Joseph Russegger

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Josef Russegger, Lithographie von Gabriel Decker, 1854

Josef Ritter von Russegger (* 18. November 1802 in Salzburg; † 20. Juni 1863 in Schemnitz) war ein Geologe.

Russegger widmete sich in Schemnitz (heute: Banská Štiavnica in der Slowakei) dem Bergwesen, trat 1825 in den österreichischen Staatsdienst und wurde Bergverwalter in Böckstein bei Bad Gastein, wo er das Werk Der Aufbereitungsprozeß gold- und silberhaltiger Roherze im salzburgischen Montanbezirk (Stuttgart 1841) schrieb.

1836–1838 begab er sich auf eine Forschungsreise nach Kilikien, Syrien, Ägypten und in den Sudan, in Begleitung von Theodor Kotschy. Nachdem er einen Teil von Ägypten im Auftrag des Vizekönigs geognostisch untersucht hatte, drang er 1838 in das Innere Afrikas bis zu den Goldwäschereien von Kiamil vor. In der Folge bereiste er noch Palästina und den größten Teil Europas, worüber er in Reisen in Europa, Asien und Afrika (Stuttgart 1841–1850, 7 Bände mit Atlas) und in zahlreichen Aufsätzen geognostische und montanistischen Inhalts berichtete. 1843 wurde Russegger Salinenadministrator im galizischen Groß Salze (heute: Wieliczka in Polen), 1850 Ministerialrat, Berg-, Forst- und Güterdirektor in Niederungarn sowie gleichzeitig Direktor der Berg- und Forstakademie zu Schemnitz und 1853 in den erblichen Ritterstand erhoben. Seit 1848 war er auch Mitglied der Wiener Akademie der Wissenschaften (heute: Österreichische Akademie der Wissenschaften).

Literatur[Bearbeiten]