Isopropylamin

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Strukturformel
Strukturformel von Isopropylamin
Allgemeines
Name Isopropylamin
Andere Namen
  • Propan-2-amin
  • 2-Propanamin
  • 2-Aminopropan
  • 1-Methylethylamin
Summenformel C3H9N
CAS-Nummer 75-31-0
PubChem 6363
Kurzbeschreibung

farblose, ammoniakartig riechende Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 59,11 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,69 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

−101 °C[2]

Siedepunkt

32 °C[2]

Dampfdruck

63,3 kPa (20 °C)[2]

Löslichkeit
Brechungsindex

1,3746[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 224​‐​319​‐​335​‐​315
P: 210​‐​261​‐​305+351+338 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
Hochentzündlich Reizend
Hoch-
entzündlich
Reizend
(F+) (Xi)
R- und S-Sätze R: 12​‐​36/37/38
S: (2)​‐​16​‐​26​‐​29
MAK

12 mg·m−3 bzw. 5 ppm[2]

Toxikologische Daten

820 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−112,3 kJ/mol[6]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Isopropylamin ist eine leichtflüchtige, farblose Flüssigkeit und gehört zur Substanzklasse der primären Amine.

Herstellung[Bearbeiten]

Isopropylamin wird industriell durch Aminierung von Isopropylalkohol am Metallkatalysator bei 300–500 °C hergestellt:[1]

Reactiontoisopropylamine.png

Handhabung[Bearbeiten]

Isopropylamin sollte nur in geschlossenen Systemen, wie z. B. Drucktanks, gehandhabt werden. Aufgrund des hohen Dampfdrucks und der niedrigen Siedetemperatur sind vor allem Brand- und Explosionsschutzvorschriften zu beachten. Auf gute Be- und Entlüftung des Arbeitsplatzes achten.

Verwendung[Bearbeiten]

Isopropylamin wird bei der Synthese von vielen Herbiziden wie Anilofos, Desmetryn oder Propazin/Prometryn eingesetzt. Einige saure Wirkstoffe wie Glyphosat und Imazapyr werden mit Isopropylamin zu einem Salz umgesetzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Propylamine. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 5. Mai 2014.
  2. a b c d e f Eintrag zu CAS-Nr. 75-31-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30.12.2007 (JavaScript erforderlich)
  3. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 75-31-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  4. Datenblatt Isopropylamine bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 6. April 2011 (PDF).
  5. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  6. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-25.