Krattigen

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Krattigen
Wappen von Krattigen
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Frutigen-Niedersimmentalw
BFS-Nr.: 0566i1f3f4
Postleitzahl: 3704
Koordinaten: 621284 / 16656746.6499997.716668712Koordinaten: 46° 39′ 0″ N, 7° 43′ 0″ O; CH1903: 621284 / 166567
Höhe: 712 m ü. M.
Fläche: 6.0 km²
Einwohner: 1077 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 165 Einw. pro km²
Website: www.krattigen.ch
Krattigen

Krattigen

Karte
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Krattigen ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental des Kantons Bern in der Schweiz.

Unter dem Namen Krattigen existiert neben der Einwohnergemeinde auch eine Burgergemeinde. Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde wird zusammen mit Aeschi bei Spiez geführt, beide besitzen jedoch eine eigene Kirche.

Zum Gemeindegebiet gehören die Ortschaft Krattigen sowie die Weiler Stuhlegg und Örtlimatt und viele Einzelhöfe.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt auf einer Anhöhe über dem Thunersee. Krattigen liegt 750 m ü. M. auf einer Gipsmoräne. Im Südosten steigt die Gemeinde bis zur Spitze der Greberegg bis auf eine Höhe von 1595 Meter an. Die Nachbargemeinden von Osten beginnend im Uhrzeigersinn sind Leissigen, Aeschi bei Spiez und Spiez sowie am anderen Ufer des Thunersees Sigriswil und Beatenberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf Krattigen wurde urkundlich erstmals am 4. Januar 1297 erwähnt und war damals Eigentum der Edlen von Eschenbach, befand sich aber tatsächlich noch in der Gewalt der Habsburger. Im Jahre 1483 ging die Herrschaft Krattigen ganz auf die in Bern verbürgerten von Scharnachtal über. Im Jahre 1513 gingen ganzer Twing, Bann und die grundherrlichen Rechte zu Krattigen für den Kaufpreis von 1400 Pfund an die Stadt Bern über und bildete so die Kastlanei Frutigen. Im Krattiger Freiheitsbrief vom 6. Mai 1476 wurde dem Gericht Krattigen ein Landrecht verliehen, welches noch in Kraft blieb, als Bern unmittelbarer Herrschaftsherr geworden war. Dieses Landrecht hielt sich sogar bis zur Französischen Revolution und wurde formell erst durch den Grossratsbeschluss vom 2. Dezember 1840 als erloschen erklärt

Politik[Bearbeiten]

Gemeinde- und Gemeinderatspräsident ist Christian Kummer (Stand 2014).

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: BDP 33.3 %, SVP 30.8 %, SP 11.2 %, GPS 6.6 %, EVP 4.4 %, FDP 4.2 %, EDU 3.2 %, glp 2.4 %, CVP 1.4 %.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben der Kirche gibt es in Krattigen sechs Postautohaltestellen, eine Bäckerei mit einem gut sortierten Lebensmittelsortiment und Frischprodukten und zwei Hotels.

Obwohl die Bahnlinie SpiezInterlaken dem See entlangführt, gibt es keinen Bahnhof.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Horst Gradinger: Chronik des Stammes KRATTI(N)GER / GRADINGER, im Rahmen der historischen territorialen Ereignisse mit genealogischen Tafeln und zahlreichen Verzeichnissen, Krefeld 2980
  • Daniel Miescher (Hrsg.): Das Artilleriewerk Krattigen A1952[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Krattigen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.wahlarchiv.sites.be.ch/wahlen2011/target/NAWAInternetAction.do@method=read&sprache=d&typ=21&gem=566.html abgerufen am 16. Juli 2012
  3. Artillerie-Fort Spiez Krattigen. In: afosk.ch. Abgerufen am 13. November 2013.