Jakobwüllesheim

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50.76256.5594444444444150Koordinaten: 50° 45′ 45″ N, 6° 33′ 34″ O

Jakobwüllesheim
Gemeinde Vettweiß
Wappen von Jakobwüllesheim
Höhe: 150 m
Fläche: 4,5 km²
Einwohner: 772 (30. Jun. 2009)
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 52391
Vorwahl: 02424
Der Ort von Westen mit den markanten Kirchtürmen
Katholische Pfarrkirche St. Jakobus in Jakobwüllesheim
St. Jakobus
Hauptportal von St. Jakobus

Jakobwüllesheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Vettweiß im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Jakobwüllesheim liegt im Norden des Gemeindegebietes in der Zülpicher Börde und grenzt an Rommelsheim (Gemeinde Nörvenich), Stockheim (Gemeinde Kreuzau), Vettweiß und Kelz. Zwischen Stockheim und Jakobwüllesheim fließt der Ellebach.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Endung des Ortsnamens (-heim) lässt auf eine erste Besiedlung durch die Franken schließen. Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahre 931, als Erzbischof Wichfrid aus Köln dem dortigen Ursula-Stift Güter in Wulesheim schenkte. 1174 ist bereits von einer Kapelle in Villa St. Jacobi die Rede. Dieser Name wurde dem Ortsnamen dann hinzugefügt, um ihn von Frauwüllesheim zu unterscheiden. 1342 taucht der Name als sent Jacobs Wilwisheim auf.

Neugliederungen[Bearbeiten]

1932 kommt Jakobwüllesheim von der Bürgermeisterei Drove zum Amt Vettweiß. Am 1. Juli 1969 wurde Jakobwüllesheim nach Vettweiß eingemeindet.[1]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Das ehemalige Bauerndorf ist heute Wohnstätte für die benachbarten Industrieregionen geworden. Landwirtschaft wird, außer Gemüseanbau, kaum noch betrieben. Einige kleine Gewerbebetriebe befinden sich im Ort.

Verkehr[Bearbeiten]

Im Ort treffen sich zwei überörtliche Straßen, die Landesstraße 327, welche von Stockheim nach Rommelsheim führt, und die Kreisstraße 33. Es gibt einen Haltepunkt an der im Tourismusverkehr betriebenen Bördebahn.

Busse des Regionalverkehr Euregio Maas-Rhein (RVE) binden den Ort an den öffentlichen Personennahverkehr an.

Kirche[Bearbeiten]

Weithin sichtbar sind die beiden Kirchtürme mit der beleuchteten Kirchturmuhr. Die Pfarrkirche St. Jakobus wurde 1893/1894 vom Kölner Regierungsbaumeister Heinrich Krings im neoromanischen Stil erbaut. Bekannt ist die Kirche auch als Bausatz-Modell des Modellbahnzubehör-Herstellers Viessmann Modellspielwaren, welcher das Modell unter seiner Marke Kibri vertreibt und als eine der wenigen zweitürmigen Modellkirchen auf vielen H0-Modelleisenbahnanlagen zu finden sein dürfte.

Vereine, Vereinigungen[Bearbeiten]

Obwohl es sich nur um einen kleinen Ort handelt, gibt es eine Vielzahl von Vereinen, teilweise mit überörtlicher Bedeutung. Es gibt eine Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Vettweiß mit einer Jugendfeuerwehr, den Kegelclub „Hacke Dicht“, den Tennisverein Jakobwüllesheim, die St. Jakobus Schützenbruderschaft e. V., den Sportverein Borussia Jakobwüllesheim 1923 e. V. und die Spielgemeinschaft (Fußball) Kelz/Jakobwüllesheim, den Musikverein „Concordia“, das Tambourcorps „Frei Weg“, den Motorsportclub Jakobwüllesheim, die Karnevalsgesellschaft „Löstige Jonge“, die Interessengemeinschaft Ortsvereine Jakobwüllesheim, den Eishockeyfanclub „Fanatics Blau-Weiß“ und das KulturForum Europa e. V.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Martin Rehmann (* 1983), deutscher Sternekoch, in Jakobwüllesheim aufgewachsen

Sonstiges[Bearbeiten]

Wie im Rheinland oftmals üblich, haben die Jakobwüllesheimer einen Eigennamen. Sie werden als Ochsen bezeichnet. Das mag daher rühren, dass früher die schweren Zuckerrübenwagen von Ochsen gezogen wurden.

Im Ort gibt es einen Kindergarten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 98.

Weblinks[Bearbeiten]