Karlskrona

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Dieser Artikel behandelt den Ort Karlskrona; zu der schwedischen Gemeinde Karlskrona siehe Karlskrona (Gemeinde).
Karlskrona
Wappen von Karlskrona
Karlskrona (Schweden)
Karlskrona
Karlskrona
Basisdaten
Staat: Schweden
Provinz (län): Blekinge län
Historische Provinz (landskap): Blekinge
Gemeinde (kommun): Karlskrona
Koordinaten: 56° 10′ N, 15° 35′ O56.16111111111115.5875Koordinaten: 56° 10′ N, 15° 35′ O
Einwohner: 35.212 (31. Dezember 2010)[1]
Fläche: 21,72 km²
Bevölkerungsdichte: 1.621 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: 0455
Postleitzahl: 371 02 - 371 55,
371 70 - 371 93

Karlskrona ist eine Hafenstadt in der südschwedischen Provinz Blekinge län und der historischen Provinz Blekinge. Die Stadt an der Ostsee ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde und als Barockstadt bekannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung der Stadt Karlskrona
Historische Karte (um 1888)
Karlskrona, Luftaufnahme
Fredrikskirche im Zentrum von Karlskrona
Admiralsturm (Amiralstornet) von Karlskrona

Karlskrona entstand ursprünglich auf mehr als 30 Inseln und Inselchen, was sich auch heute noch auf das Stadtbild auswirkt.

1679 wurde Karlskrona als Flottenstützpunkt von König Karl XI. bzw. Admiral Hans Wachtmeister gegründet. Bereits ein Jahr später wurde Karlskrona zur Stadt erhoben. 1790 brannte ein Großteil der Stadt ab.

Verkehr[Bearbeiten]

Es bestehen Fährverbindungen vom benachbarten Karlshamn nach Liepāja in Lettland und Gdynia in Polen.

Welterbestätten[Bearbeiten]

Der Marinehafen von Karlskrona mit seinen ehemaligen Werften und Verteidigungsanlagen und ausgewählte Gebäude der Stadt wurden von der UNESCO zum Welterbe erklärt.

Einzelbauwerke[Bearbeiten]

Die zur Zeit der Gründung der Stadt im 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts erbauten Häuser stehen noch heute. Die Friedrichskirche (Fredrikskyrkan) geht auf den Architekten Nicodemus Tessin den Jüngeren zurück. Die Grundsteinlegung der Kirche erfolgte 1720, die Einweihung 1744. Da der Architekt sich von europäischen Architekturstilen seiner Zeit beeinflussen ließ, weichen der Stil in gelber Farbe und die Verzierungen der Kirche vom üblichen Stil schwedischer Kirchen ab.

Die ebenfalls von Nicodemus Tessin dem Jüngeren erbaute Dreifaltigkeitskirche (Trefaldighetskyrkan), das Rathaus und das Wasserreservoir Vattenborgen im Stile einer Burg stehen ebenfalls am zentralen Platz (Stortorget).

Die 1697 erbaute Admiralitätskirche ist die größte Holzkirche Schwedens.

Welterbestätten, die nicht auf der Hauptinsel liegen[Bearbeiten]

Über eine Brücke gelangt man auf die östlich gelegene Insel Stumholmen. Auf der Insel lagen mehrere Handwerksmanufakturen zur Versorgung der Marinebasis. Weiterhin gibt es auf Stumholmen ein nicht mehr betriebenes Gefängnis, das Marinemuseum und die Bastion Kungshall, von der zu feierlichen Anlässen Salut geschossen wird.

Nordwestlich der Hauptinsel liegt der Herrenhof Skärva mit schlossartigem Hauptgebäude sowie mehreren Nebengelassen, die der Besitzer und Schiffbauer Fredrik Henrik af Chapman anlegen ließ.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Marinebasis in Karlskrona ist einer der größten Arbeitgeber. Durch die Marine hat Karlskrona von Gründung an auch Werften zum Kriegsschiffbau, die heute zum Unternehmen Kockums gehören. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Softwareentwicklung und der Elektronikbau.

Ansässige Unternehmen (Auswahl)[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Der örtliche Verein Flottans IF Karlskrona war schwedischer Meister im Handball im Jahr 1932.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karlskrona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Karlskrona – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tätorternas landareal, folkmängd och invånare beim Statistiska centralbyrån.