Lee Kun-hee

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Koreanische Schreibweise
Hangeul 이건희
Hanja 李健熙
Revidierte Romanisierung I Geon-hui
McCune-Reischauer Yi Gŏnhŭi
siehe auch: Koreanischer Name

Lee Kun-hee (* 9. Januar 1942) ist ein südkoreanischer Unternehmer und Führungsperson des Samsung-Konzerns.

Leben[Bearbeiten]

Lee hat einen Abschluss in Wirtschaft, den er sich an der Universität Waseda angeeignet hat. Hinzu kommt ein Abschluss als MBA an der George Washington University. Lee Kun-hee beherrscht mehrere Fremdsprachen, darunter Japanisch und Englisch. 1996 wurde er Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee. Mit einem geschätzten Vermögen von 12,9 Milliarden US-Dollar gehört er laut Forbes Magazine zu den 100 reichsten Menschen der Welt und ist einer der reichsten Südkoreaner.[1]

Lee war bis 2008 CEO des Samsung-Konzerns. Nach einer Bekanntmachung über einen möglichen Rücktritt[2], wurde am 29. April 2008 bekannt,[3] dass er bereits am 22. April 2008 von seiner Führungsposition im Samsung-Konzern zurückgetreten war; ihm folgte Choi Gee-sung. Im Mai 2008 folgte eine Steuernachzahlung von 130 Millionen US-Dollar[4]. Im August 2009 wurde Lee wegen Korruption zur Zahlung einer Geldstrafe von ca. 62 Millionen Euro sowie 3 Jahren Haft auf Bewährung wegen Untreue verurteilt. Ende 2009 wurde er jedoch wieder begnadigt, da er als Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee wichtig für die Vergabe der Olympische Winterspiele 2018 nach Pyeongchang war.[5] Im März 2010 erlangte er als Vorsitzender eine Führungsposition im Samsung-Konzern bei Samsung Electronics zurück.[6]

Im Mai 2014 erlitt er einen Herzinfarkt.[7]

Familie[Bearbeiten]

Lee Kun-hee ist der dritte Sohn des Samsung-Gründers Lee Byung-chull. Lee ist verheiratet und hat drei Töchter und einen Sohn.

Seine Töchter Lee Boo-jin und Lee Seo-hyun haben Führungspositionen bei Samsung Everland respektive Cheil Communications.[6]

Im November 2005 beging seine jüngste Tochter, Lee Yoon-hyung, im Alter von 26 Jahren in New York Suizid.[8][9]

Seine Schwester Lee Myung-hee ist Vorsitzende der südkoreanischen Unternehmensgruppe Shinsegae[10] und laut Forbes Magazine die reichste Frau Südkoreas.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Forbes Magazine: Profil von Lee Kun-hee (2014). Abgerufen am 12. Oktober 2014 (englisch).
  2. Choe Sang-hun: Samsung Head to Step Down. The New York Times vom 22. April 2008 (englisch).
  3. The Seoul Times (2008): Samsung's Lee to Resign over Corruption Scandal (englisch).
  4. Forbes Magazine: Profil von Lee Kun-hee (2010) (englisch).
  5. Steuersünder begnadigt - für Olympia. Süddeutsche Zeitung vom 17. Mai 2010.
  6. a b Lee Kun-hee Returns to Samsung Helm. The Korea Times vom 24. März 2010 (englisch).
  7. Lee Kun-hee suffers from heart attack. The Korea Times vom 11. Mai 2014 (englisch).
  8. Al Baker: After Samsung Reports Accident, Painful Details of Suicide Emerge. The New York Times vom 26. November 2005 (englisch).
  9. The Seoul Times (2005): Samsung Chairman's Daughter Kills Herself (englisch).
  10. Shinsegae Group chairwoman Lee Myung-hee auf worldretailcongress.com (englisch).
  11. Forbes Magazine: South Korea's 40 richest (englisch).
Koreanischer Name Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Koreanischen. Lee ist hier somit der Familienname, Kun-hee ist der Vorname.