Just Cause 2

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Just Cause 2
JustCause2.jpg
Entwickler SchwedenSchweden Avalanche Studios
Publisher JapanJapan Square Enix
Mitwirkende (Auswahl) Jack MacLean
Peter Johansson
Erstveröffent-
lichung
Alle Plattformen
NordamerikaNordamerika 23. März 2010
EuropaEuropa 26. März 2010
AustralienAustralien 1. April 2010
JapanJapan 10. Juni 2010
Plattform Windows, Xbox 360, PlayStation 3
Spiel-Engine Avalanche Engine
Genre Third-Person-Shooter
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Tastatur, Maus, Gamepad (PC), Controller (Xbox 360, PS3)
Systemvor-
aussetzungen
Medium DVD-ROM, Blu-ray Disc
Aktuelle Version 1.1
Altersfreigabe
USK ab 18
PEGI ab 18

Just Cause 2 ist ein 2010 erschienenes Computerspiel aus dem Genre der Third-Person-Shooter und ist der Nachfolger des Spiels Just Cause. Er wurde vom schwedischen Entwickler Avalanche Studios entwickelt und von Square Enix für die Plattformen Windows, Xbox 360 und Playstation 3 veröffentlicht. Ursprünglicher Publisher war das Unternehmen Eidos Interactive, das allerdings 2009 von Square Enix aufgekauft wurde.

Das Spiel hat bis auf die Hauptfigur, Rico Rodriguez, handlungstechnisch keine Verbindung zu seinem Vorgänger. Dennoch sind Handlung und Aufbau sehr ähnlich. Der Spieler wird auf die laut dem Entwickler 1024 km2 große, fiktive und komplett frei erkundbare Pazifikinsel Panau entsandt, um für einen amerikanischen Geheimdienst den Diktator Pandak Panay auszuschalten. Dazu unterstützt er mehrere Rebellengruppen auf der Insel und richtet auf vielfältige Weise Zerstörung an.

Das Spiel wurde insgesamt positiv aufgenommen. Bei Metacritic erhielten die einzelnen Versionen Werte zwischen 83 und 85 Punkten von 100 Punkten. Häufig gelobt wurden von Spielemagazinen die große Spielwelt und die große spielerische Freiheit. Kritisiert wurden Handlung, Dialoge sowie mangelnde Abwechslung bei den Missionen.

Handlung[Bearbeiten]

Zu Beginn des Spiels von Just Cause 2 wird der Spieler auf die südostasiatische Tropeninsel Panau entsendet. Die USA sind besorgt über den Inselstaat, da der amerikafreundliche Präsident ermordet worden ist und sich der außenpolitische Kurs der Insel unter dem neuen Machthaber Pandak Panay deutlich verändert hat. Daher hat der amerikanische Geheimdienst namens Agentur einen Agenten, Tom Sheldon, auf die Insel entsandt, um die Zustände auf der Insel zu beobachten. Zu diesem Agenten reißt aber der Kontakt ab, sodass der Geheimdienst im Unklaren über die Aktivitäten auf der Insel und Sheldons Verbleib ist. Daher entsendet er einen weiteren Agenten, Rico Rodriguez, der Sheldon finden soll. Dieser hält sich aufgrund eines ausländerfeindlichen Kurses der Regierung auf der Insel versteckt und ruft unter dem Codenamen Weißer Tiger zur Rebellion gegen den Präsidenten Panay auf. Um an Informationen über den Weißen Tiger zu gelangen, unterstützt Rico lokale Rebellenorganisationen, die sich bei der Machtübernahme des Präsidenten formierten. Es gibt insgesamt drei Rebellengruppen, die kommunistisch orientierten Reapers, die mafiösen Roaches und die nationalistischen Ular Boys. Rico unterstützt die Fraktionen, indem er ihnen bei Festungsübernahmen hilft und verschiedene Missionen für sie absolviert. Gleichzeitig erhält der Aufträge von der Agentur, die ebenfalls zur Schwächung des Regimes dienen.[1]

Bei einem Einsatz in einem Tempel für eine der Rebellengruppen trifft Rico auf den Weißen Tiger, der sich als der gesuchte Agent Tom Sheldon zu erkennen gibt. Nach der gemeinsamen Flucht vor einem Großangriff der Regierungstruppen arbeiten beide zusammen, wobei Sheldon die Organisation von Waffenlieferungen übernimmt.

