Kandergrund
| Kandergrund | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Bern (BE) |
| Verwaltungskreis: | Frutigen-Niedersimmental |
| BFS-Nr.: | 0564 |
| Postleitzahl: | 3716 |
| Koordinaten: | 616200 / 15914046.5833327.649995800Koordinaten: 46° 35′ 0″ N, 7° 39′ 0″ O; CH1903: 616200 / 159140 |
| Höhe: | 800 m ü. M. |
| Fläche: | 32.1 km² |
| Einwohner: | 807 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 25 Einw. pro km² |
| Website: | www.kandergrund.ch |
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Kandergrund, im Hintergrund Frutigen |
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| Karte | |
Kandergrund ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental des Kantons Bern in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Kandergrund liegt im Kandertal. Es ist eine langgezogene Streusiedlung mit den Bäuerten Innerkandergrund, Reckental, Ausser- & Inner-Rüteni sowie Blausee-Mitholz.
Geschichte [Bearbeiten]
Kandergrund hat seinen Namen aufgrund seiner Lage im Talgrund der Kander. Der Name Kander wird vom keltischen kandara (die Glänzende, die Weisse) zurückgeführt.
Politische Entwicklung [Bearbeiten]
Kandergrund gehörte bis 1850 zur Gemeinde Frutigen. 1908 kam es zur Trennung der Gemeinde Kandergrund in Kandergrund und Kandersteg. Das ursprüngliche Gemeindegebiet von 16'594 ha fiel zu 3208 ha an Kandergrund und zu 13'386 ha an Kandersteg.
Kohlebergwerke [Bearbeiten]
Während des Zweiten Weltkrieges wurden in Kandergrund 3 Kohlebergwerke betrieben. Die Grube „Lindi“ der Kander-Kohle AG, die Grube „Horn“ der Bergbaugesellschaft Kandergrund AG und die Grube „Schlafegg“ der Bergwerk Schlafegg AG.
In der Grube „Schlafegg“ arbeiteten bis zu 100 Mann, die Monatsproduktion betrug bis zu 700 t und wurde beim Bahnhof Kandergrund in Bahnwagen verladen. Die Kohle wurden nach Basel transportiert, für die Chemiefabrik Ciba AG, und nach Aarberg für die dortige Zuckerfabrik. 1949 macht die Konkurrenz der Ruhrkohle den Abbau in Kandergrund nicht mehr rentabel. Als letzte Grube wurde „Horn“ am 15. November 1949 stillgelegt.
Explosion eines Munitionsmagazins [Bearbeiten]
Am 19. Dezember 1947 um 23:34 Uhr explodierte in Mitholz ein eidgenössisches Munitionsmagazin. Über 7000 Tonnen Munition im Depot „Fluh“ explodierten. Neun Menschen kamen ums Leben und viele Gebäude wurden zerstört, unter anderem der BLS-Bahnhof. Die Ursache der Explosion konnte nie ermittelt werden, die Schadenssumme betrug Fr. 100 Mio. Verschiedene Hausinschriften, die auf die Explosion hinweisen, sind noch heute an Gebäuden zu lesen.[2][3]
Politik [Bearbeiten]
Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 65.9 %, BDP 12.7 %, SP 4.7 %, glp 4.6 %, FDP 2.5 %, EVP 2.4 %, GPS 2.2 %, EDU 1.1 %, SD 1.0 %, CVP 0.9 %.[4]
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
- ↑ http://www.festung-oberland.ch/Infrastruktur/Munition/Explosion%20Mitholz/Explosion%20Mitholz.html
- ↑ http://www.kandergrund.ch/UeberKandergrund/Geschichtliches/Explosion/Explosion_Ber.htm Bericht des Gemeindepräsidenten]
- ↑ http://www.wahlarchiv.sites.be.ch/wahlen2011/target/NAWAInternetAction.do@method=read&sprache=d&typ=21&gem=564.html abgerufen am 16. Juli 2012
