L’Âme Immortelle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
L’Âme Immortelle
L’âme Immortelle (Thomas Rainer und Sonja Kraushofer) beim M’era Luna Festival 2004
L’âme Immortelle (Thomas Rainer und Sonja Kraushofer) beim M’era Luna Festival 2004
Allgemeine Informationen
Herkunft OsterreichÖsterreich Österreich
Genre(s) Elektro-Rock, Elektro-Pop
Gründung 1996
Website www.lameimmortelle.com
Gründungsmitglieder
Thomas Rainer
Keyboard
Hannes Medwenitsch (bis 2002)
Aktuelle Besetzung
Keyboard, Gesang
Thomas Rainer
Gesang
Sonja Kraushofer (seit 1996)
Livemusiker
Ashley Dayour (seit 2002)
Keyboard
Martin Parzer (seit 2003)
Francis (seit 2003)
Markus Adamer (seit 2003)

L’Âme Immortelle (französisch für ‚die unsterbliche Seele‘) ist eine österreichische Band, die 1996 von Thomas Rainer (* 8. Februar 1979) (Keyboard und Gesang) und Hannes Medwenitsch (Keyboard) gegründet wurde.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die Wurzeln von L’Âme Immortelle liegen im Metal-Bereich. So spielte Thomas Rainer ab etwa 1994 Bassgitarre in einer Black-Metal-Band und übernahm dort zeitweise den Gesang. Nachdem die Band um einen Keyboarder erweitert wurde, entwickelte Rainer ein Interesse an elektronischer Musik.[1]

Nach der Gründung von L’Âme Immortelle im Jahr 1996 wurden die Titel „Final Oath“ und „Life Will Never Be the Same Again“ produziert, woraufhin sich Rainer und Medwenitsch auf die Suche nach einer Sängerin begaben. Sonja Kraushofer (* 6. November 1978 in Baden (Niederösterreich)), die Tanz, Gesang und Schauspiel studiert hatte und diplomierte Musicaldarstellerin ist, beendete diese Suche, woraufhin das Trio komplett war. 1997 produzierten sie ihr Demotape Lieder die wie Wunden bluten und bewarben sich bei dem Liechtensteiner Label M.O.S. Records Ltd., das sie unter Vertrag nahm. Das Debüt-Album Lieder die wie Wunden bluten wurde noch im selben Jahr veröffentlicht.

Ein Jahr später wurde das zweite Album In einer Zukunft aus Tränen und Stahl veröffentlicht, das die erste Chartplatzierung in den deutschen Alternative-Charts schaffte. 1999 tourten L’Âme Immortelle als Support der Band Christian Death durch Europa. Der Vertrag mit M.O.S. Records Ltd. wurde nicht verlängert und so wechselte die Gruppe zum Label Trisol Music Group.

Das dritte Album Wenn der letzte Schatten fällt wurde veröffentlicht und seitdem sind L’âme Immortelle auch außerhalb Deutschlands ein Begriff. Ihre erste Headlinertour fand 2000 statt. 2001 erhielten L’Âme Immortelle ihren ersten Erfolg in den Deutschen Media-Control-Charts, das Album Dann habe ich umsonst gelebt stieg auf Platz 48 ein. Aus gesundheitlichem Grund verließ das Gründungsmitglied Hannes Medwenitsch ein Jahr später die Band. Von nun an wurden sie an der Gitarre von Ashley Dayour, auch bekannt von der Band Whispers in the Shadow, unterstützt.

Ihr nächstes Album Als die Liebe starb wurde ebenfalls unerwartet zu einem Charterfolg (Höchstposition: Platz 38 in Deutschland). Im Frühjahr 2003 tourten L’Âme Immortelle mit ASP und Unheilig durch weite Teile Deutschlands. Die DVD Disharmony erreichte Platz 9 in den Deutschen DVD-Charts.

Im Jahr 2004 wechselte die Band zum Label Supersonic Records, einem Tochterunternehmen von Sony BMG Music Entertainment. Gemeinsam mit Oomph! wurde die Single Brennende Liebe veröffentlicht. Kurze Zeit später wurden das Stück 5 Jahre und das zugehörige Album Gezeiten veröffentlicht, die Chartplatzierungen in Deutschland erreichten.

2006 folgte mit Auf deinen Schwingen ein weiteres Studio-Album, das wesentlich mehr Pop-Elemente beinhaltete als seine Vorgänger. Noch im selben Jahr kündigte L’âme Immortelle für 2007 zum zehnten Jubiläum ihr Best-of-Album 10 Jahre an, das auch neue Tracks beinhaltete.

Am 25. Januar 2008 veröffentlichte L’Âme Immortelle ihr neuntes Studioalbum, Namenlos. Dazu wechselte die Band zurück zu ihrem alten Label Trisol Music Group, wie im Dezember 2007 bekannt gegeben.[2] Das Album erschien als Doppelalbum, dessen zweite CD Cover-Versionen anderer Bands, unter anderem von Whispers in the Shadow, Spiritual Front und Steinkind, enthält. Am 25. Juli 2008 erschien das Remix-Album Durch fremde Hand, das Remixes und Cover-Versionen befreundeter Bands aller Songs von Namenlos enthält, in derselben Reihenfolge abgespielt.

