Rush Hour 3

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Filmdaten
Deutscher Titel Rush Hour 3
Originaltitel Rush Hour 3
Produktionsland USA, Deutschland
Originalsprache Englisch, Französisch, Kantonesisch, Japanisch
Erscheinungsjahr 2007
Länge 91 Minuten
Altersfreigabe FSK/JMK 12
Stab
Regie Brett Ratner
Drehbuch Jeff Nathanson
Ross LaManna
Produktion Leon Dudevoir
Roger Birnbaum
Andrew Z. Davis
Musik Lalo Schifrin
Kamera James Michael Muro
Schnitt Mark Helfrich
Billy Weber
Don Zimmerman
Besetzung

Rush Hour 3 ist eine US-amerikanische Action-Komödie aus dem Jahr 2007. Regie führte bei diesem Film, wie bereits beim ersten Teil von 1998 und dessen Fortsetzung von 2001, Brett Ratner. Die beiden Hauptrollen wurden erneut mit Jackie Chan und Chris Tucker besetzt. Deutscher Kinostart war der 16. August 2007.

Handlung[Bearbeiten]

Diesmal führt es die beiden Protagonisten, Chief Inspector Lee und James Carter, welcher zum Streifenpolizisten degradiert wurde, nach Paris, wo sie sich mit einer Triaden-Bande herumschlagen müssen. Als Konsul Han vor dem internationalen Strafgerichtshof den obersten Triaden-Boss identifizieren soll, wird er von einem Scharfschützen der Triaden niedergeschossen, überlebt jedoch schwer verletzt. Lee, der persönlich für dessen Schutz verantwortlich ist, verfolgt den Attentäter. Dieser entpuppt sich nach einer Verfolgungsjagd durch L.A. als sein „Bruder“ aus dem Waisenhaus, in dem Lee seine Kindheit verbrachte. Aufgrund ihrer gemeinsamen Vergangenheit bringt Lee es nicht über das Herz, ihn festzunehmen und lässt ihn entkommen.

Die Ermittlungen führen Lee und Carter nach Paris, wo sich die beiden zunächst schwer zurechtfinden, besitzen sie doch kaum Anhaltspunkte, dafür aber eine Menge Probleme mit der französischen Kultur. Des Weiteren macht ihnen der Franzose Revi vom französischen Geheimdienst, der eine persönliche Abneigung gegen die beiden Ausländer hegt, das Leben schwer. Als Schlüssel erweist sich die schöne Geneviève, die in einem französischen Etablissement als Tänzerin arbeitet und das „Shy Shen“ besitzt, eine Liste der dreizehn Triaden-Anführer, die auf ihren Hinterkopf tätowiert ist. Nach den Wahlen des neuen Oberhaupts der Verbrecherbande soll sie jedoch, wie es die Tradition vorschreibt, enthauptet werden, um das Geheimnis der Identität der Triaden weiter zu wahren. Ihr nahendes Ableben veranlasst Geneviève, mit Konsul Han Kontakt aufzunehmen, um mit seiner Hilfe ihr Leben retten zu können. Als Kenji herausfindet, dass Lee und Carter die von den Triaden unterdessen gesuchte Geneviève beschützen und außer Landes schaffen wollen, entführt er kurzerhand Soo Yung, die Tochter des Konsuls Han, um Geneviève freizupressen. In einem fulminanten Showdown auf dem Eiffelturm gelingt es Lee und Carter jedoch, die Entführte zu befreien und Kenji das Handwerk zu legen, welcher nach einem Kampf mit Lee vom Eiffelturm stürzt.

Kritiken[Bearbeiten]

„Diese in puncto Action und Amouren groß auffahrende Fortsetzung erfüllt eben Wünsche – vor und auf der Leinwand.“

Peter Koberger, kino.de[1]

„Erneut lassen die Macher dieser Action-Komödien-Reihe ihre Hauptakteure witzige Dinge tun. Hier beweisen Chris Tucker und Kollege Jackie Chan erneut, wie lustig sie sein können. Hinzu kommen die typischen Action-Hau-Drauf-Szenen und die Fans dürfen befriedigt und vergnügt den Kinosessel verlassen.“

Thomas Ays, moviesection.de[2]

„Die teilweise holprig erzählte und mit unnötigen Sexismen gespickte Mischung aus Komödie, Drama, Martial-Arts- und Actionfilm ist ganz auf die beiden Stars zugeschnitten, von denen nur der sich seiner physischen Grenzen bewusste Jackie Chan Pluspunkte sammelt, während sein dauerquasselnder Partner nur nervt.“

Lexikon des Internationalen Films[3]

Soundtrack[Bearbeiten]

Der Original-Soundtrack besteht hauptsächlich aus der von Lalo Schifrin komponierten Score und ausgewählten Dialogen. Des Weiteren sind im Film folgende Titel zu hören:

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Produktionskosten des Filmes, dessen Dreharbeiten im September 2006 begannen, betrugen 140 Millionen US-Dollar.[4] Dabei sollen die beiden Hauptdarsteller jeweils 20 Millionen US-Dollar erhalten haben. Zwar spielte der Film seine Produktionskosten wieder ein, war darüber hinaus jedoch finanziell nicht so durchschlagend wie seine Vorgänger, dennoch ist mittlerweile ein vierter Teil geplant, der die Protagonisten nach Moskau führen soll.[4]

Steven Seagal und Jean-Claude Van Damme wurden zunächst für die Rolle des Schurken in Betracht gezogen. Nachdem das Drehbuch jedoch mehrmals umgeschrieben wurde, entschied man sich für Hiroyuki Sanada.[5] Roman Polański konnte für den Film nur verpflichtet werden, weil seine Szenen in Frankreich gedreht wurden, während ihm in den USA eine Festnahme aufgrund einer Vergewaltigung gedroht hätte.

Carter bezeichnet beim Showdown auf dem Eiffelturm Kenjis Verbrecherbande abfällig als die „Temptations“. Dies ist eine Anspielung auf die gleichnamige Band, deren Auftritte ebenfalls von weißen Anzügen geprägt waren. Als musikalische Untermalung ist in der besagten Szene der Titel „War“ in der Interpretation von Edwin Starr zu hören, dessen Original von den Temptations stammt.

Der Film spielt mehrere Male auf die Indiana Jones-Trilogie an. So läuft beispielsweise Indiana Jones und der Tempel des Todes im TV des China-Imbisses. Auch erinnern die Nachtclubszene, das Hindurchschlüpfen unter dem sich schließenden Lagerhallentor sowie der Kampf auf dem Eiffelturm stark an diesen Teil.

In allen drei Rush Hour-Filmen stirbt Lees und Carters Kontrahent durch einen Sturz aus großer Höhe. Zudem muss sich mindestens einer der beiden durch einen gewagten Sprung aus derselben Situation retten.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2007: MTV Movie Awards: Nominiert Bester Sommer-Film, den Du bisher noch nicht gesehen hast
  • 2008: MTV Movie Awards: Nominiert Bester Kampf (Jackie Chan & Chris Tucker gegen Sun Min Ming)
  • 2008: People's Choice Awards: Nominiert Lieblingsteam (Jackie Chan und Chris Tucker)
  • 2008: Teen Choice Awards: Nominiert Bester Sommerfilm - Comedy/Musical
  • 2008: Taurus Award: Nominiert Bester Fahrzeugstunt
  • 2008: Taurus Award: Nominiert Bester Stunt-Koordinator
  • 2008: Golden Trailer Award: Nominiert Bester Action TV Spot

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmkritik bei kino.de, Peter Koberger
  2. Filmkritik bei moviesection.de, Thomas Ays
  3. Zeitschrift film-dienst und Katholische Filmkommission für Deutschland (Hrsg.), Horst Peter Koll und Hans Messias (Red.): Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2007. Schüren Verlag, Marburg 2008. ISBN 978-3-89472-624-9
  4. a b boxofficemojo.com: Rush Hour 3
  5. Hintergrundinformationen laut Internet Movie Database