Im weiteren Verlauf des Spiels erfährt der Spieler, dass die Rebellengruppen jeweils von Japan, China oder Russland unterstützt werden. Alle diese Nationen haben es, ebenso wie Ricos Auftraggeber aus den USA, auf die Ölvorkommen im Meer von Panau abgesehen. Rico wird daher auf die Unterstützer aus den drei Staaten angesetzt, bei denen es sich vorwiegend um ehemalige hochrangige Militärs handelt. Er gelingt ihm, diese im Hotel von Panau auszuschalten.

Schließlich macht er sich auf, Präsident Panay auszuschalten. Nachdem ein Attentat in dessen Anwesen fehlschlägt, greift Rico ihn in einem Atom-U-Boot an, welches sich als letzter Rückzugsort des Präsidenten herausstellt. Der Präsident feuert mit diesem vier Atomraketen ab, die auf Japan, China, Russland und die USA gerichtet sind. Rico gelingt es, die Raketen zu entschärfen, wobei der Präsident zu Tode kommt. Eine Rakete schlägt auf den Ölvorkommen der Insel auf, wodurch dieses zerstört wird. Dadurch verlieren die vier Großmächte das Interesse an Panau.[2]

Spielprinzip[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Just Cause 2 ist wie der Vorgänger ein Third-Person-Shooter mit Open-World-Prinzip. Der Spieler übernimmt wieder die Rolle des amerikanischen Agenten Rico Rodriguez, der von seinem Auftraggeber, einem Geheimdienst namens Agentur, auf eine komplett frei erkundbare Insel entsandt wird. Dazu stehen ihm zahlreiche Fahrzeuge wie Boote, LKWs, Sportwagen, Helikopter und Flugzeuge zur Verfügung. Das Ziel des Spielers ist es, die USA-feindliche Regierung mit allen Mitteln zu destabilisieren. Dies geschieht über Angriffe auf den über die ganze Insel verteilten Regierungsbesitz. Dazu zählen Kasernen, Propaganda-Fahrzeuge, Statuen des Präsidenten, Wassertürme oder Kraftwerke. Weiterhin kann der Spieler in Kontakt mit lokalen Rebellengruppen treten, die den Präsidenten, ebenso wie der Spieler, stürzen wollen. Von diesen erhält er verschiedene Aufträge, zum Beispiel Angriffe auf Armeefestungen oder Technologiediebstahl.[1]

Ausrüstung erhält der Spieler von einem Freund aus der Agentur. Bei ihm kann er Waffen und Fahrzeuge anfordern, sowie an einem beliebigen Ort per Helikopter abgesetzt werden. Zu Beginn des Spiels ist nur wenig Zubehör verfügbar, erst durch das Anrichten von Zerstörung werden neue Objekte freigeschaltet. Diese Objekte können mithilfe von Fahrzeug- und Waffenteilen aufgerüstet werden. Diese befinden sich in Kisten, die auf der ganzen Insel verteilt sind, oft an Brücken oder auf Häuserdächern. Insgesamt gibt es von diesen Kisten über 2.000. Weitere Bonusobjekte stammen von den drei Rebellengruppen. Jede von diesen besitzt ein spezielles Objekt, zum Beispiel Drogenkoffer oder Schmuggelkisten, von denen jeweils 100 auf der Insel verlorengingen. Diese kann der Spieler einsammeln. Daneben werden auf der Insel verschiedene Rennen, sowohl am Boden als auch am Meer als auch in der Luft angeboten. Für das Bestreiten dieser Rennen erhält der Spieler Geld, mit dem er Waffen und Fahrzeuge erwerben kann. Die Rennen lassen sich beliebig oft wiederholen.[2]

Für das Springen und Bergsteigen stehen dem Spieler ein Enterhaken und ein Fallschirm zur Verfügung. Mit dem Enterhaken kann der Spieler sich außerdem an Häuserwänden oder Bäumen hochziehen. Er kann ihn aber auch zur Behinderung von Gegnern verwenden. So kann er Soldaten oder feindliche Fahrzeuge an Objekten wie Gebäuden anketten und damit ihre Fortbewegungsmöglichkeiten stark einschränken.[3]

Das Spiel verwendet wie der Vorgänger eine ungewöhnliche Spielphysik, die sehr stark actionbetont ist und die Spielfigur sehr widerstandsfähig macht. So kann der Spieler z.B. auf fliegenden Flugzeugen stehen, mehrere Schusssalven überleben oder Stürze aus mehreren Metern weitgehend unbeschadet überstehen. Die Fahrzeuge besitzen ein detailliertes Schadensmodell. Sämtliche sichtbaren Fahrzeugteile sind z.T. stark deformierbar.[1]

Die Entwickler von Just Cause 2 bauten einige versteckte Besonderheiten, sogenannte Easter Eggs in die Spielwelt ein, zum Beispiel Geheimdepots mit zahlreichen Waffen, einen Heißluftballon oder ein Gewehr, das Seifenblasen verschießt. Von Berichterstattern häufig aufgegriffen wurden Anspielungen auf die amerikanischen Fernsehserie Lost, zu denen eine abgelegene Insel und eine Bodenklappe und ein abgestürztes Flugzeug auf dieser Insel zählen.[4]

Chaos[Bearbeiten]

Der Fortschritt des Spielers in der Kampagne wird durch sogenannte Chaospunkte symbolisiert. Der Spieler sammelt diese Punkte, indem er Regierungseigentum zerstört oder Missionen für die Rebellenfraktionen absolviert. Dadurch wächst die Beunruhigung in der Bevölkerung und beim Militär Panaus, wodurch der Präsident geschwächt wird. Durch das Sammeln von Chaospunkten werden neue Waffen, Fahrzeuge und Missionen freigeschaltet. Auch nach Vollenden der Kampagne und nach der Freischaltung aller Schwarzmarktobjekte ist das Verursachen von Chaos noch sinnvoll, da die Zerstörung sämtlichen Regierungseigentums auf der Insel notwendig ist, um das Spiel zu 100 % abzuschließen.[2]

Fahrzeuge[Bearbeiten]

Auch Kampfjets lassen sich in Just Cause 2 spielen

Dem Spieler stehen eine Vielzahl von Fahrzeugen zur Verfügung. Es handelt sich bei allen Modellen um fiktive Modelle. Die im Spiel enthaltenen Fahrzeuge umfassen PKW, LKW, Motorräder, Flugzeuge, Hubschrauber und Boote. Der Spieler kann eine gewisse Auswahl von diesen über seinen Kontakt bei der Agentur kaufen. Diese Fahrzeuge kann der Spieler auch unter Verwendung von auf der Insel gefundenen Aufrüstungsgegenständen in Sachen Geschwindigkeit, Robustheit und Bewaffnung verbessern. Alternativ kann er Fahrzeuge auf der Insel entwenden. Versucht der Spieler, Fahrzeuge des Militärs zu entwenden, kommt es zu einem Feuergefecht.[3]

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]

Entwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung von Just Cause 2 wurde ursprünglich unter der Regie von Eidos Interactive geführt. Anfang 2008 machten die Mitarbeiter von Avalanche Studios erste Details über den Nachfolger des 2006 erschienenen Just Cause bekannt. Der führende Designer Peter Johansson gab als Ziele an, die Spielwelt belebter erscheinen zu lassen als im Vorgänger sowie Stunt- und Kampfszenen verbessern zu wollen.[5] Die Entwicklung von Just Cause 2 sollte ursprünglich Ende 2008 fertiggestellt sein. Ebenso war im selben Jahr eine Vorführung des Titels auf der Spielemesse E3 geplant.[6] Allerdings verzögerte sich die Entwicklung, auch durch Entlassungen beim Entwickler Avalanche Studios.[7] Das angekündigte Veröffentlichungsdatum verschob sich erst auf 2009 und schließlich auf Mitte 2010. Im Juni 2009 wurde der erste Trailer veröffentlicht, der einige Spielszenen zeigte.[8] Auf der E3 2009 wurde das Spiel schließlich erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.[9] In einem später im Internet veröffentlichten Interview stellte der Game Director Magnus Nedfors die Neuerungen von Just Cause 2 vor.[10] Sowohl bei diesem Interview als auch in später

Auf der E3 2009 wurde Just Cause 2 neben anderen Titeln wie Halo Reach das erste Mal vorgestellt.

veröffentlichten Demo-Videos spielte der Enterhaken der Hauptfigur eine wichtige Rolle. Dieser sei im Vergleich zum Vorgänger nun vielseitiger und einfacher zu verwenden. Als weitere Unterschiede zum Vorgänger wurden eine deutlich größere und vielfältiger gestaltete Spielwelt, sowie mehr Abwechslung im Spielprinzip genannt, zwei Punkte, die die Fachpresse bei Just Cause oft kritisierte.[11] Eine weitere Besonderheit von Just Cause 2, die der Vorgänger ebenfalls besaß, aber die von Berichterstattern häufig aufgegriffen wurde, war die explosionslastige Spiel-Physik, zu der mehrere Videos von den Entwicklern und von Spielemagazinen veröffentlicht wurden.[12]

Am 24. November 2009 kündigte das Unternehmen Square Enix, das Eidos Interactive inzwischen aufgekauft hatte und als neuer Publisher fungierte, an, dass Just Cause 2 am 23. März des nächsten Jahres in Nordamerika und im Verlauf der nächsten Wochen auch in Europa, Asien und Ozeanien erscheinen werde.[13] Bei Veröffentlichung wurde die Windows-Version des Titels an die Online-Plattform Steam gebunden.

Für die englische Synchronisation wurden einige aus amerikanischen Serien bekannte Schauspieler wie Jason Chan, Jules de Jonge oder Junix Inocian verpflichtet. Bei der deutschen Synchronisation wirkte Johannes Semm mit, der bereits bei mehreren Star Wars- und Mass Effect-Titeln mitwirkte.[14]

Die Windows-Version ist einer der ersten Titel, die auf DirectX 10 optimiert wurden. Daher ist Just Cause 2 nicht auf Windows XP lauffähig. Bekannt wurde dies durch die Veröffentlichung offizieller Systemanforderungen. Eine Kommentierung seitens des Entwicklers oder des Publishers blieb trotz Kritik mehrerer Spielemagazine aus.[15] Anders als die Konsolenversionen unterstützt die Windows-Version einige fortgeschrittenen Grafik-Techniken wie Screen Space Ambient Occlusion oder weiche Schatten.[16] Die Entwickler arbeiteten bei der Entwicklung eng mit dem GPU-Hersteller Nvidia zusammen, sodass der Titel neue von Nvidia entwickelten Technologien wie CUDA und 3D Vision unterstützt.[17]

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Ende März 2010 erschien der Titel schließlich. Vorbesteller erhielten zusätzliche Spielinhalte. Dazu zählen eine Karte und zusätzliche Ausrüstung. Weitere Zusatzgegenstände, sogenannte DLCs, wurden sowohl zum kostenlosen als auch zum kostenpflichtigen Herunterladen nach der Veröffentlichung herausgegeben. Diese umfassten zunächst neue Fahrzeuge, etwa einen gepanzerten Eiswagen oder einen Monstertruck.[18][19] Spätere DLCs umfassten auch neue Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände.[20]

Der Titel wurde von Sony in die Instant Collection ihres Netzwerks PlayStation Plus verwendet, er stand damit kostenlos Nutzern des kostenpflichtigen Sony-Dienst zur Verfügung. Laut eigener Aussage verdienten die Entwickler daran nichts.[21] Außerdem veranstaltete Square Enix einen Wettbewerb, bei dem es darum ging, mit einem beliebigen Fahrzeug einen außergewöhnlichen Stunt zu vollführen. Spieler besaßen ein paar Monate Zeit, eigene Videos nach bestimmten Kriterien zu erstellen und einer Jury via Internet zu präsentieren. Der Gewinner, er flog mit einem Flugzeug durch den Verbindungsgang zweier Hochhäuser erhielt dafür im Oktober 2010 einen Preis in Höhe von 10.000$.[22]

Am 22. Oktober 2010 wurde der Soundtrack von Just Cause 2 auf der offiziellen Webseite des Spiels veröffentlicht. Er trägt den Titel Just Cause 2: Music To Blow S**t Up By und umfasst elf dem Spiel entnommene Titel.[2]

Am 17. Dezember 2013 wurde der Just Cause 2: Multiplayer Mod veröffentlicht. Diese Modifikation wurde ursprünglich von Spielern begonnen und später vom Entwickler Avalanche aufgegriffen und unterstützt.[23] Sie ermöglicht es, dass mehrere Spieler miteinander in der Spielwelt interagieren. So können sie gemeinsam die Minispiele gegeneinander bestreiten oder Angriffe auf Dörfer und Festungen führen. Die Modifikation fügt also einen vollwertigen Mehrspieler-Modus ein, der bislang nicht im Spiel enthalten war. Die Modifikation wurde über Steam veröffentlicht.[24] Sie erhielt die Auszeichnung Mod of the Year 2013 der Webseite GameFront.[25]

Rezeption[Bearbeiten]

Bewertungen in Spielemagazinen[Bearbeiten]

Bewertungen
Publikation Wertung
PS3 Windows Xbox 360
1UP A[27] k.A. A[27]
4Players 83 %[28] 83 %[28] 83 %[28]
Eurogamer 8/10[1] k.A. k.A.
GamePro k.A. k.A. 89 %[31]
GameSpot 8/10[29] 8,5/10[30] 8/10[32]
GameStar k.A. 80 %[2] k.A.
IGN 8,8/10[3] 8,8/10[3] 8,8/10[3]
GameRadio 91 %[26] k.A. k.A.
Metawertungen
GameRankings 83,55 %[36] 85,65 %[37] 82,63 %[38]
Metacritic 83/100[33] 84/100[34] 81/100[35]

Just Cause 2 erhielt insgesamt gute Kritiken, alle Versionen erzielten bei Metacritic Metawertungen über 80 von 100 Punkten.[33][34][35] Häufiges Lob gab es für die Fülle an Spielinhalten und die große Handlungsfreiheit. Kritisiert wurde allerdings des Öfteren, dass diese zu leblos wirke. Weitere häufige Kritikpunkte am Spiel waren die Notwendigkeit einer Aktivierung bei der Online-Plattform Steam sowie die mangelnde Unterstützung für Windows XP. Das Spiel wurde nominiert für den 28. Golden Joystick Award in der Kategorie bestes Actionspiel nominiert, den allerdings Assassins Creed 2 gewann.[39] Ferner wurde der Titel vom deutschen Testmagazin GameRadio für seine Grafik, den Ton und das Spielprinzip ausgezeichnet.[26]

Kevin VanOrd vom amerikanischen Magazin GameSpot lobte die Gestaltung der Spielumgebung. Sie sei eine der größten aller Zeiten und böte sehr viel Inhalt, mehr als die des Vorgängers. Großen Umfang lobte er auch bei den verfügbaren Fahrzeugen. Auch in technischer Hinsicht sei das Spiel gut. Die Grafik sei leistungsfähig und das Spiel laufe stabil. Die verwendete Physik-Engine sei ungewöhnlich, aber äußerst unterhaltsam. Er kritisierte allerdings, dass Just Cause 2 als eines der ersten Spiele Windows XP nicht mehr unterstützt.[29]

Ryan Clements vom britischen Online-Magazin IGN Entertainment vergab für das Spiel ebenfalls eine gute Wertung. Er hob wie die anderen Autoren den außergewöhnlich großen Umfang von Just Cause 2 hervor. Die Handlung sei zwar sehr nebensächlich und nicht wirklich groß inszeniert, dies werde allerdings durch die große Handlungsfreiheit in der Spielwelt wettgemacht. Diese werde auch grafisch sehr gut in Szene gesetzt. Die Vertonung der Dialoge sei manchmal etwas schwach und die Steuerung erfordere einiges an Gewöhnung. Die Spielmusik sei dafür sehr gut. Insgesamt sei der Titel einer der besten und unterhaltsamsten Open-World-Spiele auf dem Markt.[3]

Mathias Oertel vom deutschen Magazin 4Players lobte die außergewöhnlich große Spielwelt, die vielfältig gestaltet sei. Allerdings sei diese häufig zu leblos gestaltet. Weiterhin lobte er den großen Umfang im Bereich der Waffen und Fahrzeuge. Die ungewöhnliche weil äußerst actionbetonte Physik-Engine sei gewöhnungsbedürftig, biete aber viele Gelegenheiten zum Experimentieren. Der Autor bemängelte die künstliche Intelligenz der Gegner, die für erfahrene Spieler zu schwach sei. Einen weiteren Kritikpunkt stellte die Handlung dar, die zu eintönig und abwechslungsarm sei. Außerdem bemängelte er, dass der Titel nicht kompatibel mit älteren Systemen sei.[28]

Fabian Siegismund von der deutschen Zeitschrift GameStar schloss sich bei den positiven Aspekten den anderen Magazinen an. Kritik übte er an der künstlichen Intelligenz sowie an der Steuerung, die insbesondere bei Flugzeugen zu schwammig sei. Bei der Missionsgestaltung bemängelte er, dass diese an Handlungsfreiheit vermissen lasse und sich Missionssequenzen häufig wiederholen.[2] In einem gesonderten Test wird Just Cause 2 mit Grand Theft Auto 4 und Saboteur, zwei Open-World-Spiele in den Punkten Handlungsfreiheit, Abwechslung und Umgebungsgestaltung verglichen. Dabei schnitt der Titel besonders gut in den Bereichen Spielweltgröße und Grafik ab. Schwächere Bewertungen gab es bei der Charakterentwicklung und den Fähigkeiten der Computerfiguren.[40]

Das Online-Magazin Kotaku vergab zwar keine Wertung für den Titel, veröffentlichte allerdings mehrere Spielberichte und Videos. Im Vordergrund standen dabei meist die Physik-Engine oder außergewöhnliche Spielsequenzen.[41].

Verkaufszahlen[Bearbeiten]

Just Cause 2 gelangte in der ersten Woche nach der Veröffentlichung an die Spitze der Top 10 der meistverkauften Spiele in Großbritannien.[42] In Schweden belegte der Titel in einer ähnlichen Liste den achten Platz.[43] Laut Angaben des Publishers Square Enix wurden von dem Spiel für alle Plattformen bis September 2010 etwa 1,48 Millionen Einheiten verkauft.[44] Am 10. September 2013 teilte Christopher Sundberg, der Gründer von Avalanche Studios über das soziale Netzwerk Twitter mit, Just Cause 2 sei bislang von über 6 Millionen Spielern gespielt worden. Im durch eine Modifikation eingefügten Mehrspieler-Modus seien etwa wöchentlich 3.000 neue Spieler zu verzeichnen. Monatlich spielen etwa 500.000 Spieler.[45]

Film zur Serie und potentieller Nachfolger[Bearbeiten]

Bereits vor der Veröffentlichung von Just Cause 2 wurde vom damaligen Publisher Eidos angekündigt, dass ein Film zur gleichnamigen Spieleserie geplant werde. Als Produzent wurde Adrian Askarieh angeworben, der bereits für den gleichen Publisher Verfilmungen der Spieleserien Hitman und Kane and Lynch leitete.[46] Ein paar Monate nach der Veröffentlichung des Spiels wurde mit Michael Ross ein Drehbuchautor verpflichtet.[47] Ein Jahr später wurde angekündigt, dass Bryan Edward Hill ebenfalls als Drehbuchautor am Film, der inzwischen den Arbeitstitel Just Cause: Scorpion Rising erhielt, mitwirken werde. Auch kündigte der Produzent an, dass die Produktion des Filmes noch warten werde, da sie sich erst später um Investoren bemühen würden.[48]