Anschließend blieb es lange ruhig um die Band. Es zirkulierten immer mehr Gerüchte, dass sie sich aufgelöst hätten. Ende Januar 2012 meldete sich das Duo mit dem Album Momente zurück. Es wurde am 27. Januar 2012 veröffentlicht und enthält elf Tracks. Mit Fragmente (Veröffentlichung: 27. April 2012) präsentierten Thomas und Sonja das offizielle Schwesteralbum zu Momente. Dieses enthält Neuinterpretationen von zehn Tracks aus Momente.

Musik[Bearbeiten]

Das Debüt Lieder die wie Wunden bluten weist noch deutliche Spuren aus Rainers Black-Metal-Vergangenheit auf. Sein elektronisch verzerrter Gesang wird guttural eingesetzt, während die an Popmusik orientierte Stimme Kraushofers den sanften Gegenpart bildet. Die auf einfachen Grundmustern basierenden Tracks werden oft durch technoide Rhythmen und klassik-inspirierte Komponenten untermalt. Dieser Stil wurde bis zum Album Dann habe ich umsonst gelebt ausgeweitet und vereinzelt um Future-Pop- und Drum-and-Bass-Elemente erweitert (bspw. bei dem Titel „Innocent Guilt“). Auf dem zweiten Album … in einer Zukunft aus Tränen und Stahl findet sich erstmals vermehrt unverzerrter Männergesang.

Obgleich die Musik der Band deutlich elektronisch geprägt war, taten sich viele Journalisten schwer mit einer stilistischen Kategorisierung. Auf die Frage, ob sich L’Âme Immortelle als Gothic-Band verstünden, antwortete Rainer:

„Das ist eine gute Frage. Es ist schwer, sich in irgendeine Schublade stecken zu lassen. Für mich persönlich ist »Gothic« eher Gothic Rock. Das ist zumindest meine Definition.“

Thomas Rainer: Orkus Musikmagazin, 1999[3]

2002 erfolgte mit Als die Liebe starb ein Wechsel zu elektronischer Popmusik und konventionellem, teils deutschsprachigen Alternative Rock mit Einflüssen der Neuen Deutschen Härte. Diesem Stil blieb die Band – mit wenigen Ausnahmen – bis heute treu.

Texte[Bearbeiten]

Die Songs von L’Âme Immortelle sind auf Deutsch und teilweise Englisch verfasst. Sie weisen meist melancholische Liedtexte auf und handeln häufig von starkem Liebeskummer.

Nebenprojekte[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Dann habe ich umsonst gelebt
  DE 48 12.02.2001 ( 3 Wo.) [4]
Als die Liebe starb
  DE 38 17.02.2003 ( 9 Wo.) [4]
Gezeiten
  DE 16 20.09.2004 ( 8 Wo.)
Auf deinen Schwingen
  DE 45 25.08.2006 ( 1 Wo.)
Namenlos
  DE 39 11.02.2008 ( 1 Wo.) [4]
Momente
  DE 62 10.02.2012 ( 1 Wo.) [4]
Singles
5 Jahre
  DE 26 30.08.2004 ( 9 Wo.)
Stumme Schreie
  DE 47 08.11.2004 ( 9 Wo.)
Fallen Angel
  DE 47 21.02.2005 ( 3 Wo.)
Dein Herz
  DE 70 26.05.2006 ( 5 Wo.)
Nur du
  DE 66 22.09.2006 ( 2 Wo.)

Alben[Bearbeiten]

  • 1997: Lieder die wie Wunden bluten
  • 1998: In einer Zukunft aus Tränen und Stahl
  • 1999: Wenn der letzte Schatten fällt
  • 2001: Dann habe ich umsonst gelebt
  • 2003: Als die Liebe starb
  • 2004: Gezeiten
  • 2006: Auf deinen Schwingen
  • 2008: Namenlos (Doppel-CD)
  • 2012: Momente
  • 2014: Drahtseilakt

Live-, Remixalben und Compilations[Bearbeiten]

  • 1998: Echoes
  • 2002: Zwielicht (Remix-CD von Dann habe ich umsonst gelebt, inkl. Video-CD)
  • 2003: DJ Revelation 01 compiled by L’ÂME IMMORTELLE
  • 2003: Seelensturm (Sammlung von unveröffentlichten Stücken)
  • 2005: Disharmony – Live! (DVD & Musik-CD)
  • 2007: 10 Jahre (Best Of)
  • 2008: Best of Indie Years (Best Of)
  • 2008: Durch Fremde Hand (Remixalbum zu Namenlos)
  • 2008: Jenseits der Schatten (DVD & Musik-CD)
  • 2012: Fragmente (Remixalbum zu Momente)

Singles[Bearbeiten]

  • 2000: Epitaph
  • 2001: Judgement
  • 2002: Tiefster Winter
  • 2004: Brennende Liebe (mit Oomph!)
  • 2004: 5 Jahre
  • 2004: Stumme Schreie
  • 2005: Fallen Angel
  • 2006: Dein Herz
  • 2006: Phönix (nur als DJ-Promo)
  • 2006: Nur Du

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: L’Âme Immortelle – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview mit L’Âme Immortelle, 2006
  2. Artikel: L’Ame Immortelle returns to Trisol for 'Namenlos’ 2CD (englisch; Zugriff: 28. März 2008)
  3. Claus Müller, Kerstin Strobel: Interview mit L’Âme Immortelle. In: Orkus Musikmagazin, 11/99, November 1999, S. 28
  4. a b c d musicline.de