Kongregation für die Bischöfe

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Basisdaten
Name: Kongregation für die Bischöfe
(lat. Congregatio pro Episcopis)
Sitz: Palazzo delle Congregazioni
Piazza Pio XII, 10
00193 Roma
Kardinalpräfekt: Marc Kardinal Ouellet PSS
(seit 30. Juni 2010)
Sekretär: Erzbischof Ilson de Jesus Montanari
Untersekretäre: Msgr. Udo Breitbach
(seit 25. Januar 2012)

Die Kongregation für die Bischöfe (lat.: Congregatio pro Episcopis), kurz Bischofskongregation, ist eine Zentralbehörde in der römisch-katholischen Kirche und zuständig für alle Angelegenheiten, die Bischöfe betreffen, wie beispielsweise Ernennungen und Synoden.

Geschichte[Bearbeiten]

Dieses Dikasterium wurde bereits von Papst Sixtus V. mit der Apostolischen Konstitution Immensa Aeterni Dei vom 22. Januar 1588 als Konsistorialkongregation errichtet. Papst Pius X. erweiterte mit der Konstitution Sapienti consilio vom 29. Juni 1908 die Zuständigkeiten und übernahm selbst den Posten des Präfekten.

Papst Paul VI. veränderte mit der Apostolischen Konstitution Regimini ecclesiae universae vom 15. August 1967 erneut den Namen und spezifizierte die Kompetenzen. Papst Johannes Paul II. ordnet mit der Konstitution Pastor Bonus vom 28. Juni 1988 das Verhältnis zur Kongregation für die orientalischen Kirchen und der Kongregation für die Evangelisierung der Völker neu.

Tätigkeiten[Bearbeiten]

Am 29. Juni 1988 wurden das Direktorium für die Visita „ad limina“ veröffentlicht und gleichzeitig innerhalb der Kongregation ein Amt für deren Koordination gegründet.

1997 wurde eine Instruktion über die Diözesansynoden herausgegeben.

Ein Dekret der Kongregation vom 22. April 2001 konstituierte das Zentrale Amt für die Koordination der Militärordinariate.

Am 22. Februar 2004 erschien das Direktorium für den pastoralen Dienst der Bischöfe: Apostolorum Successores.

Außerdem ist ihr die Päpstliche Kommission für Lateinamerika zugeordnet, deren Präsident ebenfalls Kardinal Ouellet ist; Das Amt des Vizepräsidenten ist derzeit vakant.

Marc Kardinal Ouellet PSS wurde durch Papst Benedikt XVI. am 30. Juni 2010 zum Präfekten ernannt und am 16. März 2013 durch Papst Franziskus übergangsweise bestätigt.[1]

Mitglieder[Bearbeiten]

Die Kongregation selbst besteht zusätzlich zum Präfekten aus 18 Kardinälen, 11 Erzbischöfen und einem Bischof, die vom Papst i.d.R. für jeweils fünf Jahre berufen werden.

Papst Franziskus benannte am 16. Dezember 2013 die Mitglieder der Kongregation wie folgt:[2]

Kardinäle

Erzbischöfe

Bischöfe

Präfekten[Bearbeiten]

Sekretäre[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dikasterien der römische Kurie übergangsweise bestätigt, Radio Vatikan, 16. März 2013
  2. CONFERMA DEL PREFETTO DELLA CONGREGAZIONE PER I VESCOVI E NOMINE E CONFERME DI MEMBRI E CONSULTORI NEL MEDESIMO DICASTERO , in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 16. Dezember 2013 (italienisch)
  3. Dikasterien der römische Kurie übergangsweise bestätigt, Radio Vatikan, 16. März 2013