Julie Depardieu

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Julie Depardieu bei der 57. Berlinale im Jahr 2007

Julie Marion Depardieu (* 18. Juni 1973 in Paris, Frankreich) ist eine französische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Julie Depardieu ist die Tochter des französischen Schauspielers Gérard Depardieu und dessen damaliger Ehefrau, der Schauspielerin Élisabeth Guignot. Ihr zwei Jahre älterer Bruder war der 2008 verstorbene Schauspieler Guillaume Depardieu. Sie studierte ursprünglich Philosophie, ehe 1994 ihr Filmdebüt an der Seite ihres Vaters in Yves Angelos Historiendrama Die Auferstehung des Colonel Chabert folgte. Daraufhin erschien Depardieu regelmäßig in Film- und Fernsehproduktionen und arbeitete wiederholt mit der Regisseurin Josée Dayan zusammen. Ersten Erfolg hatte Depardieu 1998 mit der Hauptrolle in Danièle Dubroux' Liebesdrama König, Dame, Bube, in dem sie die junge Séréna mimt, die in der französischen Provinz strandet und sich mit Heiratsgedanken trägt. Es folgten Engagements für Cédric Klapischs Science-Fiction-Film Peut-être (1999), Laetitia Massons Drama Love Me (2000) oder Pascale Baillys Liebeskomödie Unglaublich! (2001), in denen Jean-Paul Belmondo, Emmanuelle Devos, Romain Duris, Sandrine Kiberlain oder Audrey Tautou ihre Filmpartner waren.

Der Durchbruch als Schauspielerin stellte sich 2003 mit dem Part der Jeanne-Marie in Claude Millers romantischem Drama Die kleine Lili ein. Die moderne Variante von Anton Tschechows Theaterstück Die Möwe brachte Depardieu 2004 den wichtigsten französischen Filmpreis, den César, in den Kategorien Beste Neben- und Nachwuchsdarstellerin ein. Eine der gewonnenen Trophäen wurde von ihrem Vater Gérard Depardieu überreicht. An den Erfolg konnte sie ein Jahr später mit Yann Moix' Komödie Podium anknüpfen. Hier ist sie als genervte Ehefrau von Benoît Poelvoorde zu sehen, der zwischen einer Karriere als Gesangsdouble oder seiner Familie wählen muss. Weitere Auftritte absolvierte Depardieu in Jean-Pierre Jeunets mehrfach für den Oscar nominierten Antikriegsfilm Mathilde – Eine große Liebe und André Téchinés AIDS-Drama Wir waren Zeugen. 2007 folgte mit Brett Ratners Action-Komödie Rush Hour 3 ihr Debüt im englischsprachigen Kino, ehe sie 2008 für Claude Millers Un Secret einen zweiten César als Beste Nebendarstellerin erhielt.

Seit 2003 ist Depardieu, die sich neben der Schauspielerei für Gartenarbeit und die Musik des Komponisten Jean-Philippe Rameau begeistert, mit dem in Frankreich bekannten, neun Jahre älteren Violinvirtuosen Laurent Korcia liiert.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Julie Depardieu

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Depardieu mit ihren beiden gewonnenen Césars (2004)

César[Bearbeiten]

  • 2004: Beste Nebendarstellerin und Beste Nachwuchsdarstellerin in Die kleine Lili
  • 2005: nominiert als Beste Nebendarstellerin für Podium
  • 2008: Beste Nebendarstellerin für Un Secret

Weitere[Bearbeiten]

  • 1999: nominiert für den Prix Michel Simon als Beste Darstellerin für König, Dame, Bube

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Julie Depardieu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien