Ludwik Gintel

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Ludwik Gintel

Ludwik Gintel im Frühjahr 1922

Spielerinformationen
Geburtstag 26. September 1899
Geburtsort KrakauÖsterreich-Ungarn
Sterbedatum 11. Juli 1973
Sterbeort Tel AvivIsrael
Größe 178 cm
Position Sturm, Abwehrspieler
Vereine in der Jugend
1911–1916 Jutrzenka Krakau
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1916–1930 Cracovia Krakau
Nationalmannschaft
1922–1931 Polen 12 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Ludwik Gintel (* 26. September 1899 in Krakau; † 11. Juli 1973 in Tel Aviv) war ein polnischer Fußballspieler in den Diensten von Cracovia Krakau.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Ludwik Gintel wurde 1899 in eine jüdische Familie in Krakau geboren,[1] das damals noch zum Kaiserreich Österreich-Ungarn gehörte. Das Fußballspielen begann er 1911 bei Jutrzenka Krakau. 1916 wechselte er mit 17 Jahren schließlich zu Cracovia Krakau. Gintel sollte seinem neuen Verein bis zu seinem Karriereende treu bleiben. Bei Cracovia erarbeitete sich Gintel, der als Stürmer eingesetzt wurde, auch schnell einen Stammplatz. Ab 1921 wurde er in der Nationalmannschaft des nun unabhängigen Polen eingesetzt und stand im ersten Spiel der Nationalmannschaft überhaupt auf dem Platz. Das Spiel ging 1:0 gegen Ungarn verloren. Mit Cracovia gewann er ebenfalls 1921 zudem die Meisterschaft.

1924 war er mit der Nationalmannschaft auch bei den Olympischen Sommerspielen in Paris[2]. Das polnische Fußballaufgebot bestand damals mehrheitlich aus Spielern der Krakauer Vereine, neben Gintel unter anderem Henryk Reyman, Leon Sperling oder Józef Adamek. In der Saison 1928 war er Torschützenkönig (28 Tore) der polnischen Fußballliga. Gegen Ende seiner Karriere war Gintel schließlich Abwehrspieler. 1930 beendete er seine Karriere als aktiver Fußballspieler, nachdem er mit Cracovia ein zweites Mal die polnische Meisterschaft gewonnen hat. Sperling hatte bis dahin in über 320 Spielen für Cracovia auf dem Platz gestanden und 12 Spiele für die polnische Nationalmannschaft absolviert.

Nach seiner Fußballkarriere arbeitete er als Architekt. Er emigrierte schließlich nach Palästina und starb 1973 in Tel Aviv.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mieczysław Szymkowiak: Młodość jest najpiękniejsza. „Historia polskiej piłki nożnej”. 2, s. 5. Warszawa: TM-SEMIC sp. z o.o.. ISSN 340235.
  2. http://www.olimpijski.pl/pl/pages/display/15843