Bereits kurz nach der Veröffentlichung entstanden Spekulationen über einen Nachfolger. Bislang bestätigten die Entwickler noch nicht, dass es bald einen Nachfolger geben werde. Allerdings kündigten sie eine erneute Kooperation mit Square Enix an, welches sich bereits entsprechende Domains gesichert hat.[49] Auch erfolgten ab 2012 einige Stellenausschreibungen bei Avalanche.[50]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Simon Parkin: Test "Just Cause 2". eurogamer.net, 23. März 2010, abgerufen am 17. Februar 2014 (englisch).
  2. a b c d e f Fabian Siegismund: Test "Just Cause 2". gamestar.de, 23. März 2010, abgerufen am 12. November 2013.
  3. a b c d e f Ryan Clements: Test "Just Cause 2". ign.com, 23. März 2010, abgerufen am 17. Februar 2014.
  4. Lost-Elemente im Spiel. spieleradar.de, 25. März 2010, abgerufen am 7. April 2014.
  5. Martin Robinson: Just Cause 2 angekündigt. ign.com, 3. Januar 2008, abgerufen am 9. April 2014 (englisch).
  6. Stephen Johnson: Eidos kündigt Just Cause 2 an. g4tv.com, 19. Juni 2008, abgerufen am 23. März 2014 (englisch).
  7. Tyler Colfax: Avalanche Studios entlässt 77 Mitarbeiter. g4tv.com, 28. Oktober 2008, abgerufen am 23. März 2014 (englisch).
  8. Moye Ishimoto: E3-Trailer. g4tv.com, 1. Juni 2009, abgerufen am 23. März 2014 (englisch).
  9. Paul Semel: Vorstellung "Just Cause 2". g4tv.com, 5. Juni 2009, abgerufen am 23. März 2014 (englisch).
  10. Interview mit dem Game Director Magnus Nedfors. g4tv.com, abgerufen am 7. April 2014 (englisch).
  11. Patrick Kolan: Vorstellung einiger neuer Elemente von Just Cause 2. ign.com, 28. Juni 2009, abgerufen am 9. April 2014 (englisch).
  12. Owen Good: Stunts in "Just Cause 2". kotaku.com, 12. Juni 2009, abgerufen am 18. April 2014.
  13. Jim Reilly: Veröffentlichungsdatum von Just Cause 2 angekündigt. ign.com, 24. November 2009, abgerufen am 9. April 2014 (englisch).
  14. Webseite von Johannes Semm. voicebase.de, abgerufen am 20. April 2014.
  15. Luke Plunkett: "Just Cause 2" unterstützt Windows XP nicht. kotaku.com, 23. Februar 2010, abgerufen am 24. März 2014 (englisch).
  16. Andrew Burnes: Interview mit den Entwicklern von "Just Cause 2". ign.com, 2. März 2010, archiviert vom Original am 6. März 2010, abgerufen am 24. März 2014 (englisch).
  17. Just Cause 2 unterstützt moderne Nvidia-Techniken. ign.com, 2. März 2010, abgerufen am 9. April 2014 (englisch).
  18. Erster kostenloser DLC zum Download bereit. spieleradar.de, 12. April 2010, abgerufen am 8. April 2014.
  19. Mit dem Monstertruck über Panau. spieleradar.de, 16. April 2010, abgerufen am 8. April 2014.
  20. Nächster DLC bringt viel Feuerkraft mit. spieleradar.de, 1. Mai 2010, abgerufen am 8. April 2014.
  21. "Just Cause 2" bei PlayStation Plus. PC Games, abgerufen am 20. April 2014.
  22. Mike Fahey: Stunt ist 10.000$ wert. kotaku.com, 10. August 2010, abgerufen am 20. April 2014 (englisch).
  23. William Usher: Entwickler unterstützen "Just Cause 2: Multiplayer Mod". 3. September 2012, abgerufen am 27. März 2014.
  24. Chris Pereira: "Just Cause 2 Multiplayer Mod" verfügbar. 17. Dezember 2013, abgerufen am 27. März 2014 (englisch).
  25. Mike Sharkeydatum=2013-12-27: "Just Cause 2"-Modifikation gewinnt Auszeichnung. gamefront.com, abgerufen am 18. April 2014 (englisch).
  26. a b David Oliver Spanner: Test "Just Cause 2". gameradio.de, 26. März 2010, abgerufen am 21. April 2014.
  27. a b Eric Neigher: Test "Just Cause 2". 1up.com, 23. März 2010, abgerufen am 2. April 2014 (englisch).
  28. a b c d Mathias Oertel: Test "Just Cause 2". 4Players.de, 25. März 2010, abgerufen am 17. Februar 2014.
  29. a b Kevin VanOrd: Test "Just Cause 2". gamespot.com, 26. März 2010, abgerufen am 17. Februar 2014 (englisch).
  30. Kevin VanOrd: Test "Just Cause 2". gamespot.com, 26. März 2010, abgerufen am 17. Februar 2014 (englisch).
  31. Tobias Veltin: Test "Just Cause 2". GamePro, 23. März 2010, abgerufen am 25. März 2014.
  32. Kevin VanOrd: Test "Just Cause 2". gamespot.com, 26. März 2010, abgerufen am 17. Februar 2014 (englisch).
  33. a b Metawertung Just Cause 2. metacritic.com, abgerufen am 17. Februar 2014 (englisch).
  34. a b Metawertung Just Cause 2. metacritic.com, abgerufen am 17. Februar 2014 (englisch).
  35. a b Metawertugn Just Cause 2. metacritic.com, abgerufen am 17. Februar 2014 (englisch).
  36. Metawertung Just Cause 2. gamerankings.com, abgerufen am 25. März 2014 (englisch).
  37. Metawertung Just Cause 2. gamerankings.com, abgerufen am 25. März 2014 (englisch).
  38. Metawertung Just Cause 2. gamerankings.com, abgerufen am 25. März 2014 (englisch).
  39. Kandidaten für den 28. "Golden Joystick Award". vg247.com, abgerufen am 21. April 2014 (englisch).
  40. Vergleich dreier Open-World-Spiele. GameStar, 26. März 2010, abgerufen am 19. April 2014.
  41. Luke Plunkett: Vorschau "Just Cause 2". kotaku.com, 6. Mai 2009, abgerufen am 18. April 2014 (englisch).
  42. Mike Jackson: "Just Cause 2" in den wöchentlichen Top 10. computerandvideogames.com, 29. März 2010, abgerufen am 28. März 2014.
  43. "Just Cause 2" in den wöchentlichen Top 10. gfkhitlist.com, abgerufen am 31. März 2014.
  44. Verkaufszahlen von Square Enix. Square Enix, 30. September 2010, archiviert vom Original am 2. Oktober 2012, abgerufen am 25. März 2014.
  45. Eddie Makuch: 6 Millionen Einheiten von "Just Cause 2" verkauft. GameSpot, 13. Februar 2014, abgerufen am 25. März 2014.
  46. Marc Graser: Film zu "Just Cause" in Planung. variety.com, abgerufen am 18. April 2014 (englisch).
  47. Luke Plunkett: Film zu "Just Cause 2" in Planung. kotaku.com, 17. Dezember 2010, abgerufen am 18. April 2014 (englisch).
  48. Björn Balg: "Just Cause 2 Scorpion Rising". eurogamer.net, 15. September 2011, abgerufen am 18. April 2014.
  49. Onlinewelten-Redaktion: Just Cause 3 - Square Enix sichert sich die Domain. GameStar, 25. April 2014, abgerufen am 25. April 2014.
  50. Tom Hopkins: Indizien für ein "Just Cause 3". nowgamer.com, 24. Mai 2012, abgerufen am 18. April 2014.
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