John Julius Cooper, 2. Viscount Norwich

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John Julius Cooper, 2. Viscount Norwich, CVO (* 15. September 1929), bekannt als John Julius Norwich, ist ein britischer Peer, Schriftsteller und Fernsehmoderator.

Bekannt sind vor allem seine Werke über das Byzantinische Reich und das normannische Königreich Sizilien.

Leben[Bearbeiten]

Familie[Bearbeiten]

John Julius Cooper wurde am 15. September 1929 als Sohn von Alfred Duff Cooper und dessen Frau Diana Cooper geboren. Sein Vater wurde 1952 in Anerkennung seiner literarischen und politischen Verdienste zum Viscount Norwich ernannt. Nach seinem Tod 1954 erbte sein Sohn John Julius Cooper seinen Titel sowie den damit verbundenen Sitz im House of Lords.

Karriere[Bearbeiten]

John Julius Cooper besuchte das Upper Canada College in Toronto, Eton College, die Universität Straßburg und, nach seinem Wehrdienst bei der Royal Navy, das New College in Oxford, wo er Französisch und Russisch studierte.

1952 wurde John Julius Cooper Diplomat des britischen Foreign Service. Er arbeitete für die Botschaften in Belgrad und Beirut und nahm an der UN-Konferenz für Abrüstung in Genf teil. 1964 verließ er den Foreign Service, um sich unter dem Pseudonym „John Julius Norwich“ dem Schreiben zu widmen. In den folgenden Jahrzehnten veröffentlichte er mehrere Bücher, die meisten davon historische Werke, und arbeitete in einigen Fernsehproduktionen mit.

Lord Norwich ist Vorsitzender des Venice in Peril Fund, stellvertretender Vorsitzender des World Monuments Fund und ehemalige Führungskraft des National Trust. Des Weiteren ist er Mitglied der Royal Geographical Society, der Society of Antiquaries of London und der Royal Society of Literature. Er trägt den Verdienstorden der Italienischen Republik, Klasse Commendatore, und ist seit 1993 Commander of the Royal Victorian Order.

John Julius Norwich hat einen Sohn, Jason Charles Duff Bede Cooper (* 1959), und eine Tochter aus erster Ehe sowie eine weitere Tochter aus einer Affäre.

Werke[Bearbeiten]

als Autor[Bearbeiten]

  • Mount Athos. Hutchinson, London 1966.
  • Die Normannen in Sizilien 1130–1194 (The kingom in the south. 1130–1194, 1970). Brockhaus, Wiesbaden 1973, ISBN 3-7653-0240-6.
  • Die Wikinger im Mittelmeer. Das Südreich der Normannen, 1016–1130 (The normans in the south. 1016–1130, 1967). Brockhaus, Wiesbaden 1974, ISBN 3-7653-0087-X.
  • The Normans in Sicily. Penguin Books, London 1992, ISBN 0-14-015212-1 (Neuauflage der Titel The Normans in the South und The Kingdom in the Sun).
  • Sahara (Sahara, 1968). Safari-Verlag, Berlin 1970.
  • A History of Venice. Penguin Books, London 2003, ISBN 0-14-101383-4 (EA London 1981).
  • A Taste for Travel. Knopf, New York 1987, ISBN 0-394-55855-3 (EA London 1985).
  • Fifty Years of Glyndebourne. An illustrated history, Cape Books, London 1985, ISBN 0-224-02310-1.
  • The Architecture of Southern England. Macmillan, London 1985, ISBN 0-333-22037-4.
  • Byzanz. Econ, Düsseldorf 1998 (3 Bde.)
  1. Der Aufstieg des oströmischen Reiches (The Early Centuries, 1988). 1998, ISBN 3-430-17161-X.
  2. Auf dem Höhepunkt der Macht. 800–1071 (The Apogee, 1991). 1998, ISBN 3-430-17162-8.
  3. Verfall und Untergang. 1072–1453 (The Decline and Fall, 1995). 1998, ISBN 3-430-17163-6.

als Herausgeber[Bearbeiten]

  • Bedeutende Städte der Geschichte von Uruk bis Shanghai (The great cities in history, 2009). Bassermann, München 2010, ISBN 978-3-8094-8024-2.
  • The Duff Cooper Diaries. 1915–1951. Weidenfeld & Nicolson, London 2005, ISBN 0-297-84843-7.
  • A traveller's companion to Venice. Robinson, London 2002, ISBN 978-1-56656-465-6 (EA London 1990).
  • Die Architektur der Welt. Von der Zyklopenmauer zum Stahlbeton (Great architecture of the world, 1975). PArkland, Stuttgart 1987, ISBN 3-88059-287-X (früherer Titel: Weltarchitektur).

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Alfred Duff Cooper Viscount Norwich
1954–
derzeitiger Inhaber des Titels