Kfar Saba

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kfar Saba
Wappen von Kfar Saba
Basisdaten
hebräisch: כפר סבא
arabisch: كفار سافا
Staat: Israel Israel
Bezirk: Zentral
Gegründet: 1903
Koordinaten: 32° 10′ N, 34° 54′ O32.17138888888934.908333333333Koordinaten: 32° 10′ 17″ N, 34° 54′ 30″ O
Fläche: 14.169 km²
 
Einwohner: 81.600 (2007)
Bevölkerungsdichte: 5.759 Einwohner je km²
 
Gemeindeart: Stadt (seit1962)
Bürgermeister: Yehuda Ben Hemo
Website:
Kfar Saba (Israel)
Kfar Saba
Kfar Saba

Kfar Saba (hebräisch כפר סבא, arabisch كفار سافا) ist eine Stadt in Israel im Großraum Gusch Dan, etwa 15 Kilometer nordöstlich von Tel Aviv an der Grenze zum Westjordanland gelegen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ursprünge der Besiedlung gehen bis auf die Zeit des Zweiten Tempels zurück. Das lässt sich durch mehrere Nennungen der Stadt im Talmud als Chabarzaba belegen.

Das heutige Kfar Saba entstand jedoch aus einer kleinen landwirtschaftlichen Siedlung (Moschawa), die 1892 gegründet wurde.

Am 6. August 1910 überfielen Araber aus Qalqiliya das damals noch kleine Dorf und zerstörten es.

Während des Ersten Weltkrieges diente Kfar Saba als Auffangstadt für viele Flüchtlinge aus Jaffa und Tel Aviv. Gegen Kriegsende geriet die Stadt zwischen die englischen und türkischen Linien und wurde erneut zerstört. Der Wiederaufbau kam nur schleppend voran, da die Araber Kfar Saba 1921 wiederum verwüsteten. Ab 1922 wurde, auch dank neuer Siedler, der Anbau von Zitrusfrüchten gefördert.

Heutige Stadt[Bearbeiten]

Heute ist Kfar Saba eine bedeutende, von Industrie geprägte Stadt in der südlichen Scharonebene mit mehr als 80.000 Einwohnern. Der Kibbuz Nir Elijahu und Hochschulcampus Beit Berl liegen in unmittelbarer Nachbarschaft, zählen aber administrativ zum Regionalverband Drom HaScharon.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kfar Saba unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

Persönlichkeiten der Stadt[Bearbeiten]

  • 1916: Michael Jerusalem, israelischer Übersetzer und Lektor, Enkelsohn des österreichisch-jüdischen Philosophen Wilhelm Jerusalem
  • 1951: Eldad Stobezki, israelischer Übersetzer, Lektor und Verlagsgutachter, der seit 1979 in Frankfurt am Main lebt
  • 1955: Yaara Tal, israelische Klassik-Pianistin und Wagner-Interpretin (gemeinsam mit Andreas Groethuysen)
  • 1971: Merav Barnea, Opernsängerin
  • 1975: Galit Chait, ehemalige Eistänzerin
  • 1977: Liad Kantorovic, Performance-Künstlerin, Aktivistin
  • 1981: Harel Skaat, Sänger und Musiker
  • 1983: Gilad Hekselman, Jazzgitarrist

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kfar Saba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien