Lord’s Resistance Army

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Anzahl und Bevölkerungsanteil von Flüchtlingen in ausgewählten Distrikten Nord-Ugandas (Daten von 2004)
Anzahl und Bevölkerungsanteil von Flüchtlingen in ausgewählten Distrikten Nord-Ugandas (Daten von 2004)

Die Lord’s Resistance Army (LRA, „Widerstandsarmee des Herrn“), gegründet 1987, kämpft als paramilitärische Widerstandsbewegung unter der Führung von Joseph Kony im Norden Ugandas gegen die Regierung des seit 1986 regierenden Yoweri Museveni und für die Errichtung eines Gottesstaates auf Basis der 10 Gebote.

Quellenangaben
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Die religiösen Vorstellungen der Rebellen basieren auf der Bibel, enthalten jedoch auch stammesreligiöse Elemente sowie Bräuche, die möglicherweise dem Islam entlehnt sind.

Dabei geht die Lord’s Resistance Army mit solcher Brutalität vor, dass Jan Egeland, Vizegeneralsekretär für Humanitäre Angelegenheiten und Koordinator für Nothilfe (OCHA) der UNO, sie Anfang 2005 als die „wohl brutalste Rebellengruppe der Welt“ bezeichnete. Mitglieder der LRA plündern, morden, foltern und vergewaltigen praktisch wahllos in den nördlichen Regionen Ugandas. Kinder werden entführt, um sie teils als Kindersoldaten, teils als Sex-Sklaven zu missbrauchen.

Als Basis diente der LRA lange Zeit der Süden Sudans, weshalb die ugandische Regierung den Sudan beschuldigte, die Rebellen zu unterstützen. Uganda selbst unterstützte im gegenzug die im Sudan operierende Sudanesische Volksbefreiungsarmee, die gegen die Regierung des Sudans kämpfte.

Heute dient der LRA der Südsudan, der Osten der DR Kongo und die Zentralafrikanische Republik als Basis, von wo aus Raubzüge koordiniert werden.

Im Dezember 2003 entschied sich Uganda, diesen Fall als ersten in der Geschichte vor den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag zu bringen. Im Juni 2005 wurden von Luis Moreno-Ocampo, Chefankläger des ICC, Haftbefehle gegen Joseph Kony und einen weiteren Anführer der LRA erlassen.

Die Schweizerische Stiftung für Minenräumung (FSD) hat am 31. Oktober 2005 zwei Mitarbeiter in der Nähe von Dschuba im Südsudan verloren. Die beiden Minenräumer - ein irakischer Supervisor und ein sudanesischer Minenräumer - wurden von der LRA überfallen und erschossen, als sie von einem Minenfeld zurück nach Juba fuhren. Die Schweizerische Stiftung für Minenräumung hat daraufhin die humanitäre Minenräumung für zwei Monate eingestellt.

Im August 2006 wurde eine Waffenruhe mit der Regierung vereinbart, um Friedensverhandlungen zu beginnen[1].

Am 23. Februar 2008 unterzeichnete die LRA und die ugandische Regierung einen Waffenstillstandsvertrag. Diesem Vertrag sind die so genannten Juba Talks vorausgegangen, welche bereits im Juli 2006 begonnen wurden. In der Folge dieses Vertrags soll nun ehemaligen Rebellen eine Amnestie gewährt und eine Integration in die Armee ermöglicht werden.

Am 10. April 2008 sollte ein Vertrag unterzeichnet werden, der den mittlerweile über 20 Jahre andauernden Konflikt zwischen der LRA und der regierung Ugandas beenden sollte. Der Rebellenführer Joseph Kony verweigerte jedoch die Unterschrift, da er einige Fragen noch nicht als geklärt betrachtete. Hierzu gehörten zum Beispiel die Anklagepunkte des Internationalen Strafgerichtshofs und die genauen Bedingungen einer Demobilisation.

[Bearbeiten] Filme

Es gibt einige Dokumentarfilme, die sich mit der LRA befassen. Hierzu gehören:


[Bearbeiten] Quellen

  1. http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/5288776.stm
  2. http://video.google.com/videoplay?docid=3166797753930210643

[Bearbeiten] Weblinks

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