Leie
| Leie | ||
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Lage der Leie |
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| Daten | ||
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| Gewässerkennzahl | FR: E3--0120 | |
| Lage | Frankreich, Belgien | |
| Flusssystem | Schelde | |
| Abfluss über | Schelde → Nordsee | |
| Quelle | im Gemeindegebiet von Lisbourg 50° 31′ 29″ N, 2° 13′ 23″ O50.5247222222222.2230555555556160 |
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| Quellhöhe | ca. 160 m[1] | |
| Mündung | im Stadtgebiet von Gent in die Schelde51.0430555555563.74055555555564Koordinaten: 51° 2′ 35″ N, 3° 44′ 26″ O 51° 2′ 35″ N, 3° 44′ 26″ O51.0430555555563.74055555555564 |
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| Mündungshöhe | ca. 4 m O.P. | |
| Höhenunterschied | ca. 156 m | |
| Länge | 202 km | |
| Einzugsgebiet | 2.900 km² | |
| Rechte Nebenflüsse | Laquette, Clarence, Lawe, Deûle | |
| Linke Nebenflüsse | Douvebeek, Heulebeek, Mandel | |
| Großstädte | Gent | |
| Mittelstädte | Armentières, Comines-Warneton, Kortrijk, Deinze | |
| Kleinstädte | Aire-sur-la-Lys, Merville, Comines, Halluin, Wervik | |
| Schiffbar | von der Mündung bis Aire-sur-la-Lys | |
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Verlauf des Flusses in Frankreich |
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Die Leie (franz.: Lys) ist ein Fluss, der in Frankreich und Belgien verläuft. Sie entspringt im Gemeindegebiet von Lisbourg, im französischen Département Pas-de-Calais, entwässert generell in nordöstlicher Richtung und mündet nach insgesamt 202 Kilometern im Stadtgebiet von Gent, in der belgischen Provinz Ostflandern, als linker Nebenfluss in die Schelde.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Verlauf
Von der Gesamtlänge der Leie fließen 109 Kilometer durch belgisches Gebiet, auf einer Länge von rund 24 Kilometern bildet der Fluss die Grenze zwischen Belgien und Frankreich.
Der Verlauf kann in folgende Abschnitte gegliedert werden:
- Oberlauf der Leie:
Hier verläuft die Leie als relativ kleiner Fluss durch die Orte Lisbourg und Thérouanne und erreicht schließlich Aire-sur-la-Lys, wo sie auf den Großschifffahrtsweg Dünkirchen-Schelde trifft, der hier von den Kanälen Canal d’Aire und Canal de Neuffossé gebildet wird.
- Kanalisierte Leie in Frankreich:
Sie quert den Großschifffahrtsweg und ist ab hier auch selbst in kleineren Dimensionen für die Schifffahrt ausgebaut. Sie verläuft durch das Département Nord, berührt die Orte Merville und Armentières und erreicht bei Houplines die Grenze zu Belgien.
- Leie als Grenzfluss zwischen Frankreich und Belgien:
Am linken Ufer ist nun belgisches Staatsgebiet, während am rechten Ufer das französische Staatsgebiet weiter verläuft. Bei Deûlémont mündet die kanalisierte Deûle von rechts ein. Bedeutende Orte auf der französischen Seite sind Comines und Halluin, auf der belgischen Seite Comines-Warneton und Wervik.
- Leie in Belgien:
Die Leie verläuft zunächst in der Provinz Westflandern über Kortrijk, wo es über den Bossuit-Kortrijk-Kanal eine schiffbare Querverbindung zur Schelde gibt, weiter nach Deinze. Hier verabschiedet sich die Berufsschifffahrt über den Schipdonk-Kanal, der weiter zum Gent-Oostende-Kanal führt. Die Leie selbst verläuft in markanten Mäandern bis in die Innenstadt von Gent, wo sie schließlich in die Schelde mündet.
[Bearbeiten] Wirtschaftliche Bedeutung
Das kalk- und eisenarme Wasser der Leie war lange Zeit für die Flachsbearbeitung von Bedeutung. Aus der Flachsbearbeitung entstand auch der Beiname des Flusses als Goldener Fluss. 1943 wurde die Flachsindustrie im Leiegebiet wegen der Umweltbelastungen vollständig untersagt. Heute ist die wirtschaftliche Bedeutung vor allem durch den Frachtverkehr mit Schiffen auf dem Fluss gegeben.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Fluss gab seinen Namen mehreren Schlachten des Ersten und Zweiten Weltkrieges
- Leieschlacht (1918), meist aber Vierte Flandernschlacht
- Leieschlacht (1940)
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Das Gebiet der Leie zwischen Deinze und Gent ist wegen seiner schönen Lage bekannt und inspirierte schon viele Maler der Latemse Scholen.
[Bearbeiten] Weblinks
- Leie auf sandre.eaufrance.fr (französisch)
- Beschreibung des Flussverlaufes in Belgien (englisch)
- Eintrag als Schifffahrtsweg im Projekt Babel (französisch)