La Roche-Guyon
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| La Roche-Guyon | ||
|---|---|---|
|
|
||
| Staat | Frankreich | |
| Region | Île-de-France | |
| Département | Val-d'Oise | |
| Arrondissement | Pontoise | |
| Kanton | Magny-en-Vexin | |
| Koordinaten | 49° 5′ N, 1° 38′ OKoordinaten: 49° 5′ N, 1° 38′ O | |
| Höhe | 13 bis 143 m | |
| Fläche | 4,61 km² | |
| Einwohner – mit Hauptwohnsitz – Bevölkerungsdichte |
(2007) 464 Einwohner 101 Einw./km² |
|
| Postleitzahl | 95780 | |
| INSEE-Code | 95523 | |
La Roche-Guyon ist eine französische Gemeinde im Département Val-d'Oise in der Region Île-de-France; sie gehört zum Arrondissement Pontoise und zum Kanton Magny-en-Vexin.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
La Roche-Guyon liegt am rechten Ufer einer Seineschleife unterhalb der Felsen des Plateau du Vexin. Die Gemeinde ist bekannt aufgrund des Schlosses La Roche-Guyon, das sich im Eigentum der Familie La Rochefoucauld befindet und von den Resten der alten Burg überragt wird. La Roche-Guyon gehört zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Im 19. Jahrhundert wurde er Ort zum Erholungsgebiet, in dem sich auch viele Künstler aufhielten. La Roche-Guyon liegt im Südwesten des Départements Val-d’Oise an den Grenzen der Île-de-France zur Normandie. Paris liegt etwa 66 km südöstlich, Pontoise 40 km östlich. Nachbargemeinden sind: Amenucourt im Norden, Chérence im Nordosten, Haute-Isle im Osten, Moisson im Südosten, Freneuse und Gommecourt imSüdwesten sowie Gasny im Westen.
[Bearbeiten] Klima
| Monat | Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mittlere Höchsttemperaturen (°C) | 6 | 7 | 11 | 14 | 18 | 21 | 24 | 24 | 21 | 15 | 9 | 7 | 14,8 |
| Mittlere Tiefsttemperaturen (°C) | 1 | 1 | 3 | 6 | 9 | 12 | 14 | 14 | 11 | 8 | 4 | 2 | 7,1 |
| Durchschnittstemperaturen (°C) | 4 | 4 | 7 | 10 | 14 | 17 | 19 | 19 | 16 | 12 | 7 | 5 | 11,2 |
| Quelle: Climatologie mensuelle - Aéroport de Roissy, France | |||||||||||||
[Bearbeiten] Geschichte
Eine kleine Nekropole aus merowingischer Zeit belegt, dass die Gegend bereits im frühen Mittelalter besiedelt war. Mit dem Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte (911) bekam La Roche zur Stadt an der Grenze der Normandie eine strategische Bedeutung. Eine erste Höhlenburg wurde zur Verteidigung gebaut, um 1190 ein Donjon hinzugefügt, der über eine durch den Felsen geschlagene Treppe mit der Burg verbunden wurde. Im 13. Jahrhundert wurde unterhalb der Burg ein Schloss errichtet, dass nach uns nach die bewohnten Höhlen verschwinden ließ.
Der Name der Gemeinde stammt vom lateinischen rupes (Felsen) und dem Eigennamen Guy, bedeutet als Felsen des Guy – vom 10. bis zum 15 .Jahrhundert befand sich der Ort im Besitz der Familie Guy de la Roche, die von der Familie Silly beerbt wurde, die wiederum bis 1628 hier herrschten. Deren Nachfolger waren die Rohan-Chabot und schließlich die La Rochefoucauld, die war durch die Revolution ihren Besitz am Ort verloren, aber das Schloss noch heute bewohnen.
Im Zweiten Weltkrieg hatte die Wehrmacht im Schloss eine Kommandozentrale eingerichtet. Erwin Rommel kommandierte teilweise von hier aus Maßnahmen gegen die Invasion in der Normandie.
[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung
- 1962 : 556
- 1968 : 631
- 1975 : 603
- 1982 : 567
- 1990 : 561
- 1999 : 550
Ab 1962 nur Einwohner mit Erstwohnsitz
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Die Herzöge von La Roche-Guyon aus dem Haus La Rochefoucauld
- Antoinette de Pons, Comtesse de La Roche-Guyon und Marquise de Guercheville (um 1570-1632)
- Anne Robert Jacques Turgot, baron de l’Aulne (1727-1781)
- Déodat Gratet de Dolomieu (1750-1801)
- Erwin Rommel (1891-1944)
- Joseph Kosma (1905-1969)
[Bearbeiten] Literatur
- Alain Quenneville, Thierry Delahaye: La Roche-Guyon, l’un des plus beaux villages de France. 1996, ISBN 2-905684-69-0.

