Johannes Hintz

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Johannes Hintz (* 1. Oktober 1898 in Metz; † 21. Mai 1944 in Paris) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten]

Beförderungen

Hintz trat am 26. Juni 1915 als Freiwilliger während des Ersten Weltkriegs in das 1. Hannoversche Infanterie-Regiment Nr. 74. Zunächst kämpfte er an der Ostfront, war kurzzeitig 1916 an der Westfront im Einsatz und verblieb dort von März 1917 bis Kriegsende. Während dieser Zeit hatte er Verwendungen als Zug- und Kompanieführer sowie als Ordonnanzoffizier und war am 16. Januar 1917 zum Leutnant der Reserve befördert worden. Nachdem sein Regiment in die Heimat zurückgekehrt und dort demobilisiert worden war, schloss Hintz sich im Dezember 1918 dem Freikorps Heschkel an. Dort verblieb er bis zu seinem Übertritt zur Polizei am 5. November 1919. Hier war Hintz zunächst vom 5. November 1919 bis 1920 bei der Schutzpolizei in Kattowitz eingesetzt, wechselte jedoch 1920 zur Schutzpolizei nach Hannover über. Dort verblieb er bis Ende September 1928. Anschließend fungierte er vom 1. Oktober 1928 bis Ende September 1933 als Lehrer an der Polizeischule in Hildesheim sowie anschließend vom 1. Oktober 1933 bis 31. Juli 1935 bei der Landespolizei Hannover.

Mit der Erweiterung der Wehrmacht trat Hintz am 1. August 1935 im Range eines Hauptmanns zur Luftwaffe über und wurde Batteriechef im Flak-Regiment 12. Vom 7. November 1936 bis Juli 1937 beteiligte er sich mit der Legion Condor am Spanischen Bürgerkrieg auf der Seite Francos, wo er als Batteriechef in der Flak-Abteilung F 88 eingesetzt war. Anschließend kehrte Hintz nach Deutschland und zum Flak-Regiment 12 zurück. Hier war er bis Ende September 1937 erneut Batteriechef und ab 1. Oktober 1937 dann Kommandeur der I. Abteilung.

Im Zuge der Mobilmachung, wurde Hintz am 26. August 1939 zum Kommandeur des Flak-Regiments 32 ernannt, welches sich im Oktober 1939 in das Flak-Regiment 101 umnannte. Mit diesem nahm er ab Juni 1940 am Westfeldzug teil. Am 5. Juli 1949 gab Hintz das Kommando des Regiments jedoch ab und wurde ab 6. Juli 1940 Kommandeur der Flakschule I in Rerik. Diesen Posten hielt er bis 4. März 1942 inne. Während dieser Zeit fungierte er vom 24. Juli 1940 bis 4. März 1942 auch als Kommandant des Flakartillerieschießplatzes ebenfalls in Rerik. Im Anschluss hieran, wurde Hintz am 5. März 1942 mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Kommandeur der 4. Flak-Division beauftragt, dessen Kommandeur er am 1. April 1943 wurde. Dieses führte er anschließend bis Ende Februar 1944. Am 1. März 1944, wurde Hintz mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Kommandierender General des III. Flak-Korps beauftragt. Hintz verstarb am 21. Mai 1944 infolge seiner am 14. Mai 1944 durch einen Autounfall verursachten Verletzungen. Posthum erfolgte seine Beförderung zum Generalleutnant.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945 Band 2: H-N, Biblio Verlag, Osnabrück 1992, ISBN 3-7648-2207-4 S. 92/93

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939–1945 Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 392