Wimmis

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Wimmis
Wappen von Wimmis
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Frutigen-Niedersimmentalw
BFS-Nr.: 0769i1f3f4
Postleitzahl: 3752
UN/LOCODE: CH WMM
Koordinaten: 614900 / 16840046.6666617.633334629Koordinaten: 46° 40′ 0″ N, 7° 38′ 0″ O; CH1903: 614900 / 168400
Höhe: 629 m ü. M.
Fläche: 22.3 km²
Einwohner: 2446 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 110 Einw. pro km²
Website: www.wimmis.ch
Wimmis

Wimmis

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Wimmis ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental des Kantons Bern in der Schweiz. - Bis zur Auflösung damaligen Amtsbezirkes Niedersimmental am 31. Dezember 2009, war Wimmis dessen Hauptort.

Unter demselben Namen existieren neben der Einwohnergemeinde auch eine Burgergemeinde und eine evangelisch-reformierte Kirchgemeinde. Das Wahrzeichen von Wimmis ist das Schloss Wimmis.

Geographie[Bearbeiten]

Wimmis liegt auf 629 m ü. M im Berner Oberland in den Alpen nördlich des markanten Niesen (2362 m ü. M). Hier fliessen Simme und Kander zusammen. Die Nachbargemeinden von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Spiez, Aeschi bei Spiez, Reichenbach im Kandertal, Diemtigen und Reutigen.

Politik[Bearbeiten]

Präsident der Einwohnergemeinde ist Peter Schmid (SVP), als Gemeindevizepräsident amtet Jürg Wittwer (SP/Forum )

Gemeinderat (Stand Januar 2014 ):

  • Barbara Josi : Gemeinderatspräsidentin (SVP)
  • Beat Maurer: Gemeindebetriebe, Gegmeinderatsvice, (parteilos)
  • Mathias Bigler : Öffentliche Sicherheit (Forum )
  • Hansrudolf Lehnherr: Bau + Planung (SVP)
  • Martin Lörtscher: Finanzen (SVP)
  • Yvan Kolly: Bildung (SVP)

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 42.3 %, BDP 16.8 %, SP 12.2 %, EVP 5.1 %, EDU 5.1 %, GPS 4.4 %, FDP 4.3 %, glp 4.0 %, CVP 1.2 %, Piraten 1.1 %.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 994 taucht Wimmis erstmals mit dem Namen "Windmis" in einer Urkunde von Königin Bertha auf[3]. Doch schon seit der Römerzeit war die Region besiedelt. Damals nannte man die paar Hütten "Vindemias", was so viel wie "bei den Weinbergen" heisst. Tatsächlich wurden damals am Pintel Weinreben angepflanzt. Am damaligen Moossee gediehen sie wunderbar. An derselben Stelle befindet sich auch heute wieder ein kleiner Rebberg. Gleichzeitig begann auch die lange Geschichte des Schlosses Wimmis. An seiner heutigen Stelle bauten die Römer einen Wachturm auf. Im Mittelalter vergrösserte man das Schloss immer wieder, Königin Bertha schenkte Wimmis eine Kirche und es entstand ein kleines Dorf mit einer Schutzmauer.

Das um 1200 von den Freiherren von Strättligen als Stadt gegründete Wimmis, das im Weissenburgerkrieg eine grosse Rolle spielte und mehrfach durch Bern zerstört wurde, besass bis zum Kauf durch Bern im Jahr 1449 sein eigenes Stadtrecht.[4]

Ab 1803 wurde in Wimmis der Amtssitz des Niedersimmentals angesiedelt. Florierte einst die Landwirtschaft im Dorf am Niesen, so wurde es im 20. Jahrhundert immer mehr zum lebendigen, kompakten Dorf. 1911 gelangte Wimmis wegen des Simmenfluhbrandes in die nationalen Schlagzeilen.

Aufgrund der Weltkriege wurde 1917 die Eidgenössische Pulverfabrik (heute 'Nitrochemie') in Wimmis erbaut. In den 40er-Jahren entstand zudem eine grosse Festung in der Burgfluh.

Wimmis 1783, kolorierte Umrissradierung von Johann Ludwig Aberli.
Alte Dorfstrasse.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ein Bergwaldlehrpfad und ein Dorfmuseum (Expo Vindemias) sind am Entstehen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wimmis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.wahlarchiv.sites.be.ch/wahlen2011/target/NAWAInternetAction.do@method=read&sprache=d&typ=21&gem=769.html abgerufen am 16. Juli 2012
  3. wimmis.ch: Dorfgeschichte, Zugriff am 10. November 2009
  4. Daniel Gutscher, Barbara Studer: Gegner am Rande: Kleinstadtründungen. In: Rainer C. Schwinges et al. (Hrsg.): Berns mutige Zeit. Das 13. und 14. Jahrhundert neu entdeckt. Schulverlag blmv AG/Stämpfli Verlag AG, Bern 2003, ISBN 3-292-00030-0/ISBN 3-7272-1272-1, S. 189