Lafage

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lafage (Begriffsklärung) aufgeführt.
Lafage
Wappen von Lafage
Lafage (Frankreich)
Lafage
Region Languedoc-Roussillon
Département Aude
Arrondissement Carcassonne
Kanton Belpech
Gemeindeverband Communauté de communes Piège-Lauragais-Malepère.
Koordinaten 43° 11′ N, 1° 52′ O43.1752777777781.8638888888889300Koordinaten: 43° 11′ N, 1° 52′ O
Höhe 265–455 m
Fläche 12,71 km²
Einwohner 100 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 8 Einw./km²
Postleitzahl 11420
INSEE-Code

Lafage – Kirche und Burgturm

Lafage ist eine südfranzösische Gemeinde mit 100 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Aude in der Region Languedoc-Roussillon.

Lage[Bearbeiten]

Lafage liegt im Süden des Lauragais in einer Höhe von etwa 300 Metern ü. d. M. etwa 45 Kilometer (Fahrtstrecke) westlich von Carcassonne bzw. etwa 22 Kilometer südwestlich von Castelnaudary. Der Kantonshauptort Belpech befindet sich knapp zwölf Kilometer nordwestlich; der sehenswerte Ort Mirepoix liegt gut zwölf Kilometer südlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 73 112 95 103 65 98 88

Im 19. Jahrhundert hatte der Ort zeitweise knapp 300 Einwohner. Die Reblauskrise und die Mechanisierung der Landwirtschaft führten zu einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahl.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Umgebung des Ortes ist immer noch geprägt von der Landwirtschaft, die sich im ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit hauptsächlich auf den Anbau von Färberwaid (pastel) konzentrierte. Der Import von Indigo führte ab dem 18. Jahrhundert zu einem allmählichen wirtschaftlichen Niedergang. Im ausgehenden 20. Jahrhundert ist der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) als Wirtschaftsfaktor hinzugekommen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Vorhandensein einer in Teilen mittelalterlichen Kirche und einer Burgruine zeugt von einer langen Besiedlung des Ortes.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Lafage – Kirche
  • Die kleine Pfarrkirche von Lafage zeigt in ihren Grundmauern stellenweise noch Bruchsteinmauerwerk. Andere Teile (Westfassade, Südseite des Langhauses) zeigen dagegen eine handwerklich perfekte Steinbearbeitung, die vor allem im rot abgesetzten dreiteiligen barocken Glockengiebel sichtbar wird. Eine Seltenheit im Süden Frankreichs ist das Vorhandensein einer Südvorhalle (portique).
  • Von der ehemaligen Burg aus dem 15. oder 16. Jahrhundert ist nur noch ein Rundturm mit angrenzenden Mauerwerksresten erhalten, der seit 1948 als Monument historique[1] anerkannt ist.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lafage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Château, Lafage in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)