 1 und 2 der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  11.  Emil Heuser: Die dritte und vierte Belagerung Landaus im Spanischen Erbfolgekrieg. 1704 und 1713. Ed. Kaußlers Buchhandlung, Landau Pfalz 1896, S. 93 ff.
  12. region-suedliche-weinstrasse.de: Landau in der Pfalz
  13.  Emil Heuser: Die dritte und vierte Belagerung Landaus im Spanischen Erbfolgekrieg. 1704 und 1713. Ed. Kaußlers Buchhandlung, Landau Pfalz 1896, S. 163 ff.
  14. Zeno.org: Bezons, Jacques Bazin. Abgerufen am 5. November 2009
  15.  Emil Heuser: Die dritte und vierte Belagerung Landaus im Spanischen Erbfolgekrieg. 1704 und 1713. Ed. Kaußlers Buchhandlung, Landau Pfalz 1896, S. 257.
  16. Vertragstext des „Zweiten Pariser Friedens“, Artikel I.
  17. Münchener Vertrag vom 14. April 1816 (Google Books)
  18.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 506
  19. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 184 (PDF; 2,6 MB)
  20. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadtratswahlen der kreisfreien Städte
  21. http://www.focus.de/politik/deutschland/ob-kandidat_aid_130515.html
  22. http://www.zeit.de/news/2011-11/23/wissenschaft-hintergrund-wenn-politiker-ueber-doktortitel-stolpern-23211427
  23.  Doktortitel und Tumor frei erfunden. In: Focus Online. 24. August 2007 (Online, abgerufen am 26. September 2007).
  24. Die Reihenfolge der Darstellung der Kirchen und Glaubensgemeinschaften erfolgt jeweils nach alphabetischen Gesichtspunkten
  25. Stadtholding Landau in der Pfalz: Jugendstil-Festhalle
  26. Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreisfreie Stadt Landau in der Pfalz (PDF; 1,3 MB) Auf: denkmallisten.gdke-rlp.de (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz), abgerufen am 7. August 2012
  27. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Stadt Landau (PDF; 1,3 MB) Koblenz 2011, abgerufen am 14. September 2012.
  28. Hafermagazin Landau landau.city-tiger.de, abgerufen am 14. September 2012.
  29. Mitteilung über Terminverschiebung, abgerufen am 5. Februar 2014
  30. http://www.ufer.de/der-ufer/wir-ueber-uns/220-jaher-vorsprung
  31. http://www.schlottgruppe.de/de/presse-2011.html
  32. http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=5287220/1cturq2/index.html/
  33. http://www.geox-gmbh.de/de/Aktuelle_Meldungen.asp
  34. Universität Koblenz-Landau: Campus Landau! Abgerufen am 23. September 2010.
  35. ASV Landau: Geschichte des Vereins (in Kurzform). Abgerufen am 15. März 2011.