Kruså

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Dänemark Kruså
Wappen fehlt
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Kruså (Dänemark)
Kruså
Kruså
Basisdaten
Staat: Dänemark
Region: Syddanmark
Kommune (seit 2007): Aabenraa
Koordinaten: 54° 51′ N, 9° 24′ O54.8494444444449.4022222222222Koordinaten: 54° 51′ N, 9° 24′ O
Einwohner: (2015[1]) 1.595
Postleitzahl: 6340
Die Hauptstraße Flensborgvej kurz nach dem Grenzübergang
Die Hauptstraße Flensborgvej kurz nach dem Grenzübergang

Kruså [kʀusˈoːʔ] (deutsch Krusau) ist ein dänischer Ort mit knapp 1600 Einwohnern an der Grenze zu Deutschland, der zur Kirchspielgemeinde Bov Sogn (deutsch Bau) gehört und damit Teil der Aabenraa Kommune ist.

Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt sechs Kilometer nördlich vom Flensburger Stadtzentrum im Kruså-Tunneldal und ist Endhaltestelle der grenzüberschreitenden Linie 1 der Aktiv Bus Flensburg. Die nächsten größeren dänischen Städte sind Aabenraa (Apenrade) im Norden, Sønderborg (Sonderburg) im Osten und Tønder (Tondern) im Westen. Die landschaftlich reizvolle Straße Fjordvejen von Kruså nach Rinkenæs mit den Orten Kollund und Sønderhav ist ein Teilstück der Margeritenroute. Durch Kruså verläuft ebenfalls der Wanderweg Gendarmstien, ein ehemaliger Kontrollweg, an dem dänische Gendarme von 1920 bis 1958 an der deutsch-dänischen Grenze patrouillierten. Der europäische Fernwanderweg E1 quert in Kruså die Grenze. Außerdem führen mehrere Fernradwege durch Kruså: Der nationale Fernradweg DK8, die Grenzroute und der Nord-Ostsee-Radweg.

Geschichte[Bearbeiten]

Keimzelle des Ortes ist die 1964 stillgelegte Wassermühle am Mühlensee (Møllesø). Bedeutung erlangte der Ort durch die Grenzziehung von 1920. Zwar wurde Kruså vom Nachbarort Kupfermühle und dem südlichen Umland getrennt, doch entwickelte es sich fortan zu einem Einkaufsort.

Während des Zweiten Weltkrieges war der Grenzübergang zwischen Deutschland und Dänemark mit einem mit Holz beladenen Güterwagen gesichert, der auf einem kurzen Schienenstück stand. Diesen Wagen konnte man bei Bedarf auf die Straße rollen.[2] Bis zur Fertigstellung der Bundesautobahn 7 (E 45) war Kruså-Kupfermühle der wichtigste deutsch-dänische Grenzübergang. Heute ist dieser Übergang für den Schwerlastverkehr gesperrt und der Großteil des Grenzverkehrs fließt über den Grenzübergang Padborg und dem Autobahnübergang Ellund/Frøslev.

In den 1950er-Jahren eröffnete Rita Jensen einen Kiosk, der auch Pfeifenbedarf führte. Von Kruså aus baute Jensen eine Supermarkt-Kette auf, die Filialen in Aabenraa, Haderslev, Kollund, bei Danfoss in Nordborg, auf Rømø, in Sønderborg, in Tønder und sogar im 160 km entfernten Århus unterhielt. 1987 verkauften Rita und Poul Jensen ihr namenstragendes Geschäft RITA Supermarked am Flensborgvej, das bei dänischen wie auch deutschen Stammkunden beliebt war. 1994 übernahm Coop Danmark die Kette und 2004 erlebte die inzwischen 81-jährige Namensgeberin mit der Schließung der letzten verbliebenen Filiale in Kruså das Ende ihrer Supermarkt-Kette,[3] so dass in der Folge nur noch kleinere Restaurants und Läden im Ort existieren.

2010 wurde die Produktionsstätte Kruså des dänisch-schwedischen Lebensmittelkonzerns Arla, der größte Wirtschaftsfaktor im Ort, erweitert. Ein weiteres wirtschaftliches Standbein ist der Campingplatz und die Bingohalle Kruså, in der Flohmärkte und Bingoabende durchgeführt werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kruså – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Kruså – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (dänisch)
  2. Fotos der Grenzsperranlage
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEn institution i Kruså er lukket. In: JydskeVestkysten. 15. März 2004, abgerufen am 29. April 2015 (dänisch).