Institut zur Zukunft der Arbeit

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Sitz des Instituts zur Zukunft der Arbeit in der ehemaligen Bremer Landesvertretung in Bonn (2008)

Das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) ist ein von der Deutsche Post AG gegründetes privates Wirtschaftsforschungsinstitut in der Rechtsform gemeinnützige GmbH (gGmbH). Es hat seinen Sitz in Bonn.

Inhaltsverzeichnis

Zusammensetzung

Das IZA wird von der Deutsche Post-Stiftung mit umfangreichem Wissenschaftssponsoring gefördert. Darüber hinaus wird Auftragsforschung für namhafte Institutionen betrieben. Es ist an den wissenschaftlichen Lehrbetrieb der Universität Bonn angebunden und in die Doktorandenausbildung der Bonn Graduate School of Economics integriert.

Zusätzlich bietet das IZA Politikberatung in allen Bereichen der Arbeitsmarktökonomie an.

Präsident des Instituts ist Klaus Zumwinkel, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutsche Post World Net.

CEO und Direktor ist Klaus F. Zimmermann, der zugleich auch Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin ist. Direktor für Arbeitsmarktpolitik ist Hilmar Schneider.

Ziele

Das Institut zur Zukunft der Arbeit versteht sich als unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut für internationale Arbeitsmarkt-Grundlagenforschung und Politikberatung.

Die Forschungsprogramm des IZA erstreckt sich über sieben Bereiche:

  • Evaluation arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen
  • Verhaltens- und Personalökonomie
  • Migration
  • Arbeitsmärkte und Institutionen
  • Arbeitsmärkte in Transformations- und Schwellenländern
  • Zukunft der Arbeit
  • Beschäftigung und Entwicklung.

Das Institut zur Zukunft der Arbeit verfolgt damit drei zentrale Aufgaben:

  • International wettbewerbsfähige Forschungstätigkeit auf allen Gebieten der Arbeitsökonomie
  • Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in praktikable Konzepte
  • Vermittlung von Forschungsergebnissen und Konzepten an die Öffentlichkeit.

IZA Prize in Labor Economics

Seit 2002 verleiht das IZA jährlich den IZA Prize in Labor Economics „für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Arbeitsökonomie.“[1] Die bisherigen Preisträger sind:

Positionen des IZA

Zu den – teils kontrovers diskutierten – Reformvorschlägen des IZA für den deutschen Arbeitsmarkt zählen das Workfare-Konzept[2] als Alternative zum Kombilohn-Modell, die Ablehnung der flächendeckenden Einführung von Mindestlöhnen, flexiblere (längere) Arbeitszeiten, die Lockerung des Kündigungsschutzes sowie die Anhebung des Renteneintrittsalters. Darüber hinaus fordert das IZA eine stärkere Berücksichtigung ökonomischer Aspekte im Zuwanderungsgesetz. Laut einer Meldung des Magazins Focus[3] präsentierte der IZA-Direktor für Arbeitsmarktpolitik Hilmar Schneider auf einer Tagung den Vorschlag einer „Arbeitslosen-Auktion“, bei der Unternehmen Arbeitskraft ersteigern können.

Quellen

  1. IZA Prize Website
  2. IZA Research Report No. 18: Umsetzung des Workfare-Ansatzes im BMWi-Modell für eine existenzsichernde Beschäftigung – Abschlussbericht bmwi.de, abgerufen am 22. Juli 2008
  3. Focus: Arbeitslose zu versteigern

Literatur

Weblinks

Selbstbeschreibung, Publikationen:

Kontroverse Themen in der Presse:

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