Kruså

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Ort in Dänemark/Wartung/Fläche fehltVorlage:Infobox Ort in Dänemark/Wartung/Höhe fehlt

Dänemark Kruså
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Kruså (Dänemark)
Kruså
Kruså
Basisdaten
Staat: Dänemark
Verwaltungsbezirk: Syddanmark
Kommune (seit 2007): Aabenraa
Koordinaten: 54° 51′ N, 9° 24′ O54.8494444444449.4022222222222Koordinaten: 54° 51′ N, 9° 24′ O
Einwohner: (2014[1]) 1.618
Postleitzahl: 6340
Grenzübergang in Kruså
Grenzübergang in Kruså
Das Denkmal von Folke Bernadotte in Krusau wurde zum Gedenken an seine humanitären Leistungen im Zweiten Weltkrieg errichtet.

Kruså [kʀusˈoːʔ] (deutsch Krusau) ist ein dänisches Dorf an der Grenze zu Deutschland. Es gehört zur Gemeinde Bov (dt. Bau) und ist damit Teil der Aabenraa Kommune.

Keimzelle des Ortes ist die 1964 stillgelegte Wassermühle am Mühlensee (Møllesø). Der Ort liegt sechs Kilometer nördlich vom Flensburger Stadtzentrum im Kruså-Tunneldal und ist Endhaltestelle der grenzüberschreitenden Linie 1 der Aktiv Bus Flensburg.

Bedeutung erlangte der Ort durch die Grenzziehung von 1920. Zwar wurde Kruså vom Nachbarort Kupfermühle und dem südlichen Umland getrennt, doch entwickelte es sich fortan zu einem Einkaufsort. 2004 aber wurde der Supermarkt RITA geschlossen, so dass in der Folge nur noch kleinere Restaurants und Läden existieren. Flohmärkte und Bingoabende werden in der Bingohalle Kruså durchgeführt.

Die Produktionsstätte Kruså des dänisch-schwedischen Lebensmittelkonzerns Arla wurde im Jahre 2010 erweitert und ist der größte Wirtschaftsfaktor im Ort. Ein weiteres wirtschaftliches Standbein ist der Campingplatz. Bis zur Fertigstellung der Bundesautobahn 7 (E 45) war Kruså-Kupfermühle der wichtigste deutsch-dänische Grenzübergang. Heute ist dieser Übergang für den Schwerlastverkehr gesperrt und der Großteil des Grenzverkehrs fließt über den Grenzübergang Padborg und dem Autobahnübergang Ellund/Frøslev.

Die nächsten größeren dänischen Städte sind Aabenraa (Apenrade) im Norden, Sønderborg (Sonderburg) im Osten und Tønder (Tondern) im Westen. Die Straße Fjordvejen von Kruså nach Rinkenæs mit den Orten Kollund und Sønderhav ist landschaftlich reizvoll und ein Teilstück der Margeritenroute.

Durch Kruså verläuft der Wanderweg Gendarmstien, ein ehemaliger Kontrollweg, an dem dänische Gendarme von 1920 bis 1958 an der deutsch-dänischen Grenze patrouillierten. Der europäische Fernwanderweg E1 quert in Kruså die Grenze.

Während des Zweiten Weltkrieges war der Grenzübergang zwischen Deutschland und Dänemark mit einem mit Holz beladenen Güterwagen gesichert, der auf einem kurzen Schienenstück stand. Diesen Wagen konnte man bei Bedarf auf die Straße rollen.[2]

Es führen mehrere Fernradwege durch Kruså: Der nationale Fernradweg DK8, die Grenzroute und der Nord-Ostsee-Radweg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (dänisch)
  2. Fotos der Grenzsperranlage

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kruså – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Kruså – Reiseführer