Karlsgymnasium München-Pasing

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Karlsgymnasium München
Karlsgymnasium Pasing.jpg
Schulform Humanistisches und Sprachliches Gymnasium
Gründung 1910
Adresse

Am Stadtpark 21

Ort München
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 8′ 29″ N, 11° 27′ 9″ O48.14138888888911.4525Koordinaten: 48° 8′ 29″ N, 11° 27′ 9″ O
Träger staatlich
Schüler 760 (Schuljahr 2010/11)[1]
Leitung OStD Thomas Franz
Website http://www.karlsgymnasium.de

Das Karlsgymnasium München-Pasing zählt etwa 750 Schüler. Nach den Jahrgangsstufentests 2005 des bayerischen Kultusministeriums gehört das Gymnasium zu den Besten in Bezug auf Lernerfolg, Umfeld und Leistung in Bayern.[2]

Lage[Bearbeiten]

Das Karlsgymnasium liegt am Rande des Pasinger Stadtparks in München. Außerdem befindet es sich in der Nähe des Berthold-Brecht-Gymnasiums. Aufgrund eines Mangels an Klassenräumen, der jedoch bald mit dem Bau von Klassenzimmern auf dem Dach der Sporthalle behoben werden soll, wird der Unterricht einiger Klassen des Öfteren dorthin ausgelagert.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Schule wurde im Jahre 1910 als königlich Humanistisches Progymnasium Pasing mit 87 Schülern gegründet. Der auf die gegenüberliegende Lehrerbildungsanstalt abgestimmte Jugendstilbau (Architekt Joseph Lang, Gebäudeschmuck Joseph Floßmann) wurde 1909/10 errichtet.

Seit der Revolution 1918/1919 ist es auch für Mädchen zugänglich. 1920/21 begann der stufenweise Ausbau zu einem humanistischen Gymnasium (1925/26 erstes Abitur), der einen Erweiterungsbau notwendig machte. Die Tradition humanistischer Bildung riss auch während des Dritten Reiches nicht ab, obwohl die Schule schrittweise in die "Deutsche Oberschule für Jungen" umgewandelt wurde und an den Schererplatz umziehen musste, um der Übungsschule der Hans-Schemm-Hochschule (Lehrerbildungsanstalt) Platz zu schaffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Schulgebäude zunächst das Hauptquartier der UNRRA für die Amerikanische Besatzungszone eingerichtet.

1946 wurde die Schule als "Humanistisches Gymnasium Pasing" neugegründet, die "Oberschule für Jungen" in eine "Oberrealschule" (späteres Max-Planck-Gymnasium (München)) umgewandelt. 1963 erfolgte der Umzug in das angestammte Gebäude am Stadtpark. In den 1970er und 1980er Jahren wurde das Gebäude kontinuierlich erweitert, um steigende Schülerzahlen bewältigen zu können. Zu Beginn des Schuljahres 2007/08 wurde im Süden des Schulgeländes ein Neubau mit Cafeteria und Lern- und Übungsräumen eröffnet.

Gegenwärtiges Angebot[Bearbeiten]

Im Herbst 2009 traten zum letzten Mal Schüler der 12. Jahrgangsstufe in die Kollegstufe des neunjährigen Gymnasiums ein. Für die Schüler der Jahrgangsgstufen 5-11 gilt seither das achtjährige Gymnasium in seiner humanistischen und sprachlichen Ausprägung: beginnend mit Latein, Englisch ab der 6. und Griechisch bzw. Französisch ab der 8. Klasse. Latein kann durch Italienisch als spätbeginnende Fremdsprache ersetzt werden ab der 11. Klasse (G9) bzw. der 10. Klasse (G8).

Es bestehen zahlreiche Wahlfachangebote aus den verschiedensten Bereichen. Hervorzuheben ist das vergleichsweise große Angebot im musikalischen Bereich, so zum Beispiel die Einrichtung einer Streicherklasse im Schuljahr 2007/08. Seit der Umstellung auf das G8 existiert ein ausgebautes Ganztagesangebot. Neben den üblichen Elementen des Schullebens (SMV, Tutoren, Schülerzeitung) gibt es eine Schülergesellschaft, ein Schulradio sowie eigene Schulsanitäter- und Streitschlichtersysteme. Es bestehen Schüleraustausche mit dem Lycée Fénelon in Clermont-Ferrand, einer französischen Privatschule in Lissabon, dem Liceo Ginnasio Saffo in Roseto degli Abruzzi sowie der Oberschule Nr. 6 in Qingdao in China.

Schulleitung[Bearbeiten]

  • Dr. Otto Kronseder (1910-13)
  • Ludwig Bruner (1913-35)
  • Dr. Franz Schalk (1936-37)
  • Dr. Ludwig Hasenclever (1937-38)
  • Wilhelm Staab (1938-45)
  • Anton Hartmannsgruber (1945)
  • Dr. Karl Rupprecht (1946-57)
  • Dr. Karl Schneider (1957-68)
  • Dr. Otto Huber (1968-77)
  • Dr. German Weiß (1977-86)
  • Hans Müller (1986-2003)
  • Ingrid Bucher (2003-2013)
  • Thomas Franz (2013-heute)

Bekannte Absolventen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Doris Barth/ Bernhard Möllmann/ Bernd-Michael Schülke: Zeugnisse. Das Humanistische Gymnasium in Pasing. Die Vorgeschichte des Karlsgymnasiums und des Max-Planck-Gymnasiums 1910-1955. München 1992
  • Karlsgymnasium München 1910–2010. Festschrift, herausgegeben vom Direktorat des Karlsgymnasiums München-Pasing, St. Ottilien 2011,

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Überblick über die Schülerzahlen der Gymnasien (PDF; 22 kB) auf der Seite des RatsInformationsSystems der Stadt München; Abgerufen am 13. September 2011
  2. Gesammelte Pressequellen des ehem. schulinternen AK Humanistisches Gymnasium