Laure-Minervois

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Laure-Minervois (Lauran)
Wappen von Laure-Minervois
Laure-Minervois (Frankreich)
Laure-Minervois
Region Languedoc-Roussillon
Département Aude
Arrondissement Carcassonne
Kanton Peyriac-Minervois
Gemeindeverband Carcassonne Agglo.
Koordinaten 43° 16′ N, 2° 31′ O43.2722222222222.521111111111183Koordinaten: 43° 16′ N, 2° 31′ O
Höhe 80–243 m
Fläche 39,23 km²
Einwohner 1.061 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 27 Einw./km²
Postleitzahl 11800
INSEE-Code

Laure-Minervois – Ortsansicht

Laure-Minervois (occitanisch: Lauran) ist eine südfranzösische Gemeinde mit 1061 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Minervois im Département Aude (Region Languedoc-Roussillon).

Lage[Bearbeiten]

Laure-Minervois liegt in einer Höhe von etwa 83 Metern ü. d. M. und ist etwa 18 Kilometer (Fahrtstrecke) in nordöstlicher Richtung von Carcassonne entfernt. Die benachbarten Orte Rieux-Minervois und Caunes-Minervois liegen weitere 8 Kilometer nordöstlich bzw. 9 Kilometer nördlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2004
Einwohner 1.441 1.205 1.195 1.052 1.056 1.080

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wie in weiten Teilen des Minervois, so spielt der Weinbau (siehe Minervois (AOC)) auch in Laure eine große wirtschaftliche Rolle. Es gibt mehrere Weingüter (châteaus oder domaines), die auch Weinproben (dégustations) veranstalten. Vom Frühjahr bis weit in den Herbst trägt der Tourismus in vielfältiger Weise (Vermietung von Ferienwohnungen etc.) zu den Einnahmen der Gemeinde bei. Auch die kleineren Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe aller Art profitieren davon.

Geschichte[Bearbeiten]

Obwohl das Gebiet wohl schon in römischer und gallorömischer Zeit besiedelt war, wird der Name Lauranus erstmals im Jahr 875 erwähnt. Zu dieser Zeit gehörte ein Großteil der Ländereien zu den Abteien von Caunes und Lagrasse. Im Hochmittelalter dann – in der Zeit des Feudalwesens – gingen die Ländereien in den Besitz von weltlichen Adelsgeschlechtern über: In Laure waren dies für lange Zeit die Seigneuers de Lauran, die sich in der Zeit der Albigenserkriege treu auf die Seite des Königs und der Kirche stellten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ganggrab von St-Eugène

Mehrere Sehenswürdigkeiten des Ortes und seiner Umgebung sind als Monument historique eingestuft:

  • Im Minervois gibt es überraschend viele Zeugnisse aus der Zeit der Megalithkultur (ca. 3000–4000 v. Chr.), das Galeriegrab Allée couverte von Saint-Eugène auf der Domaine de Russol gehört zu den größten. Die Decksteine des Ganggrabs sind im Lauf der Jahrtausende abhandengekommen. Das Galeriegrab ist seit 1931 als Monument historique[1] klassifiziert.
  • In der Umgebung, v. a. im Westen des Orts, sind noch etwa 30 capitelles oder cabanes erhalten – Hütten aus Stein in Trockenmauerwerkstechnik errichtet. Obwohl ihr Ursprung sicherlich weit zurückreicht, sind die meisten nur etwa 200 bis 500 Jahre alt. Für Wanderer gibt es mehrere ausgeschilderte Wege (Sentiers des Capitelles).
  • Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind noch mehrere Türme erhalten: der zinnenbekrönte Tour du Portail-Neuf und der heute zinnenlose Tour du Bas. Daneben ist auch noch der Tour de Mézolieux erwähnenswert. Sie stehen teilweise bereits seit den 1920er Jahren auf der Liste der Monuments historiques.[2][3][4]
Kirche St-Jean-Baptiste; davor das Waagehäuschen
  • Die große einschiffige Pfarrkirche St-Jean-Baptiste mit einem beinahe 16 Meter breiten Hauptschiff und Seitenkapellen wurde – erkennbar an ihren gotischen Formen – in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut. Das Kirchenschiff wird erhellt von einer Westrose sowie über die Fenster der Seitenkapellen. Die Kirche ist seit 2006 als Monument historique[5] anerkannt.
  • Ein Waagehäuschen vom Ende des 19. Jahrhunderts hat sich ebenfalls erhalten; es steht ganz in der Nähe der Kirche. Hier wurden an Markttagen die Gewichte und Waagen der Händler überprüft und damit sozusagen geeicht; außerdem konnten hier Tiere und schwere Lasten gewogen werden.
  • Im Ort steht ein barocker Brunnen (Fontaine du Ravelin) mit einer schön geschwungenen Maßwerkkrone.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rieux-Minervois, Allée couverte in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Rieux-Minervois, Tour du Portail-Neuf in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. Rieux-Minervois, Tour du Bas in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Rieux-Minervois, Tour de Mézolieux in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. Rieux-Minervois, Église Saint-Jean-Baptiste in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laure-Minervois – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien